Kaisheim entdecken: Jakobswege und Klostergeschichte
Unterkünfte in Kaisheim
In Kaisheim treffen zwei Jakobswege aufeinander. Im Klostergebäude ist der Kaisersaal der größte und am prächtigsten ausgestattete Raum. Die Dauerausstellung „Hinter Gittern“ widmet sich der Entwicklung des bayerischen Strafvollzugssystems seit dem 19. Jahrhundert. Pilgerwege, Klosterarchitektur und Strafvollzugsgeschichte eröffnen damit unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte.
Aerial image of the Kaisheim Abbey (view from the southeast)
Foto: Carsten Steger via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Zwei Jakobswege treffen in Kaisheim zusammen
Der Fränkische Jakobus-Pilgerweg kommt aus nördlicher Richtung über Nürnberg, Oettingen, Harburg und den Karab. Der Ostbayerische Jakobsweg führt von Regensburg über Eichstätt. Beide Routen treffen in Kaisheim zusammen. Ihre unterschiedlichen Annäherungen machen den Ort zu einem klar benennbaren gemeinsamen Punkt für Reisende, die sich für Jakobswege interessieren: Die eine Wegbeschreibung führt über die genannten Orte aus nördlicher Richtung, die andere von Regensburg über Eichstätt.
Klosterarchitektur und „Hinter Gittern“
Der Kaisersaal ist eineinhalb Geschosse hoch. Er ist der größte und am prächtigsten ausgestattete Raum des Klostergebäudes. Die Säle der Bibliothek und des Sommerrefektoriums sind nur noch rudimentär erhalten. So stehen ein besonders großer, reich ausgestatteter Raum und weitere Säle mit nur noch rudimentärem Bestand als unterschiedliche Aspekte der Klosterarchitektur nebeneinander.
Die Dauerausstellung „Hinter Gittern“ zeigt, wie sich das bayerische Strafvollzugssystem seit dem 19. Jahrhundert verändert hat. Sie nutzt vier Räume im Kaisersaalflügel. Inhaltlich geht es um den Gefängnisalltag, die Entwicklung und Organisation des Strafvollzugs, den Weg von der Aufnahme bis zur Entlassung sowie die Schwierigkeiten bei der Wiedereingliederung in die Freiheit. Das Museum ist derzeit geschlossen; prüfen Sie vor einem Besuch, ob sich der Zugangsstatus geändert hat.
Geologie im übergeordneten Reiseziel Donau-Ries
Im übergeordneten Reiseziel Donau-Ries zählt der Geopark Ries mit dem durch einen Meteoriteneinschlag entstandenen Rieskrater zu den touristischen Attraktionen. Das RiesKraterMuseum zeigt Meteoriten, Fossilien und ein Stück echtes Mondgestein sowie Informationstafeln und Multimediaangebote. Es stellt den Einschlag dar, der das Nördlinger Ries schuf, seine kosmischen Hintergründe und Auswirkungen bis heute. Die Ausstellung ist in einem aufwendig sanierten mittelalterlichen Scheunengebäude aus dem Jahr 1503 untergebracht.
Eine weitere Perspektive auf die Erdgeschichte bietet im übergeordneten Donau-Ries der Geopark-Lehrpfad Kühstein: Acht Ereignistafeln erläutern die Prozesse des Meteoriteneinschlags vor 14,5 Millionen Jahren. Vom Buchberg bietet sich ein Panorama auf das Ries sowie dessen inneren und äußeren Kraterrand. Museum, Lehrpfad und Aussichtspunkt setzen unterschiedliche Schwerpunkte – von Exponaten und Multimedia bis zur geologischen Erklärung und zum Blick auf die Kraterlandschaft.
Stadtgeschichte in Nördlingen
In Nördlingen ist die mittelalterliche Stadtmauer vollständig erhalten und komplett begehbar. Das Stadtmuseum behandelt das Leben und den Glauben der Menschen in Nördlingen, Veränderungen der Reformationszeit, den Dreißigjährigen Krieg und die Schlacht bei Nördlingen von 1634. Seine über 150 Jahre alte Sammlung erstreckt sich über vier Stockwerke. Ein Modell aus rund 6.000 Zinnfiguren veranschaulicht die Schlacht von 1634.
Wallfahrt und Kunst in Wemding
Die Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein in Wemding ist eine Rokokokirche, die wegen des anwachsenden Pilgerstroms zwischen 1748 und 1782 nach Plänen von Franz Joseph Roth entstand. Ihr Gnadenaltar ist als Brunnenaltar gestaltet und umfasst die wundertätige Muttergottes von Johann Joseph Mayr aus dem Jahr 1755. Der Altartisch mit Brunnenschale wurde 1953 von Ernst Steinacker geschaffen. Papst Johannes Paul II. erhob die Basilika 1998 zur Basilica minor; jährlich besuchen sie rund 150.000 Pilger.
Für die Suche nach einer Ferienwohnung können Sie zuerst den inhaltlichen Schwerpunkt Ihrer Reise festlegen: Kaisheims Jakobswege und Klostergeschichte oder zusätzlich Geologie und Geschichte im übergeordneten Donau-Ries. So beginnt die Auswahl bei den Themen, die Sie auf Ihrer Reise besonders interessieren.
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