Kultur und Geschichte
Die Église Saint-Michel ist als historisches Denkmal geschützt; die Eintragung wurde durch Erlass vom 20. Juni 1952 vorgenommen. Sie wurde im 12. Jahrhundert aus lokalem Sandstein, Roussard-Sandstein, Grison und Muschelkalk errichtet. Die Holzverkleidung über dem Kirchenschiff trägt einen Kalender mit 366 Heiligen, die ganzfigurig oder als Büsten dargestellt sind. Das Bauwerk wurde in den 1990er-Jahren restauriert und behielt seine halbkreisförmige Form.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestanden in Saint-Michel-de-Chavaignes Handwerkstraditionen des Hanfwebens und der Herstellung von Leinwand.
Der Kulturrundgang führt zum Grabmal von Hélène Bertaux auf dem Friedhof, in dem sie am 20. April 1909 beigesetzt wurde. Die jährliche Veranstaltung „Mains d’Art“ würdigt Künstlerinnen unter anderem durch den Prix Hélène Bertaux und widmet sich verschiedenen Kunstformen. Zum Skulpturenparcours im Dorf gehört „Le dragon de Saint-Michel“, der aus Roussard-Sandstein gefertigt wurde und aus den Jahren 2017–2018 stammt.
Wege und Landschaft
Der Rundweg „Un chemin, une école“ ist als leichte Wanderung mit einer Dauer von etwa 2 Stunden und 30 Minuten eingestuft. Er führt über die Hänge des Vallon de la Tortue und häufig über wenig befahrene kleine Landstraßen. Der Weg beginnt vor der École Jacques Yves Cousteau und ist mit gelben Markierungen gekennzeichnet, die von einer roten Raute überlagert werden.
Geografische Einordnung
Das Schloss Château de Montfort-le-Rotrou liegt in der Umgebung von Saint-Michel-de-Chavaignes. Die historische Stätte Abbaye Saint-Laurent du Gué-de-Launay, das Château de la Flotte und die nicht mehr bestehende Ancienne Abbaye de Saint-Calais liegen im weiteren regionalen Umfeld von Saint-Michel-de-Chavaignes.