Natur und Landschaft
Die Brotonne-Schleife ist seit dem 24. November 1972 durch einen Ministerialerlass als Naturdenkmal und geschützte Landschaft geschützt. Die südlichen zwei Drittel von La Mailleraye-sur-Seine werden vom Staatsforst von Brotonne eingenommen, der innerhalb des Ortes mehr als 3.000 Hektar umfasst. Das Gebiet liegt auf einem alten, von der Seine verlassenen Mäander.
Der Staatsforst von Brotonne bildet im Seine-Tal zusammen mit angrenzenden kommunalen und privaten Wäldern ein 7.500 Hektar großes Waldmassiv. Der Taubenschlag von La Mailleraye liegt in einer feuchten Wiese nahe dem Wald von Brotonne, die reich an bemerkenswerter Fauna und Flora ist; unter den dort brütenden Vögeln befindet sich auch die Schleiereule.
Der Chêne Cuve wird im Wald von Brotonne als bemerkenswerter Baum mit vier Stämmen bezeichnet. Ein weiterer Naturpunkt ist Le Hêtre du Grand Maître, der in La Mailleraye-sur-Seine im Bereich Wald als bemerkenswerter Baum aufgeführt ist.
Kultur und Geschichte
Die Kirche Notre-Dame und Saint-Mathurin wurde im 16. Jahrhundert aus Kalkstein errichtet. Sie ist als historisches Monument eingetragen; ihr Langhaus ist im Stil der flamboyanten Gotik und ihr Chor im Stil der Renaissance gestaltet.
Die herrschaftliche Kapelle trägt die Jahreszahl 1569 und wurde am 24. August 1585 geweiht. Sie bewahrt zahlreiche Grabinschriften der Herren von La Mailleraye aus den Familien d'Harcourt und de Nagu sowie aus Jumièges und Saint-Wandrille stammende Glasfenster.
La Mailleraye-sur-Seine war einst für ihre Flussüberquerung und ihre mit dem Schiffbau verbundene Tätigkeit bekannt.
Besichtigungen am Fluss
Vom 5. Juli bis zum 30. August 2026 gibt es in der Kirche Notre-Dame und Saint-Mathurin sonntags um 15 Uhr kostenlose kommentierte Führungen; unter der Woche sind Besichtigungen auf Anfrage möglich.
Der Campingplatz Le Parc liegt im ehemaligen Schlosspark am Ufer der Seine und verfügt über einen Fußweg zum Flussufer.
Wege durch Wald und Flusslandschaft
Der Radwanderweg durch den Wald von Brotonne führt durch La Mailleraye-sur-Seine und verläuft anschließend über den Quai Hilaire Tertre, die Rue de Seine und den Chemin de La Vieux.
Der GR 23 verläuft über den Weg zum Chêne Cuve; der Baum trägt das französische Prädikat „Arbre remarquable de France“. Ein 150 Meter langer Fußweg führt vom Parkplatz zum Chêne Cuve.
Die Reitwanderung „En bord de Seine“ ist eine 38 Kilometer lange Rundstrecke ab La Mailleraye-sur-Seine zwischen dem Fluss und dem Wald von Brotonne; sie führt über Treidelpfade und durch bewaldete Bereiche des Waldes von Brotonne.