Al-Muhafazah Ash-Shamaliyah: Tempel und Gräberfelder aus der Dilmun-Zeit
Unterkünfte in Al-Muhafazah Ash-Shamaliyah
Al-Muhafazah Ash-Shamaliyah liegt auf der nordwestlichen Seite der Hauptinsel von Bahrain. Tempel, Siedlungsreste und weitläufige Gräberfelder geben der Region ein besonderes archäologisches Profil. Wer sich für die Geschichte Bahrains interessiert, findet hier unterschiedliche Zeugnisse aus der Dilmun-Zeit und späteren Epochen – von Tempelanlagen bis zu Gräbern, die über lange Zeiträume genutzt wurden.
Dilmun-Siedlungen und Tempel
Bei der Tempelanlage von Diraz ist der südwestliche Rest einer ausgedehnten Dilmun-Siedlung erhalten. Dieser Rest umfasst etwa 700 Quadratmeter. Der Tempel von Diraz wurde wahrscheinlich im frühen 2. Jahrtausend v. Chr. errichtet. Die Verbindung von Tempel und Siedlungsresten macht Diraz zu einem eigenen Schwerpunkt für alle, die sich mit dem Leben und den religiösen Stätten der Dilmun-Zeit beschäftigen möchten.
Die Barbar Temples bieten eine andere historische Perspektive: Es handelt sich um drei aufeinanderfolgende Tempel, die in fünf Bauphasen errichtet wurden und aus dem 2. und 3. Jahrtausend v. Chr. stammen. Im Gebiet des Saar Heritage Park liegen eine frühdynastische Dilmun-Stadt, ein südlicher und ein nördlicher Gräberkomplex, ein spät-dilmunischer Tempel und einzelne Grabhügel. Diese verschiedenen Bestandteile stehen für unterschiedliche Formen der Besiedlung und Bestattung innerhalb der Region.
Grabhügel und Bestattungstraditionen
Das A´Ali West Burial Mound Field umfasst 723 Grabhügel. Sechs davon zeichnen sich durch äußere Ringmauern aus und gelten als Hinweise auf Bestattungen von Häuptlingen. Im A´Ali East Burial Mound Field kommt eine weitere Einordnung hinzu: Es ist Bestandteil der UNESCO-Welterbestätte „Dilmun Burial Mounds“. Wer sich für die Form und Anordnung von Gräberfeldern interessiert, kann diese Zeugnisse als eigenen Schwerpunkt neben den Tempelanlagen betrachten.
Das Madinat Hamad 1 Burial Mounds Field ist auch als Buri Burial Mound Field bekannt. Es bewahrt 754 Grabhügel, die auf den Zeitraum von 2050 bis 1700 v. Chr. datieren. Die genaue Zeitspanne gibt diesem Gräberfeld einen klaren historischen Bezug. Im näheren Umfeld der Grabhügel von A´Ali haben sich zudem Töpferwerkstätten entwickelt. Ihre Anlagen wurden um die Gräber herum integriert; teilweise werden Grabkammern als Brennöfen genutzt. Damit begegnen sich im Umfeld der Gräber auch Zeugnisse handwerklicher Nutzung.
Die Shakhura Tylos Necropolis steht unter dem Schutz der Bahrain Authority for Culture and Antiquities und umfasst 15 sichtbare Tylos-Grabhügel. Aus der Nekropole stammen Grabstelen und weitere Grabbeigaben, die im Bahrain National Museum aufbewahrt oder ausgestellt werden. Der nördliche Gräberkomplex von Al-Hajjar unterscheidet sich durch seltene, in den Fels gehauene Gräber. Sie wurden vom frühen Dilmun-Zeitalter über die hellenistischen und parthischen Perioden hinweg genutzt.
Weitere Facetten der Region
Ain Umm al-Sujur war früher eine der produktivsten artesischen Quellen Bahrains. Diese historische Bedeutung ergänzt das Bild einer Region, deren Altertümer neben Tempeln und Gräberfeldern auch mit Wasser und Landschaft verbunden sind. In Janabiya, Block 575, gibt es einen umweltpädagogischen Park mit umweltfreundlichem Gartenmobiliar. Er ist für verschiedene Bevölkerungs- und Besuchergruppen bestimmt, darunter Menschen mit besonderen Bedürfnissen. So stehen archäologische Themen und ein anders ausgerichteter Ort für Umweltbildung nebeneinander.
Den Schwerpunkt für die Reise wählen
Wenn Sie eine Ferienwohnung in Al-Muhafazah Ash-Shamaliyah suchen, können diese Interessen helfen, die Region als Reiseziel einzuordnen.
Als untergeordnetes Ziel können Sie außerdem Al-Budayyi entdecken.
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