Briggow: Angerdorf, Kirche und Gutshaus
Unterkünfte in Briggow
Briggow ist ein Angerdorf mit neugotischer Backsteinkirche und klassizistischem Gutshaus. Der Dorfanger, die markanten Gebäude und der Turmhügel Huzzlepurzle-Berg geben mehrere Anknüpfungspunkte für einen Blick in die Ortsgeschichte. Der Turmhügel liegt am westlichen Rand des ehemaligen Gutshofs; ein Steg führt über den Graben dorthin. Da sich die Zugangsbedingungen ändern können, prüfen Sie die Zugänglichkeit vor einem Besuch.
Das Gutshaus gehört zu den markanten lokalen Bezugspunkten Briggows.
Foto: Niteshift ( talk ) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Kirche, Gutshaus und ältere Geschichte
Die Backsteinkirche entstand 1866 auf den Grundmauern eines älteren Kirchenbaus. Karl Alexander von Oertzen ließ sie nach Plänen des Baurats Friedrich Wilhelm Buttel errichten. Ihre neugotische Gestaltung setzt einen anderen Akzent als das klassizistische Gutshaus und macht die Baugeschichte des Dorfes an zwei markanten Gebäuden greifbar.
Das Gutshaus erhielt um 1880 seine heutige Form. Zur denkmalgeschützten Gutsanlage zählen das Gutshaus mit den Hausnummern 44/46, Reste des Parks und ein Stall mit der Hausnummer 52. Neben dem Gutshaus stehen einige alte Bäume, die möglicherweise zur früheren Parkanlage gehörten. Eine kleine Burg wurde vermutlich spätestens im Dreißigjährigen Krieg zerstört und durch ein Gutshaus ersetzt; diese Abfolge bleibt eine historische Deutung.
Im ehemaligen Gutshaus Briggow finden öffentliche und private Veranstaltungen statt. Wenn Sie einen Termin in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, prüfen Sie die Veranstaltungstermine vorab.
Dorfstrukturen in der zugehörigen Gemeinde
Sülten ist einer von drei Ortsteilen der zugehörigen Gemeinde. Das Dorf wird als typisches Straßenangerdorf mit Dreiseithöfen beschrieben und besitzt eine neugotische Dorfkirche. Sülten-Hof, das ehemalige Gutsdorf, ist von Neubauerngehöften und einem neunachsigen Putzbau mit Krüppelwalmdach geprägt. Der Vergleich mit Briggow zeigt unterschiedliche Dorf- und Bauformen: Hier das Angerdorf mit klassizistischem Gutshaus, dort das Straßenangerdorf mit Dreiseithöfen und den Bauten des ehemaligen Gutsdorfs. So lassen sich mehrere Facetten ländlicher Architektur innerhalb der zugehörigen Gemeinde entdecken.
Naturerlebnisse in der Mecklenburgischen Seenplatte
Für einen größeren Reisehorizont bietet die Mecklenburgische Seenplatte eigene Naturthemen. Der Müritz-Nationalpark ist von Wäldern, Mooren, Seen und weiten Wiesen geprägt. Sein Wanderweg erschließt die Landschaft in neun Etappen: Er führt an Seen entlang, durch urwüchsige Wälder, an Binnendünen vorbei und zur Havelquelle. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer bieten dort lehrreiche Touren an, darunter Führungen im UNESCO-Welterbe-Buchenwald von Serrahn und Touren von der Wasserseite aus.
Eine andere Naturerfahrung bietet das Wisentreservat Damerower Werder. Es liegt auf einer Halbinsel im Kölpinsee, in der Mecklenburgischen Seenplatte und im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide; Besucher können dort Wisente beobachten. Zum Reservat gehört außerdem ein Walderlebnispfad mit Klettermöglichkeiten, einem Ameisenhaus, einer Ausstellung mit Fühl- und Sichttafeln sowie einem Dendrophon. Damit stehen in der Mecklenburgischen Seenplatte Etappenwandern und geführte Touren im Müritz-Nationalpark neben Tierbeobachtung und Naturerkundung im Wisentreservat als unterschiedliche Reiseinteressen.
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