Goldkronach: Bergbau und Erdgeschichte entdecken
Unterkünfte in Goldkronach
Bergbaugeschichte und Erdgeschichte in Goldkronach
Goldkronach verbindet die Geschichte des Bergbaus mit anschaulichen Einblicken in die Geologie. Wer den Ort erkundet, begegnet alten Bergbauspuren ebenso wie Wegen und Stationen, die Erdgeschichte vermitteln. Das gibt Ihrer Reise einen besonderen Schwerpunkt: Sie können sich mit der Suche nach Gold, dem historischen Bergbaugebiet und den geologischen Entwicklungen der Region beschäftigen.
Auf den Spuren des historischen Bergbaus
Der Humboldtweg führt durch das Zentrum des historischen Bergbaugebiets von Goldkronach. Der gut ausgeschilderte historische Alexander-von-Humboldt-Lehrpfad beginnt ebenfalls in Goldkronach und führt an 40 Bergbaustationen vorbei. Zu ihnen zählen verfallene Schächte, Stollenmundlöcher und Halden. Die Stationen machen unterschiedliche Spuren des Bergbaus zum Thema des Weges. So können Sie beim Unterwegssein gezielt auf die Zeugnisse der Bergbaugeschichte achten, statt den Ort nur als Kulisse zu erleben.
Auch die historischen Felsenkeller sind kulturhistorisch interessant und eröffnen besondere geologische Einblicke in die Erdgeschichte Goldkronachs. Im Goldbergbaumuseum widmet sich eine Station der frühen Goldgewinnung, dem sogenannten Seifen. Noch vor dem Beginn des Goldbergbaus im frühen 14. Jahrhundert wurde Seifengold im Zoppatenbach beim späteren Brandholz sowie in den Bächen des Weißmaintals gewonnen. Damit lässt sich die frühe Suche nach Gold zeitlich von der späteren Bergbaugeschichte unterscheiden.
Geologie anschaulich erkunden
Der geologische Lehrpfad im Museumsgarten des Goldbergbaumuseums Goldkronach beginnt an der Fränkischen Linie und endet bei den Sandsteinen hinter dem Infopavillon. Er vermittelt mehr als 400 Millionen Jahre Erdgeschichte. Im Museum wird die Bedeutung der Fränkischen Linie im Raum 3 Geologie erklärt; auf einem Steinaltar ist die geologische Entwicklungsgeschichte sichtbar. Lehrpfad und Museum setzen dabei unterschiedliche Akzente: draußen führt der Weg von der Fränkischen Linie zu den Sandsteinen, drinnen steht die geologische Entwicklung im Mittelpunkt.
Im gesamten Gebiet der Stadt Goldkronach befinden sich 15 Geo-Punkte an interessanten Orten. Bild- und Texttafeln informieren dort über die jeweiligen Punkte. Das ergänzt die geologischen Einblicke im Museumsgarten um weitere Stationen im Stadtgebiet. Wer sich besonders für Erdgeschichte interessiert, kann so zwischen den Erklärungen im Museum und den Informationen an den Geo-Punkten wählen.
Besucherbergwerke und saisonale Angebote
Der Schmutzler-Stollen wurde 1981 restauriert und ist seit 1985 auf einer Länge von 35 Metern für Besucher begehbar. Davon zu unterscheiden sind die Öffnungszeiten der Besucherbergwerke: Die Schmutzlerzeche und das Besucherbergwerk Mittlerer Name Gottes haben sonntags und an Feiertagen geöffnet, ausgenommen Mariä Himmelfahrt. Die Saison reicht jeweils von Mai bis Mitte Oktober; geöffnet ist von 11:00 bis 17:00 Uhr. Bei der Schmutzlerzeche ist die letzte Führung um 16:00 Uhr vorgesehen, bei Mittlerer Name Gottes um 15:00 Uhr. Wenn Sie einen Besuch planen, beachten Sie daher den unterschiedlichen Zeitpunkt der letzten Führung.
Am Infohaus wird im Zeitraum von Mai bis Mitte Oktober sonntags und an Feiertagen, ebenfalls ausgenommen Mariä Himmelfahrt, von 11:00 bis 17:00 Uhr eine Goldwascheinweisung angeboten. Dieses Angebot greift das Thema Goldgewinnung auf praktische Weise auf und ergänzt die historischen und geologischen Einblicke um eine weitere Facette des Goldkronacher Besuchs.
Weitere Orte entdecken
Wenn Sie neben Goldkronach weitere Orte in Betracht ziehen, finden Sie hier auch Pegnitz, Ahorntal, Bayreuth, Mistelgau, Bischofsgrün, Waischenfeld, Heinersreuth und Gefrees.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bayreuth.