Famagusta entdecken
Unterkünfte in Famagusta
Famagusta zeigt seine Geschichte in einer ummauerten Altstadt, deren Tore, Bastionen und Sakralbauten unterschiedliche Kapitel erzählen. Hier stehen große Strukturen wie die venezianischen Befestigungen neben einzelnen Details: einem seeseitigen Fallgatter, einem Minarett an einer südwestlichen Gebäudeecke oder den Resten eines Renaissancepalasts. Wer sich für historische Orte interessiert, kann den Blick zwischen solchen Bauformen und den Geschichten dahinter wechseln. Für Familien können die sichtbaren Unterschiede Gesprächsanlässe bieten: Wie unterscheiden sich Tor, Bastion und Wehrgang, und welche Geschichten verraten die religiösen Bauwerke über die Stadt?
Stadtmauern, Tore und Bastionen
Ein drei Kilometer langer Spaziergang verläuft entlang und durch die venezianischen Mauern, die die gesamte antike Stadt Famagusta umschließen. Besucher können ausgedehnte Abschnitte der Befestigungsanlagen begehen. Rundgänge entlang der Mauern beginnen häufig am südlichen Ende nahe der Rivettina Bastion. Treppen führen zur Mauerkrone; von dort können Besucher über Arsenal bis zum ursprünglichen Seetor Porta del Mare weitergehen. Diese Orientierungspunkte machen die Befestigung als zusammenhängendes Thema greifbar, ohne dass Sie sich auf einen einzelnen Bau beschränken müssen.
Porta del Mare war einer der beiden ursprünglichen Eingänge zur ummauerten Altstadt. Das eiserne Fallgatter aus venezianischer Zeit öffnet sich zur Meerseite der Stadtmauer. Eine andere Bastion lässt sich über ihren Standort einordnen: Die Martinengo Bastion, auch Tophane genannt, liegt in der nordwestlichen Ecke der ummauerten Altstadt. Im Arsenal Bastion befindet sich ein Grabmal mit den sterblichen Überresten eines Märtyrers. Dort ist auch das ethnografische und archäologische Canbulat Museum mit osmanischer Artillerie, Uniformen und antiken Gegenständen sowie venezianischer Keramik untergebracht.
Sakralbauten und wechselnde Baugeschichte
Mehrere Kirchen stehen für unterschiedliche religiöse Traditionen und Epochen. Ganchvor Sourp Asdvadzadzin ist eine armenisch-apostolische Kirche innerhalb der ummauerten Altstadt. Ihr Gebäude wurde 1346 von armenischen Flüchtlingen aus Kilikien errichtet. St. George of the Greeks diente im Mittelalter als Kathedrale der griechisch-orthodoxen Gemeinde. Ayia Zone ist eine von drei verbliebenen byzantinischen Kirchen im Südosten Famagustas. Die erhaltenen Reste des venezianischen Palasts in Famagusta gelten als seltenes Beispiel der Renaissancearchitektur auf Zypern.
Auch die Geschichte der ursprünglichen Kirche St. Peter und St. Paul lässt sich an konkreten Daten und Personen festmachen. Ihre Fundamente wurden während der Herrschaft Peter I. aus dem Haus Lusignan (1358–1369) gelegt. Der Kaufmann Simon Nostrano aus Famagusta finanzierte die Kirche mit einem Drittel des Gewinns aus einer einzelnen Reise nach Syrien. Bei einem anderen Bauwerk markiert der Name Sinan-Pascha-Moschee einen Wandel: Nachdem das Gebäude während der venezianischen Zeit nicht mehr genutzt worden war und die osmanische Bombardierung der Stadt 1571 überstanden hatte, benannten die Osmanen es so um. An der südwestlichen Ecke ergänzten sie ein Minarett.
Orientierung für Ihren Aufenthalt
Othello’s Castle verbindet eine datierte Baugeschichte mit einer konkreten Aussicht: Es wurde 2014 restauriert und am 3. Juli 2015 wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Treppen führen vom Innenhof zu den Wehrgängen; von dort sind der alte und der moderne Hafen zu sehen. Für Ihre Wahl einer Ferienwohnung können Sie überlegen, ob die Befestigungsanlagen und die Bauwerke der ummauerten Altstadt den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen. Ein klar benannter Orientierungspunkt im Stadtzentrum ist der Namik-Kemal-Platz: Der Haupteingang der Lala Mustafa Pasha Mosque liegt am westlichen Ende des Gebäudes, an der Ostseite des Platzes. Solche Bezugspunkte können Ihnen helfen, die Lage einer Unterkunft mit Ihrem eigenen Erkundungsplan abzugleichen.
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