Altmühltal
Unterkünfte in Altmühltal
Tief eingeschnittene Täler, urzeitliche Felsriffe und Wacholderheiden geben dem Altmühltal seinen unverwechselbaren Charakter. Die Altmühl fließt durch diese Landschaft, die sich auf sehr unterschiedliche Weise erkunden lässt: auf langen Wander- und Radrouten, bei einer Bootwanderung oder mit Blick auf markante Felsen und Zeugnisse aus der Römerzeit. Welche Ferienwohnung zu Ihrer Reise passt, hängt daher auch davon ab, ob Sie vor allem draußen unterwegs sein oder Natur und Kultur verbinden möchten.
Unterwegs zu Fuß, mit dem Rad oder auf dem Wasser
Der Altmühltal-Panoramaweg führt auf 200 Kilometern entlang der Altmühl von Gunzenhausen nach Kelheim quer durch den Naturpark Altmühltal. Der Deutsche Wanderverband hat ihn als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert. Wer eine Reise mit dem Wandern verbindet, findet hier eine Route, deren Länge und Verlauf über mehrere Orte des Naturparks reichen. Das unterscheidet sie vom Altmühltal-Radweg, der auf rund 160 Kilometern ebenfalls von Gunzenhausen bis Kelheim führt und dem Fluss durch den Naturpark folgt.
Für Radfahrende gibt es im Naturpark Altmühltal von Frühjahr bis Herbst an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen Freizeitbusse beziehungsweise VGN-Freizeitlinien. Sie verfügen über Fahrradanhänger und transportieren Radfahrende samt Fahrrad zurück zum Ausgangspunkt. Wenn Sie eine Radtour in Ihre Reise einplanen, kann diese Rückfahrmöglichkeit bei der Gestaltung des Tages eine Rolle spielen; die Busse verkehren jedoch zu den genannten Zeiten.
Auch auf der Altmühl lässt sich die Landschaft auf längerer Strecke erleben: Die Bootwanderstrecke verläuft auf knapp 120 Kilometern zwischen Gunzenhausen und Dietfurt/Töging durch den Naturpark. Die gemächliche Fließgeschwindigkeit eignet sich für Anfänger und erfahrene Bootwanderer; der Fluss gilt als idealer Familienfluss. Damit steht neben Wandern und Radfahren eine weitere Reiseform zur Wahl, bei der das Unterwegssein auf dem Wasser im Mittelpunkt steht.
Felslandschaft und Urzeit entdecken
Ein markanter Anblick sind die „Zwölf Apostel“, mächtig aufragende Dolomitfelsen zwischen Solnhofen und Eßlingen. Sie sind für Bootsfahrer auf der Altmühl, Radler auf dem Altmühltal-Radweg und Wanderer auf Touren rund um Solnhofen sichtbar. Das Naturschutzgebiet bei den Felsen wurde 1984 mit einer Fläche von etwa 15,2 Hektar ausgewiesen. Auf dem Plattenkalk liegen weitläufige Halbtrockenrasen, die in lichte Wacholder-Kiefern-Wälder übergehen.
Eine andere Begegnung mit der Erdgeschichte bietet das Dinosaurier Museum Altmühltal: Dort führt ein etwa 1,5 Kilometer langer Waldweg durch 400 Millionen Jahre Erdgeschichte und vorbei an mehr als 70 lebensechten Nachbildungen von Dinosauriern und anderen Urzeittieren. Drei Steinbrüche im Naturpark laden außerdem zur Fossiliensuche ein. So können Sie zwischen einem Spaziergang durch die Felslandschaft, dem Museumsweg und der Suche nach Fossilien unterschiedliche Natur- und Urzeit-Themen für Ihren Aufenthalt auswählen.
Römisches Erbe und Barock
Der Obergermanisch-Raetische Limes, einst Grenze des Römischen Imperiums und heute UNESCO-Welterbe, verläuft mitten durch den Naturpark Altmühltal. Über Pfünz liegt das römische Kastell Castra Vetoniana. Dort sind die nördliche Toranlage, ein Eckturm und ein Teil der Wehrmauer wiederaufgebaut. Im Römer und Bajuwaren Museum Burg Kipfenberg ist seit Juli 2006 der regionale Infopoint Limes untergebracht; er informiert über die römischen Sehenswürdigkeiten des Welterbes im Naturpark.
Auch das Kloster Weltenburg verbindet Geschichte und Baukunst. Es wurde um das Jahr 600 gegründet und gilt damit als älteste klösterliche Niederlassung Bayerns. Am Eingang des Donaudurchbruchs liegt seine Abteikirche, die die Gebrüder Asam unter dem damaligen Abt Maurus Bächl in den Jahren 1716 bis 1739 erbauten und ausgestalteten. Sie zählt zu den Spitzenleistungen des europäischen Barocks. Wer sich für römische Geschichte interessiert, kann diese Stationen als eigene Entdeckungen neben den Naturerlebnissen betrachten; für Barockkunst bietet die Abteikirche einen anderen kulturellen Schwerpunkt.
Regionaler Geschmack
Zum regionalen Charakter gehört auch das „Altmühltaler Lamm“: Viele Gastwirte im Naturpark bieten Lammspezialitäten unter diesem Markennamen an. Wenn Sie bei Ihrer Reise neben Wandern, Wasser und Kultur auch regionale Küche in den Blick nehmen möchten, ergänzt diese Spezialität das Bild des Altmühltals um eine kulinarische Seite.
Weitere Reiseziele: Frankenwald, Neu-Ulm, Kulmbach, Amberg-Sulzbach, Bayrischer Wald, Erding, Niederbayern, Nürnberger Land.
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