Weißensee: Burg, Stadtkirche und Chinesischer Garten
Unterkünfte in Weißensee
Die kulturelle Seite von Weißensee zeigt sich in drei unterschiedlichen Themen: der Baugeschichte der Stadtkirche St. Peter und Paul, der hochmittelalterlichen Architektur der Burg Weißensee und der Gestaltung des Chinesischen Gartens „Garten des ewigen Glücks“. Kirche und Burg laden dazu ein, verschiedene Bauphasen in den Blick zu nehmen; der Garten setzt einen eigenen Akzent mit einem Entwurf, der Natur und gebaute Elemente verbindet.
Stadtkirche und Burg: Baugeschichte in Weißensee
Das Langhaus der Stadtkirche St. Peter und Paul ist romanisch. Nach einem Stadtbrand erhielt die Kirche 1331 durch den Johanniterorden einen gotischen Chor und eine gotische Sakristei. Der Orden nutzte sie als Klosterkirche. Die Stadtkirche liegt auf einer Sichtachse mit der Burg und dem Rathaus – eine besondere Beziehung zwischen drei prägenden Bauwerken des Ortes.
Die Burg Weißensee erhebt sich über der Stadt. Ihr Palas und der zugehörige fünfgeschossige Palas-Turm wurden gemeinsam konzipiert und im ausgehenden 12. Jahrhundert fertiggestellt. An der Burg ist außergewöhnlich viel originale Bausubstanz des Hochmittelalters erhalten. Wer auf Architekturdetails achtet, findet im Rundgang eine bauzeitliche Astsäule mit Weinrankenkapitell, die ein Kernstück der Tour bildet.
Zu den zugänglichen Räumen der Burg gehört eine ausgesprochen seltene Steinofen-Luftheizung. Der Zugang zu Innenräumen ist an Führungen gebunden. In der Burg befindet sich außerdem eine kleine Ausstellung; prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Ausstellungsdetails. So lassen sich Baugeschichte, besondere Ausstattung und Ausstellung als unterschiedliche Aspekte eines Burgbesuchs einordnen.
Der Chinesische Garten „Garten des ewigen Glücks“
Der 2011 eröffnete Chinesische Garten in Weißensee wird als Deutschlands größter chinesischer Garten bezeichnet. Sein Entwurf verbindet sieben Elemente: Erde, Himmel, Steine, Wasser, Gebäude, Wege und Pflanzen. Diese Zusammenstellung lenkt den Blick nicht allein auf die Bepflanzung, sondern bezieht auch Architektur und Wegeführung in das Gestaltungskonzept ein.
Eine Vielfalt an Pavillons und die üppige Bepflanzung ergänzen das Bild des Gartens. Damit bietet er einen anderen Zugang zu Weißensee als die Baugeschichte von Kirche und Burg: Im Mittelpunkt steht hier ein ausdrücklich benanntes Gestaltungskonzept. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Weißensee suchen, können Sie Ihre Interessen entsprechend gewichten – etwa historische Architektur und die an Führungen gebundene Besichtigung der Burg oder die Elemente des Gartenentwurfs.
Weitere Themen im übergeordneten Reiseziel Sömmerda
Im übergeordneten Reiseziel Sömmerda kommen weitere geschichtliche Akzente hinzu. In Sömmerda wurde der Stadtpark als öffentlicher Stadtgarten angelegt und zu Pfingsten 1903 eröffnet. Das Erfurter Tor wurde nach chronikalischer Überlieferung 1395 als Stadteingang zur bestehenden Ortsbefestigung errichtet. Es war eines der ersten von fünf Stadttoren der ab 1589 ausgebauten Stadtmauer, die dank kontinuierlicher Restaurierungen und Sanierungen gut erhalten ist.
Auch die Industriegeschichte ist Teil des regionalen Angebots: Das Historisch-Technische Museum in Sömmerda zeigt die 200-jährige industrielle Entwicklung der Stadt – von der Gründung der Dreyseschen Gewehrfabrik über die Produktionsstandorte von Rheinmetall bis zum Büromaschinenwerk in der ehemaligen DDR. Für eine andere Ausrichtung steht der 91,7 Kilometer lange Finnewanderweg, ein Fernwanderweg in Mitteldeutschland. Ein Teilstück kann im Gebiet von Rastenberg auch als Rundwanderweg begangen werden.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Markvippach, Guthmannshausen, Beichlingen, Kölleda, Kindelbrück, Großrudestedt, Henschleben, Gebesee.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sömmerda.