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Holzkirch: Baugeschichte und Spuren der Vorzeit

Unterkünfte in Holzkirch

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Holzkirch verbindet eine bis ins 14. Jahrhundert zurückreichende Ortsgeschichte mit prägnanten Zeugnissen an St. Barbara und Spuren einer vorgeschichtlichen Wallanlage. An der Kirche lassen sich verschiedene Bauformen und Zeitangaben betrachten; im Bereich der Kletthalde führt der Blick weiter in die Landschaft. So bietet der Ort unterschiedliche Anknüpfungspunkte für alle, die sich für Geschichte, Architektur und Landschaft interessieren.

St.-Barbara-Kirche in Holzkirch im Alb-Donau-Kreis St.-Barbara-Kirche in Holzkirch. Foto: Buchbibliothek via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

St. Barbara: Bauphasen auf engem Raum

Der massive Westturm von St. Barbara hat Schießscharten. Seine unteren vier Geschosse sind romanisch, das Obergeschoss stammt von 1783. Geschosseinteilung, Schießscharten und das auf 1783 datierte Obergeschoss kennzeichnen den Westturm. Romanisch und 1783 benennen dabei verschiedene historische Einordnungen desselben Turms.

Auch das Kirchenschiff und der zweijochige, polygonale Chor sind spätgotisch. Eine Holzdecke im Kirchenschiff stammt aus der Zeit um 1486. Zweijochig beschreibt die Gliederung des Chors in zwei Joche, polygonal seine vieleckige Form. Damit vereint St. Barbara spätgotische Bauteile, eine Holzdecke aus dem späten 15. Jahrhundert und einen Turm mit romanischen unteren Geschossen und einem Obergeschoss von 1783. Wer die Bauteile gedanklich ordnet, kann die unterschiedlichen Merkmale einzeln betrachten, statt die Kirche auf eine einzige Bauzeit zu reduzieren.

Holzkirch wurde 1362 erstmals urkundlich erwähnt. 1385 kam der Ort in den Besitz der Freien Reichsstadt Ulm. Erste urkundliche Erwähnung und späterer Besitzwechsel sind zwei verschiedene Stationen der Ortsgeschichte. Zusammen mit den Bauphasen von St. Barbara geben sie mehrere zeitliche Bezugspunkte, von denen aus sich die Geschichte Holzkirchs betrachten lässt.

Spuren in der Landschaft

Die Gemarkung der Gemeinde Holzkirch grenzt im Süden an das Lonetal. In der Kletthalde im Nordwesten der Gemarkung sind Reste einer vorgeschichtlichen Wallanlage erkennbar. Dort verläuft ein halbkreisförmiger Steinwall an der Hangkante des Trutteltals, das ins Lonetal führt.

Für Reisende, die sich für historische Spuren interessieren, ergänzen sich damit zwei unterschiedliche Themen in Holzkirch: die Baugeschichte eines benannten Kirchengebäudes und die Reste einer vorgeschichtlichen Anlage in der Kletthalde.

Kultur und Natur im Alb-Donau-Kreis

Im übergeordneten Reiseziel Alb-Donau-Kreis eröffnen sich weitere kulturgeschichtliche Themen. Bei Schelklingen liegt der Hohle Fels, eine UNESCO-Welterbe-Höhle und Fundort der „Venus vom Hohle Fels“ sowie der „Geierknochenflöte“. Beide Funde sind etwa 42.500 Jahre alt. In Blaustein ist das Steinzeitdorf Ehrenstein eine jungsteinzeitliche Siedlung im Tal der Blau und Teil des transnationalen, seriellen UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“.

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Auch die Klöster des Alb-Donau-Kreises zeigen verschiedene historische Schwerpunkte. Das Kloster Blaubeuren wurde 1085 als Benediktinerkloster gegründet; heute besteht es hauptsächlich aus Gebäuden im gotischen Stil aus den Jahren 1466 bis 1510. Die ehemalige Prämonstratenserabtei Obermarchtal liegt ebenfalls im Alb-Donau-Kreis. Ihre Klosteranlage erhebt sich direkt über der Donau und erhielt ihre heutige Form zwischen 1686 und 1795. Die unterschiedlichen Gründungs- und Bauzeiten machen diese Ziele zu eigenständigen Stationen für Reisende, die sich für Kloster- und Baugeschichte interessieren.

Der Alb-Donau-Kreis ist Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Für aktive Tage stehen dort mehrere Arten von Routen zur Auswahl: Die 20 Rundwege „Eiszeitpfade“ sind sechs bis 14 Kilometer lang und eignen sich für Tageswanderungen. Ergänzend gibt es familienfreundliche „Eiszeitspuren“ mit Längen von einem bis sechs Kilometern sowie den Besinnungsweg für Mehrtagestouren. Bei den thematischen Radangeboten unterscheiden sich die Distanzen deutlich: Die Tour „Eiszeittäler“ ist 75 Kilometer lang, die „Berg Bier-Tour“ 115 Kilometer und der Radweg „Albtäler“ 186 Kilometer; Letzterer trägt eine Vier-Sterne-Auszeichnung. So lassen sich Wander- und Radtouren nach Länge und Tourenformat auseinanderhalten.

Den Aufenthalt passend ausrichten

Bei der Suche nach einer Ferienwohnung in Holzkirch können Sie zunächst überlegen, welcher Schwerpunkt Ihren Aufenthalt prägen soll: die Ortsgeschichte mit St. Barbara und den Spuren der Wallanlage oder ein weiter gefasstes Programm mit eigenständigen Zielen und Routen im Alb-Donau-Kreis. Die regionalen Angebote unterscheiden sich dabei nicht nur nach Thema, sondern auch nach Maßstab: von den kürzeren „Eiszeitspuren“ über Tageswanderungen auf den „Eiszeitpfaden“ bis zu Mehrtagestouren auf dem Besinnungsweg. Auch die genannten Radangebote reichen von 75 bis 186 Kilometern. Wenn Sie die passende Ferienwohnung auswählen, kann dieser gewünschte Mix aus Ortsgeschichte, regionaler Kultur und Aktivitäten Ihre Orientierung geben.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alb-Donau-Kreis.