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Mülheim-Kärlich: Obstgärten, Wege und Geschichte

Unterkünfte in Mülheim-Kärlich

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Obstbäume, aussichtsreiche Wege und Spuren aus verschiedenen Jahrhunderten geben Mülheim-Kärlich einen eigenen Charakter. Sie können die Stadt über ihre Obstkultur kennenlernen, eine Wanderung mit Panoramablicken verbinden oder sich mit römischen Funden und der örtlichen Baugeschichte beschäftigen. Welche dieser Themen Sie besonders interessiert, kann auch bei der Wahl Ihrer Ferienwohnung den Ausschlag geben.

Blick auf die alte Gemeindehalle und das Gasthaus „Zum Kurfürsten“ in der Burgstraße von Mülheim-Kärlich Historische Ortsansicht von Mülheim-Kärlich mit alter Gemeindehalle und dem Gasthaus „Zum Kurfürsten“ in der Burgstraße. Foto: Lothar Spurzem via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 de

Obstlehrpfad und Kirschblütenwege

Am Hang des Rübenacher Berges erstreckt sich der Obstlehrpfad über rund 12.500 Quadratmeter. Mehr als 50 verschiedene Obstarten werden dort gezeigt. Der Weg erklärt die Eigenarten von Stein- und Kernobstbäumen und nennt dabei Pfirsiche, seltene Apfelsorten und Holunder. Auch die für Mülheim-Kärlich prägenden Kirschbäume gehören zu den vorgestellten Themen. So steht nicht nur eine einzelne Obstsorte im Mittelpunkt, sondern die Vielfalt der Obstkultur am Ort.

Andreas Anheier bietet Führungen über den Obstlehrpfad in unregelmäßigen Abständen an. Wenn Sie den Weg im Rahmen einer Führung kennenlernen möchten, erkundigen Sie sich lokal nach der aktuellen Möglichkeit. Am Startpunkt Dalfter im Stadtteil Kärlich befindet sich ein Wanderparkplatz.

Ein weiterer Zugang zur Obstlandschaft ist der MK3 Kirschblüten-Panoramaweg. Er beginnt am Nass-Spielplatz am Hoorweiher in Mülheim, führt am Lucasweiher und an der Lucas-Mühle vorbei und folgt dem Lützelbach. Anschließend verläuft er über asphaltierte Wirtschaftswege durch Obst- und Holunderfelder zurück zum Ausgangspunkt. Der Streuobstwiesenweg bietet seinerseits Panoramaausblicke ins Rheintal und in die Vulkaneifel. Damit setzen die beiden Wege unterschiedliche Akzente: Beim MK3 bestimmen benannte Stationen, Bachlauf und Felder den Verlauf; beim Streuobstwiesenweg stehen die Ausblicke im Vordergrund.

Der MK5 Kärlicher Bergweg führt von der Anhöhe durch Obstwiesen zum südlichen Ortsrand von Kärlich. Über einen asphaltierten Wirtschaftsweg geht es am Sonnenhof vorbei und durch Obstbaumanlagen westlich zurück zum Kärlicher Berg. Wer sich für die Rohstoffgewinnung interessiert, findet ein eigenes Thema auf dem Kiesrundweg: Er vermittelt Einblicke in die Gewinnung zwischen Mülheim-Kärlich und Urmitz.

Kärlicher Berg: Spaziergang und frühe Geschichte

Der Kärlicher Berg liegt im Süden von Mülheim-Kärlich auf 202 Metern über NN und eignet sich für einen ausgedehnten Spaziergang. Der Bereich zählt zu den bedeutendsten westeuropäischen Fundplätzen eiszeitlicher Tierreste und Artefakte des Homo erectus. Dieser soll hier vor mehr als 600.000 Jahren gelebt haben. Vor dem Bergheiligenhäuschen informieren Schautafeln über erdgeschichtliche Entwicklungen, archäologische Funde und die wirtschaftliche Nutzung des Tons. Landschaft und Tafeln eröffnen damit verschiedene Zugänge zum selben Gebiet: über den Weg durch die Obstwiesen und über die Geschichte, die sich dort erschließt.

Museum, römische Villa und Kirchen

Das Stadtmuseum Mülheim-Kärlich wurde 1985 gegründet und ist seit 2003 gemeinsam mit einem Café in der ehemaligen Feuerwache untergebracht. Zu sehen sind eine vollständig eingerichtete Schulklasse und eine Schusterwerkstatt aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Besuch verbindet damit die Geschichte des Museumsstandorts mit zwei anschaulichen Einblicken in frühere Alltagswelten.

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Die römische Villa rustica war im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. als Landgut bewirtschaftet und wurde 1983 beim Bimsabbau aufgedeckt. Ihre restaurierten Mauerreste liegen im südlichen Stadtgebiet, sind bis zu 80 Zentimeter hoch und messen 70 mal 35 Meter. Außerdem ist dort eine antike Fußboden- und Wandheizung aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. zu besichtigen. Die Maße der Anlage und die erhaltene Heiztechnik geben dem römischen Fundplatz eine andere Dimension als die kleineren Alltagsobjekte im Stadtmuseum.

Auch die Kirchen setzen eigene architektonische Akzente. Maria Himmelfahrt in Mülheim ist eine dreischiffige neugotische Hallenkirche mit einem 60 Meter hohen Turm. Sie wurde aus vulkanischen Krotzen errichtet, die mit Tuffplatten verkleidet sind. Beim heutigen Kirchengebäude St. Mauritius in Kärlich reicht die Vorgeschichte am heutigen Standort weit zurück; die Kirche befand sich durchgehend dort. Eine weitere historische Spur ist das Jagdschloss, das Kurfürst Johann II. von Baden um 1480 errichten ließ und das 1635 im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde.

Ferienwohnung nach den eigenen Interessen wählen

Für die Wahl einer Ferienwohnung kann eine einfache Frage helfen: Soll Ihr Aufenthalt vor allem von Obstwegen und Spaziergängen geprägt sein, oder möchten Sie auch Museum, Kirchen und die römische Fundstelle in den Mittelpunkt stellen? Für Radtouren stehen in Mülheim-Kärlich 51 Kilometer Radwege zur Verfügung, darunter der Rhein-Radweg. Die Stadt liegt nördlich von Koblenz und in unmittelbarer Nähe zum Rhein-Radweg. Prüfen Sie die Angaben, bevor Sie eine konkrete Radtour planen. Welche Themen Sie miteinander verbinden möchten, bietet eine praktische Orientierung für die Suche nach einer passenden Unterkunft.

Im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz kommen weitere kulturhistorische Themen hinzu: Die Genovevaburg in Mayen wurde 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaut. Die Sayner Hütte ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.