Hung Yen entdecken: Tempel, Feste und Küche
Unterkünfte in Hung Yen
Hưng Yên eröffnet verschiedene Zugänge zu seiner Geschichte: Tempel und Pagoden, steinerne Zeugnisse früherer Gelehrsamkeit, wiederkehrende Feste und die Erinnerung an Phố Hiến als einstigen Handelshafen. Auch die Küche gehört zum Entdecken dazu. So können Sie Ihre Reise nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren – von Architektur und religiösen Traditionen bis zu Festtagen und regionalen Spezialitäten.
Tempel, See und die Geschichte von Phố Hiến
Der Đền Mẫu liegt an der Bãi-Sậy-Straße im Stadtbezirk Quang Trung. Vor dem Tempel befindet sich der Bán-Nguyệt-See; in der Ferne liegt der Deich am Roten Fluss. Zum Tempel gehört auch ein bemerkenswerter Baum: Đa, Sanh und Si sind miteinander verwachsen und werden auf mehr als 700 Jahre geschätzt. Der Überlieferung nach bilden die drei Bäume gemeinsam eine dreibeinige Struktur, die den Tempel überspannt. Natur, religiöser Ort und Landschaft kommen hier in einem Besuch zusammen.
Phố Hiến war einst ein berühmter Handelshafen. Händler aus mehr als zehn Ländern, darunter den Niederlanden, Japan, Spanien, Portugal und China, trieben dort Handel und brachten unterschiedliche architektonische und kulturelle Einflüsse zusammen. Das besonders geschützte nationale Kulturerbegebiet Phố Hiến umfasst 16 bedeutende Denkmäler. Diese Geschichte lässt sich beim Besuch der Bauwerke mitdenken, ohne Phố Hiến auf seine frühere Rolle als Hafen zu beschränken.
Stelen, Pagoden und gewachsene Traditionen
Im Văn Miếu Xích Đằng bewahren neun steinerne Stelen die Erinnerung an erfolgreiche Kandidaten der alten Provinz Sơn Nam: Acht Stelen wurden 1888 errichtet, eine weitere 1943. Zusammen verzeichnen sie 161 Kandidaten. Beim Frühlingsbesuch und im Rahmen der religiösen Besichtigung können Sie ältere Kalligrafen um Schriftkunst bitten und Ca trù, eine traditionelle Gesangskunst, erleben.
Auch die Pagoden zeigen unterschiedliche architektonische Akzente. Die Chùa Chuông ist für ihre historische Architektur und eine Sammlung markanter alter Statuen bekannt. In der Chùa Phố an der Trưng-Trắc-Straße fällt besonders die Thiêu-hương-Halle auf: Ihre Architektur ist deutlich von katholischen Kirchen geprägt, und ihr Dach ist als Gewölbe ausgeführt. Im Đền Mây reicht die Geschichte des Bauwerks von der Đinh-Zeit bis zur frühen Lê-Zeit; restauriert wurde es in der Nguyễn-Zeit. Der Tempel ist Phạm Bạch Hổ gewidmet, einem verdienten Heerführer und vietnamesischen Nationalhelden. Das Đền Kim Đằng ist dem General Đinh Điền und seiner Ehefrau Phan Thị Môi Nương gewidmet, das Đền Trần Hưng Đạo Đại Vương Trần Quốc Tuấn.
Auf dem Gelände der Chùa Hiến steht ein mehr als 300 Jahre alter Longanenbaum. Seine Sorte hat dickes Fruchtfleisch und besonders aromatische Früchte, die früher dem Kaiser dargebracht wurden. Der Baum verbindet damit eine landschaftliche Besonderheit mit einer kulinarischen Erinnerung.
Feste und regionale Küche
Im dritten Mondmonat bieten zwei jährlich wiederkehrende Feste unterschiedliche Anlässe, Hưng Yên kennenzulernen. Das Fest am Đền Mẫu findet vom 10. bis zum 13. Tag des Monats statt; dazu gehört unter anderem eine Wasserprozession vom Roten Fluss. Das Volkskulturfest von Phố Hiến beginnt bereits am sechsten Tag. Zum Programm gehören unter anderem Tauziehen, Drachen- und Winddrachensteigen sowie das Spiel Đi cầu Kiều. Traditionelle Zeremonien werden dabei vor Ort wiederhergestellt. Wenn Sie Ihre Reise auf eines der Feste ausrichten möchten, behalten Sie die unterschiedlichen Termine im Mondkalender im Blick.
Beim Volkskulturfest können Besucher Hưng-Yên-Spezialitäten wie Bún thang und Lotus-Tee mit Longanen probieren und ihre Zubereitung beobachten. Zu den kulinarischen Erlebnissen in Phố Hiến zählen außerdem Longanen, Bún thang mit Aal, Lotus-Tee sowie einfache Gerichte mit Flussfisch, Flussgarnelen oder Feldkrabben. Was angeboten wird, kann je nach Saison und Anbieter variieren.
Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie zunächst überlegen, ob Ihre Reise vor allem von Festtagen, Kulturstätten oder regionalem Essen geprägt sein soll. Ein geplanter Festbesuch richtet sich nach dem Mondkalender; die Bauwerke und kulinarischen Entdeckungen bieten weitere Themen für Ihre Reiseplanung.
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