Pegnitz: Karstquelle, Aussicht und Stadtgeschichte
Unterkünfte in Pegnitz
Pegnitz verbindet einen langgestreckten Straßenmarkt mit auffälligen Karstformen und Aussichtspunkten. Mitten auf dem Straßenmarkt steht das Historische Rathaus, und hinter der ehemaligen Zaußenmühle entspringt die Pegnitz an einer typischen Karstquelle. So können Sie bei Ihrer Reise zwischen Stadtgeschichte, Spaziergängen und Naturphänomenen unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Karstlandschaft und Ausblicke
Der 544 Meter hohe Schloßberg ist ein Wahrzeichen von Pegnitz. Der Turm dort ist über 97 Stufen erreichbar; von oben reicht der Rundblick über Pegnitz und die Umgebung. Die Stufenanzahl ist ein konkreter Anhaltspunkt, wenn Sie diesen Aussichtspunkt in Ihre Tagesplanung aufnehmen möchten. Ein weiterer Aussichtspunkt ist der Kleine Kulm: Er ist 626 Meter hoch und zählt zu den höchsten Erhebungen der Fränkischen Schweiz. Von dort reicht der Ausblick über den Frankenwald, das Fichtelgebirge und die Fränkische Schweiz.
Auch das Wasser zeigt die besonderen Formen des Karsts. Am Wasserberg „Karstwunder“ verliert der Mühlbach am Nordhang einen Teil seines Wassers in Kalkklüften und einer Ponorhöhle. An der Pegnitzquelle lässt sich ein anderes Karstphänomen kennenlernen: Sie liegt hinter der ehemaligen Zaußenmühle. Die Mühle selbst wurde um 1450 von Hans Zauß errichtet und 1710 nach jahrzehntelangem Ruin von Hans Dennerlein wiederaufgebaut.
Zu Fuß unterwegs
Der Stadtspaziergang beginnt und endet am Alten Rathaus in der Hauptstraße 45. Er ist etwa 3,5 beziehungsweise 5,7 Kilometer lang. Wenn Sie Ihre Tagesplanung an einer konkreten Streckenlänge ausrichten möchten, können Sie diese beiden Angaben berücksichtigen; eine Gehzeit oder Beschaffenheit der Wege ergibt sich daraus nicht. Der Leo-Jobst-Weg beginnt und endet an der Pegnitzquelle hinter der Zaußenmühle, Bayreuther Straße 3 / Forchheim. Damit haben Sie zwei benannte Spaziergänge mit unterschiedlichen Ausgangspunkten und verfügbaren Längenangaben.
Für Familien, die mit Kinderwagen planen, ist eine Einschränkung wichtig: Der WaldTIERlehrpfad ist nicht für Kinderwagen geeignet. Beziehen Sie das in Ihre Auswahl der Aktivitäten ein, statt den Lehrpfad als Ausflug für jede Art von Mobilität vorauszusetzen.
Stadtgeschichte und Kultur
Das Historische Rathaus wurde um 1347 errichtet und steht mitten auf dem langgestreckten Straßenmarkt. An der St.-Bartholomäuskirche lässt sich die Baugeschichte des Standorts ablesen: Sie ist der dritte Kirchenbau an dieser Stelle; die heutige Kirche wurde 1900 eingeweiht. Die Marienkirche entstand 1927 für eine auf etwa 600 Katholiken angewachsene Diaspora-Gemeinde. Um 1939 erhielt sie durch die barocke Ausstattung aus der Dornbacher Kirche ihr heutiges Gesicht.
Auch das Altenstädter Schloß gehört zum kulturellen Leben der Stadt. Es wurde umfassend saniert und umgebaut und wird für städtische Konzerte und Veranstaltungen genutzt. Zum Veranstaltungsangebot in Pegnitz gehören außerdem die Pegnitzer Sommerkonzerte. Wer sich für lokale Geschichte interessiert, kann auch das Felsdenkmal auf der Fischelhöhe einordnen: Es wurde 1973 an der Absturzstelle errichtet; eine Tafel hält die Namen aller verunglückten Soldaten fest. Der Stollenmund „Erwein“ befindet sich auf dem heutigen Bauhofgelände.
Orientierung für Ihre Reise
Pegnitz ist seit Juni 2021 in die regionale Freizeitbuslinie Schlösserlinie zwischen Bayreuth, Pegnitz, Pottenstein, Gößweinstein, Waischenfeld, Hollfeld und Kulmbach eingebunden. Für die Wahl Ihrer Ferienwohnung in Pegnitz können Sie zunächst überlegen, ob bei Ihrer Reise Stadtgeschichte, Spaziergänge oder Karstlandschaft und Aussicht im Vordergrund stehen sollen.
Für die weitere Ortsauswahl: Trockau, Schnabelwaid, Seybothenreuth, Betzenstein, Mehlmeisel, Weidenberg, Bad Berneck Im Fichtelgebirge und Heinersreuth.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bayreuth.