Scheden: Quantz, Konzertkirche und Wanderwege
Unterkünfte in Scheden
Ein Denkmal für Johann Joachim Quantz, eine Kirche als Konzertort und zwei Wanderwege, die Scheden in ihren Verlauf aufnehmen: Der Ort verbindet konkrete Kulturspuren mit Möglichkeiten, draußen unterwegs zu sein. In der Nähe ergänzt die Kirchenruine Wetenborn den Blick um die Geschichte eines mittelalterlichen Dorfes. Für Ihre Reiseplanung ist der gewünschte Schwerpunkt eine gute Orientierung: Möchten Sie vor allem Schedens Kulturorte und Routen kennenlernen oder auch die eigenen Angebote des übergeordneten Reiseziels Göttingen einbeziehen?
Birthplace of Johann Joachim Quantz in Scheden
Foto: Barbara Arand via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Quantz und Musik in Scheden
Das Johann-Joachim-Quantz-Denkmal befindet sich in einer Denkmalnische unterhalb des Quantzplatzes in der Quantzstraße. Die Bronzeskulptur zeigt den Komponisten Johann Joachim Quantz; geschaffen hat sie der Bildhauer Georg Arfmann. Eingeweiht wurde das Denkmal 1991. So treffen an einem konkreten Ort der Name des Musikers, das Kunstwerk und seine Geschichte zusammen.
Auch die St.-Markus-Kirche verbindet mehrere musikalische Anknüpfungspunkte. In ihr befindet sich die Johann-Joachim-Quantz-Ausstellung, die am 5. Juni 2004 eröffnet wurde. Zugleich nutzt das GSO die Kirche regelmäßig als Konzertort; außerdem dient sie kleineren Konzertveranstaltungen des Posaunen- und Kirchenchors. Prüfen Sie die Konzerttermine, wenn Sie Ihren Besuch gezielt mit einer Veranstaltung verbinden möchten.
Zwei Routen und eine Kirchenruine
Der Europäische Fernwanderweg 6 verläuft über Tiefenbrunn, Scheden, Hann. Münden, Dahlenrode und Witzenhausen. Auch der Studentenpfad X13 führt über Tiefenbrunn, Scheden und Hann. Münden, danach über Spiekershausen. Die genannten Orte zeigen einen konkreten Unterschied der Routen: Beim E6 gehören Dahlenrode und Witzenhausen zum aufgeführten Verlauf, beim X13 Spiekershausen. Wer sich für Wandern interessiert, kann Scheden so im Zusammenhang zweier verschiedener Wegfolgen betrachten.
Östlich von Scheden, im näheren Umfeld, liegt die ausgegrabene und restaurierte Kirchenruine Wetenborn. Sie ist die Ruine der Kirche eines mittelalterlichen Dorfes, das um 1400 aufgegeben wurde. Von Scheden aus führt der Zugang zur Kirchenruine über den befestigten Wirtschaftsweg Apfelbaumallee und anschließend über einen Fußweg. Der Ort der Ruine und die Geschichte des aufgegebenen Dorfes machen diesen Abstecher zu einer anderen Art von Entdeckung als Denkmal, Ausstellung oder Konzert.
Göttingen: eigene Kultur- und Naturthemen
Im übergeordneten Reiseziel Göttingen stehen weitere Themen für die Reiseplanung bereit. Im Forum Wissen erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in laufende Forschung und Lehre. Die Basisausstellung „Räume des Wissens“ erstreckt sich über 1.400 Quadratmeter: Ihre zwölf Räume enthalten mehr als 1.400 Objekte aus den Sammlungen der Universität Göttingen und machen Prozesse der Wissensentstehung nachvollziehbar.
Das Städtische Museum Göttingen befindet sich seit 1897 im Hardenberger Hof, dem letzten erhaltenen Adelspalais der Stadt. Bis auf Weiteres wird dort die Präsentation „Stadt. Macht. Glaube. Göttingen im 16. Jahrhundert“ gezeigt; prüfen Sie den Ausstellungsstand vor Ihrer Reise. Das Museum bietet Gruppen und Schulklassen Führungen durch die Dauerausstellungen und die jeweiligen Sonderausstellungen an. Wenn Sie eine solche Führung erwägen, klären Sie die Buchungsmodalitäten vorab.
Auch die Bau- und Stadtgeschichte Göttingens lässt sich an unterschiedlichen Stationen ablesen: Das Alte Rathaus wurde 1270 errichtet und diente als Zentrum für Rats- und Gerichtsversammlungen sowie für den Handel. Die Gänseliesel ist seit 1901 das Wahrzeichen der Stadt. Die Aula der Georg-August-Universität ist ein zentrales Gebäude und ein Beispiel neoklassizistischer Architektur; in ihr befindet sich der historische Universitätskarzer. Das Große Haus des Deutschen Theaters bietet im Parkett und auf drei Rängen 488 Sitzplätze und gilt als architektonisches Juwel Göttingens.
Wer den Aufenthalt auch mit Grün und Bewegung verbinden möchte, findet in Göttingen andere Akzente. Der Alte Botanische Garten wurde 1736 als „hortus medicus“, also als medizinischer Garten, gegründet. Dort können Besucherinnen und Besucher historische Gewächshäuser, tropische Vegetation im Regenwaldhaus und das Alpinum erkunden. Im Stadtwald auf dem Hainberg sind Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren möglich. Am Wildgehege am Kehr leben Wildschweine und Damwild; ein drei Kilometer langer Rundweg führt um das Gehege.
Den passenden Schwerpunkt wählen
Für die Wahl Ihrer Ferienwohnung lohnt es sich, zuerst die gewünschten Erlebnisse zu ordnen: In Scheden stehen das Quantz-Denkmal, die Konzertkirche und die beiden benannten Routen im Vordergrund; Wetenborn ergänzt das Angebot im näheren Umfeld. Göttingen bringt eigene Museums-, Stadt- und Naturthemen ein.
Weitere Reiseziele entdecken: Gleichen, Bovenden, Rosdorf, Duderstadt, Friedland, Obernfeld, Dransfeld, Nienhagen.
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