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Griesingen: Radweg, Geschichte und Kirchenkunst

Unterkünfte in Griesingen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Griesingen ist für Reisende interessant, die eine Radreise mit Einblicken in ältere Geschichte und sakrale Kunst verbinden möchten. Der Donau-Radweg führt direkt am Ort vorbei; zugleich gehören eine keltische Grabanlage, ein römischer Gutshof und Kunstwerke in der katholischen Pfarrkirche Sankt Leodegar zu den besonderen Anknüpfungspunkten. So können Sie bei der Ortswahl abwägen, ob der Radweg, historische Themen oder Ihr Interesse an Kirchenkunst Ihre Reise prägen soll.

File:Griesingen, Luftbild - LABW - Staatsarchiv Sigmaringen N 1-96 T 1 Nr. 253.jpg File:Griesingen, Luftbild - LABW - Staatsarchiv Sigmaringen N 1-96 T 1 Nr. 253.jpg Foto: Merkler, Erich, Grosselfingen via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Griesingen am Donau-Radweg

Der Donau-Radweg führt direkt an Griesingen vorbei und ist zugleich Teil der EuroVelo-Route EV 6. Die beiden Bezeichnungen stehen nicht für zwei voneinander unabhängige lokale Strecken: Der Donau-Radweg ist hier zugleich Teil der EV 6. Wenn das Fahrrad den Schwerpunkt Ihrer Reise bildet, ist dieser Verlauf ein konkreter Anhaltspunkt für die Ortswahl. Griesingen kommt als Aufenthaltsort in Betracht, wenn Sie Ihren Urlaub am Donau-Radweg ausrichten möchten. Damit hat die Entscheidung für den Ort einen klaren Bezug zu einer benannten Radroute, während die Geschichte und die Kunst in Sankt Leodegar andere Interessen ansprechen.

Frühe Siedlungsspuren aus unterschiedlichen Epochen

Zu den frühen Siedlungsspuren in Griesingen gehören Zeugnisse aus verschiedenen Zeiten. Eine keltische Grabanlage wird der Spätbronzezeit zugeordnet und auf 1300 bis 800 v. Chr. datiert. Hinzu kommt ein römischer Gutshof mit Swimmingpool aus der Zeit um 100 n. Chr. Die Beispiele unterscheiden sich sowohl in ihrer historischen Einordnung als auch in ihrer Art: Hier eine Grabanlage, dort ein Gutshof, zu dessen Beschreibung ausdrücklich ein Swimmingpool gehört. Die Zeitangaben geben zwei deutlich unterscheidbare Bezugspunkte – ein Zeitfenster für die Spätbronzezeit und eine ungefähre Datierung in römischer Zeit. Wer sich für frühe Siedlungsgeschichte interessiert, findet so mehr als eine einzelne Epoche, an der sich das historische Interesse ausrichten kann.

Kirchenkunst in Sankt Leodegar

In der katholischen Pfarrkirche Sankt Leodegar befinden sich ein spätgotischer „Gnadenstuhl“ und eine spätgotische „Beweinungsgruppe“. An der Südwand des Kirchenschiffs ist außerdem der Bauernheilige Wendelin dargestellt; diese Darstellung ist auf etwa 1697 datiert. Die Hinweise verbinden also unterschiedliche Werke und eine konkrete Ortsangabe innerhalb der Kirche: Gnadenstuhl und Beweinungsgruppe sind als spätgotisch bezeichnet, während Wendelin an der Südwand dargestellt ist und eine eigene ungefähre Datierung trägt. Für Reisende mit Interesse an religiöser Kunst sind das verschiedene Aspekte, die sich bei der Beschäftigung mit Sankt Leodegar voneinander unterscheiden lassen.

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Einordnung im FFH-Gebiet

Griesingen gehört außerdem zum FFH-Gebiet „Donau zwischen Munderkingen und Ulm und nördliche Iller“ mit der Gebietsnummer 7625-311. Der Gebietsname benennt den räumlichen Zusammenhang, in den der Ort eingeordnet ist, und ergänzt die ortsbezogenen Themen Radfahren, frühe Geschichte und Kirchenkunst um einen weiteren Blickwinkel. Bei der Wahl eines Urlaubsortes können Sie überlegen, ob für Ihre Reise vor allem der direkte Bezug zum Donau-Radweg, die historischen Zeugnisse, die sakrale Kunst oder auch die Einordnung in dieses FFH-Gebiet ausschlaggebend ist.

Weitere Ortsseiten zur Orientierung: Lonsee, Asselfingen, Blaubeuren, Rammingen, Breitingen, Öpfingen, Schelklingen und Rottenacker.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Alb-Donau-Kreis.

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