Römhild: Schlossgeschichte, Museum und Keramikmarkt
Unterkünfte in Römhild
Römhild verbindet Stadtgeschichte, Sammlungen und Keramiktradition an konkreten Orten. Im Schloss Glücksburg erzählen Ausstellungen von Schloss und Stadt; die Friedhofskirche setzt mit ihrer Spätrenaissance-Ausstattung einen eigenen historischen Akzent. Für die Suche nach einer Ferienwohnung können Sie abwägen, ob Kulturorte im Ort oder Wege zu Zielen im näheren Umfeld Ihren Aufenthalt prägen sollen.
Schloss Glücksburg: Stadtgeschichte und Sammlungen
Im Römhilder Ortszentrum zeigt die Dauerausstellung im Museum Schloss Glücksburg die Geschichte des Schlosses und der Stadt sowie herausragende Persönlichkeiten. Eine Spielzeugausstellung umfasst Puppenhäuser, Puppenwagen, Kaufläden und Holzspielzeug aus Urgroßmutters Zeiten. So stehen neben der Stadt- und Schlossgeschichte auch Gegenstände des früheren Alltags im Blick.
Zu den besonderen Beständen gehört die Spezialsammlung der griechischen Familie Mavrogordato. Sie umfasst Stücke der römischen und griechischen Antike ebenso wie Künstler- und Charakterpuppen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Hönn’sche Sammlung führt zu Handwerk und Landwirtschaft der Region: Ihre Werkzeuge veranschaulichen besonders die Geschichte des Töpferhandwerks in Römhild. Die Themen reichen damit von antiken Objekten und Puppen bis zur regionalen Arbeits- und Handwerksgeschichte.
Friedhofskirche: Spätrenaissance und Gedenken
Die Friedhofskirche in Römhild wurde von 1708 bis 1712 im Auftrag Herzog Heinrichs errichtet. Der Baumeister Christian Richter verwendete dafür überwiegend Material des abgetragenen Lustschlosses „Merzelbach“. Das Äußere der Kirche ist schlicht, während das Innere im Stil der maßvollen Spätrenaissance gestaltet ist.
Im Inneren befindet sich ein von Hofmaler Dupree gemaltes Altarbild: Es zeigt Herzog Heinrich und seine Gemahlin kniend vor dem Gekreuzigten. Hinzu kommen hölzerne Gedenktafeln und beschriftete Grabplatten aus Sandstein und Guss. Der Unterschied zwischen der zurückhaltenden Außengestaltung und den ausgestalteten Innenräumen gibt dem Kirchenbesuch einen eigenen architektonischen und historischen Schwerpunkt.
Waldbad und Wege in der Umgebung
Das Waldbad Römhild liegt etwa 2 km von Römhild entfernt und wurde 1936 eingeweiht. Es ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad über zahlreiche Rad- und Wanderwege erreichbar. Ein Besuch lässt sich mit Wanderungen zum Großen und Kleinen Gleichberg, nach Dingsleben oder Gleichamberg verbinden. Auch Radtouren durch das Grabfeld, die Gleichberge und das Heldburger Unterland gehören zu den genannten Möglichkeiten. Prüfen Sie die Wegeführung und Verbindungen vor Ort, bevor Sie Ihre Tour planen.
Keramikmarkt und Museumsbesuch planen
Zum jährlichen Angebot des Museums Schloss Glücksburg gehören Konzerte, Lesungen, Vorträge, Kinoveranstaltungen, Sonderausstellungen und museumspädagogische Angebote; die einzelnen Veranstaltungen variieren. Der Thüringer Keramikmarkt Römhild findet jedes Jahr am dritten Augustwochenende in den Höfen von Schloss Glücksburg statt. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf den Markt ausrichten möchten, prüfen Sie vorab das jeweilige Veranstaltungsdatum.
Vom 1. April bis 31. Oktober ist das Museum dienstags bis donnerstags von 10 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr geöffnet; letzter Einlass ist um 15.30 Uhr. Sonntags gelten Öffnungszeiten von 13 bis 17 Uhr, mit letztem Einlass um 16.30 Uhr. In dieser Saison bleibt das Museum montags, freitags und samstags geschlossen. Vom 1. November bis 31. März ist ein Besuch nur nach Vereinbarung möglich. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch.
Weitere Eindrücke im Landkreis Hildburghausen
Auch auf Ebene des Landkreises Hildburghausen gibt es unterschiedliche Natur- und Kulturthemen. Zum Landkreis gehört ein geschlossenes Waldgebiet im Naturpark Thüringer Wald; außerdem wird er unter anderem durch das Biosphärenreservat Vessertal geprägt. In der Hutelandschaft Rodachaue eröffnet sich vom Dach des Beobachtungsstandes ein Panoramablick über die Wiesen. Konikpferde und Heckrinder tragen dort zu einer naturnahen Landschaftsentwicklung bei.
Der Mühlenwanderweg in der Gemeinde Straufhain ist etwa 7 km lang. Er führt durch ein Gebiet, in dem früher neun Korn- und Schneidmühlen betrieben wurden; Schautafeln informieren an den Altstandorten über die Anlagen. Eine andere kulturgeschichtliche Perspektive bietet das Deutsche Burgenmuseum auf der Veste Heldburg: Es zeigt die Geschichte und Kultur der Burgen in Europa vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Seine Dauerausstellung ist als Rundgang durch die gesamte Veste angelegt und veranschaulicht, wie sich der Burgenbau von Epoche zu Epoche verändert hat.
Weitere Reiseziele entdecken: Gießübel, Masserberg, Eisfeld, Erlau, Straufhain, Hildburghausen, Sankt Kilian, Fehrenbach.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hildburghausen-Suhl.