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Jürgenstorf: Kirche, Gutshof und Museen

Unterkünfte in Jürgenstorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Jürgenstorf zeigt seine Geschichte an der Kirche, an den Gebäuden der früheren Gutsanlage und in seinen Museen. Die Filialkirche wurde im Jahr 1700 neu erbaut; im Westturm sind zugleich Teile eines gotischen Vorgängerbaus aus der Zeit um 1400 erhalten. Am selben Kirchenbau treffen so zwei unterscheidbare Zeitschichten aufeinander. Das Gebäude ist ein rechteckiger Fachwerkbau mit Westturm und Pultdach. Wer sich für Bauformen interessiert, kann die Gestalt der Kirche und die älteren Bauteile im Turm als unterschiedliche Aspekte ihrer Geschichte betrachten.

File:Juergenstorf-dorfkirche.jpg File:Juergenstorf-dorfkirche.jpg Foto: Peter Schmelzle via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Kirche und Ausstattung

Auch die Ausstattung setzt eigene Akzente. Das Altarretabel zeigt die Kreuzigung Jesu; auf den beiden Flügeln sind die Apostel dargestellt. Eine Kanzel aus dem frühen 18. Jahrhundert zeigt die vier Evangelisten. Die ehemalige Patronatsloge im Inneren wird heute als Winterkirche genutzt. Im Glockenturm befinden sich zwei mittelalterliche Glocken, die über eine separate Treppe erreichbar sind. Damit gehören sowohl Bildmotive und Kanzel als auch die Glocken zur Geschichte der Kirche.

Führungen durch die Kirche sind nach vorheriger telefonischer Vereinbarung möglich. Wenn Sie sich besonders für Kirchenbau und Ausstattung interessieren, lässt sich dieser Besuchsschwerpunkt so in Ihre Planung aufnehmen.

Gutsanlage und Technikmuseen

Von der ehemaligen Gutsanlage des Gutsdorfs Jürgenstorf sind zwei Torhäuser, das ehemalige Gutshaus und ein Stallgebäude erhalten. Die beiden Torhäuser stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und sind im ursprünglichen Zustand erhalten. In unmittelbarer Nachbarschaft der Gutsanlage lädt das Technikmuseum des Jürgenstorfer Oldtimer-Vereins zu einem Besuch ein. Hier stehen die erhaltenen Gebäude der früheren Gutsanlage und ein Technikmuseum als unterschiedliche Themen im Blick.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Zweiradmuseum M-V in Jürgenstorf. Es zeigt 110 Zweiräder verschiedener Arten, die von der Nachkriegszeit bis zum Ende der DDR produziert wurden. Der zeitliche Rahmen der Sammlung reicht damit von der Nachkriegszeit bis zum Ende eines politischen und gesellschaftlichen Abschnitts, der die Geschichte der ausgestellten Fahrzeuge einordnet. Für die gemeinsame Reiseplanung können Sie die Themen gut unterscheiden: Kirchenbau und sakrale Kunst stehen neben Guts- und Technikgeschichte; das Zweiradmuseum setzt einen eigenen Schwerpunkt auf Fahrzeuge.

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Literarische Erinnerung und weitere Entdeckungen

Auch die Erinnerung an Fritz Reuters Figur „Unkel Bräsig“ ist in Jürgenstorf präsent. Auf dem Friedhof befindet sich das Grab des Gutsinspektors Johann Friedrich Schecker (1775–1848), der als literarisches Vorbild für die Figur gilt. Eine Skulptur des Bildhauers Günter Kaden auf dem „Entspektor-Bräsig-Platz“ erinnert an Inspektor Bräsig und sein leibhaftiges Vorbild. Grab und Skulptur setzen dabei unterschiedliche Akzente: Hier ist Schecker als Person benannt, dort wird die Verbindung zwischen literarischer Figur und Vorbild aufgegriffen.

In der zugehörigen Gemeinde bilden im Ortsteil Rottmannshagen die denkmalgeschützte Kapelle und der Friedhof am Ortsrand ein erlebbares Ensemble. So können Sie bei Ihrer Ortswahl abwägen, ob Sie vor allem Kirchenbau und Kunst, die Guts- und Literaturgeschichte oder das Zweiradmuseum in den Mittelpunkt stellen möchten. Wenn diese Themen den Ausschlag für Ihren Aufenthalt geben, können Sie gezielt nach einer Ferienwohnung in Jürgenstorf suchen.

Weitere Ortsseiten zum Entdecken: Ivenack, Kittendorf, Gülzow, Knorrendorf, Rosenow, Zettemin, Ritzerow, Grammentin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Stavenhagen.

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