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Donau-Ries: Kraterlandschaft und Geschichte

Unterkünfte in Donau-Ries

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ein gewaltiger Einschlag, eine vollständig erhaltene Stadtmauer und Museen mit ungewöhnlichen Exponaten: Donau-Ries verbindet die Geschichte einer besonderen Landschaft mit anschaulichen Entdeckungen vor Ort. Der Landkreis Donau-Ries zählt den Geopark Ries mit dem durch einen Meteoriteneinschlag entstandenen Rieskrater zu seinen touristischen Attraktionen. Für Ihre Ferienplanung lohnt es sich, vor allem jene Orte und Themen in den Blick zu nehmen, die Sie gemeinsam am meisten interessieren.

Stadtmauer von Nördlingen mit Wehrgang zwischen Reimlinger Tor und Deininger Tor Blick entlang des Wehrgangs der vollständig erhaltenen Stadtmauer von Nördlingen. Foto: Johannes Robalotoff via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Entstehung des Rieskraters verstehen

Vor 14,5 Millionen Jahren traf ein Asteroid auf die Erde und schuf den Krater des Nördlinger Ries. Das Becken hat einen Durchmesser von etwa 25 Kilometern; der Kraterrand ist bis zu 150 Meter hoch. Die Dimensionen geben einen ersten Eindruck davon, was die Landschaft prägt. Im RiesKraterMuseum werden der Einschlag, seine kosmischen Hintergründe und seine Auswirkungen bis heute behandelt. Meteoriten, Fossilien und ein Stück echtes Mondgestein gehören ebenso zu den Exponaten wie Informationstafeln und Multimediaangebote. Das Riesereignis wird dort außerdem anhand seiner planetologischen Wurzeln und irdischen Auswirkungen in einem aufwendig sanierten mittelalterlichen Scheunengebäude aus dem Jahr 1503 dargestellt.

Auch draußen können Sie sich der Entstehungsgeschichte widmen: Der Geopark-Lehrpfad Kühstein erläutert an acht Ereignistafeln die Prozesse des Einschlags. Vom Buchberg bietet sich ein Panorama auf das Ries sowie seinen inneren und äußeren Kraterrand. Die Geopark-Infostelle Wemding zeigt anhand mehrerer Schautafeln, von welchen Standorten Besucher die Kraterstruktur in der Landschaft besonders gut erkennen können. So stehen im eigenen Programm unterschiedliche Zugänge nebeneinander: Exponate und Erklärungen im Museum, Informationen an einem Lehrpfad und der Blick auf die Landschaft.

Stadtgeschichte und besondere Bauwerke

In Nördlingen lässt sich die mittelalterliche Stadtmauer vollständig begehen; sie ist komplett erhalten. Das Stadtmuseum ergänzt diesen Eindruck mit einer über 150 Jahre alten Sammlung auf vier Stockwerken. Seine Themen reichen vom Leben und Glauben der Menschen in Nördlingen über die Veränderungen der Reformationszeit bis zum Dreißigjährigen Krieg und zur Schlacht bei Nördlingen von 1634. Ein Modell mit rund 6.000 Zinnfiguren veranschaulicht die Schlacht. Wer sich für Stadtgeschichte interessiert, findet hier mehrere historische Perspektiven, während die begehbare Mauer eine andere Form der Auseinandersetzung mit dem mittelalterlichen Ort bietet.

Ein Rundgang über Schloss Harburg vermittelt fast 900 Jahre Geschichte. Dazu gehören die barocke Schlosskirche, Schießscharten, Gefängniszellen, Tore und Türme. Religiöse Kunst und Architektur stehen bei der Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein im Mittelpunkt: Die Rokokokirche entstand zwischen 1748 und 1782 nach Plänen von Franz Joseph Roth, als der Pilgerstrom anwuchs. Ihr Gnadenaltar ist als Brunnenaltar gestaltet und beherbergt die wundertätige Muttergottes von Johann Joseph Mayr aus dem Jahr 1755. Der Altartisch mit Brunnenschale wurde 1953 von Ernst Steinacker geschaffen. 1998 erhob Papst Johannes Paul II. die Basilika zur Basilica minor; rund 150.000 Pilger besuchen sie jedes Jahr.

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Orte für unterschiedliche Interessen

In Donauwörth können Führungen zum Thema Fugger auf Anfrage über die städtische Tourist-Information vermittelt werden. Das Fuggerhaus war das ehemalige Wohnhaus des kaiserlichen Pflegers Anton Fugger und beherbergt heute im ersten Stock eine Dauerausstellung zur Geschichte des Hauses. In Wemding beginnt der Sagenweg am Johannisweiher. Insgesamt informieren dort elf wissenschaftlich erarbeitete Ereignistafeln über Geologie, Geschichte und Geschichten. Diese Beispiele geben unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Urlaubsplanung: Sie können den Schwerpunkt auf Kraterlandschaft, Stadtgeschichte, Architektur oder thematische Führungen legen, statt alle Interessen in einen einzigen Besuchstag zu packen.

Für den Ries-Panoramaweg ist eine größere Zeitplanung gefragt: Der Rundweg ist 128 Kilometer lang und in sieben Tagesetappen von jeweils höchstens 21 Kilometern beschrieben. Wenn Sie eher einzelne Themenstationen als eine mehrtägige Wanderung suchen, bieten sich die genannten Museen, der Lehrpfad und der Sagenweg als jeweils eigene Besuchsideen an.

Orte für Ihre weitere Suche

Für die Orientierung nach einzelnen Orten können Sie auch Wemding, Oettingen In Bayern, Nördlingen, Ehingen Am Ries, Donauwörth, Rain, Marxheim, Mertingen, Wallerstein, Asbach-Bäumenheim, Oberndorf Am Lech, Ries, Monheim, Tapfheim, Fremdingen, Kaisheim und Harburg näher betrachten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bayern.

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