Xiva und die ummauerte Altstadt Ichan Kala
Unterkünfte in Xiva
Xiva erschließt sich besonders durch die historische Architektur von Ichan Kala, der inneren Stadt. Ziegelmauern von etwa zehn Metern Höhe umgeben diesen Bereich. Zugleich erzählt Ichan Kala von einer Zeit, in der Karawanen hier ihren letzten Rastplatz hatten, bevor sie die Wüste in Richtung Iran durchquerten. Stadtbefestigung und Bauwerke machen den Ort für alle interessant, die Geschichte nicht nur an einzelnen Gebäuden, sondern als zusammenhängendes Stadtbild entdecken möchten.
Ichan Kala: Stadtmauer und Architektur
Ichan Kala gilt als zusammenhängendes, gut erhaltenes Beispiel zentralasiatischer muslimischer Architektur. Zu den prägenden Bauwerkstypen gehören Moscheen, Mausoleen, Medresen, Karawansereien und Märkte. Diese Vielfalt gibt der Altstadt ihren architektonischen Charakter: Religiöse Bauten, Erinnerungsorte und Gebäude aus dem früheren Handelsleben stehen als unterschiedliche Teile eines historischen Ensembles nebeneinander.
Ein markantes Detail bietet die Djuma-Moschee. Ihr überdachter Innenhof misst 55 mal 46 Meter. Zwei achteckige Laternen beleuchten ihn nur schwach; 212 Säulen schmücken den Hof. Die Maße vermitteln eine klare Vorstellung von seiner Ausdehnung, während Säulen und Licht die Wirkung des Innenraums prägen. Wer sich für Bauformen und deren Zusammenspiel interessiert, findet hier einen konkreten Gegenpol zu den hohen Mauern und Türmen der Stadt.
Moschee, Ark und Minarett
Die Festung Ko'hna Ark wurde Ende des 17. Jahrhunderts innerhalb von Ichan-Qal’a errichtet und war die Residenz der Khane von Xiva. Das Islam-Khoja-Minarett ist 56,6 Meter hoch und gilt als zweithöchstes Minarett Zentralasiens. Im Inneren führen 175 Stufen hinunter zu einer Hauptrundhalle mit Fenstern, von der aus sich ein Blick auf die Stadt bietet. So treffen in Xiva unterschiedliche architektonische Maßstäbe aufeinander: die befestigte Stadt, die Residenz und das hoch aufragende Minarett.
Auch Tore und kleinere Bauwerke erzählen ihre eigene Geschichte. Das Ata-Darvaza-Tor wurde 1804 bis 1806 aus gebrannten Ziegeln errichtet. 1975 ließ Meister Samandar Kalandarov das Tor in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild rekonstruieren, um die Sehenswürdigkeiten des Museumsreservats zu erhalten. Das Uch-Avliyo-Mausoleum entstand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts neben der Westmauer des Toshhovli-Palasts und wurde zu Ehren dreier Heiliger errichtet.
Mausoleen und lebendige Stadtgeschichte
Der Mausoleumskomplex um das Grab von Pahlavon Mahmud entstand zwischen 1664 und 1913 und gilt als wichtigste Pilgerstätte Xivas. Seine lange Entstehungszeit unterscheidet ihn von einem Bauwerk mit nur einer abgeschlossenen Bauphase. Zusammen mit dem Uch-Avliyo-Mausoleum eröffnet er einen Blick auf verschiedene Formen des Gedenkens innerhalb der historischen Stadt.
Eine weitere kulturelle Station ist das staatliche Puppentheater der Region Khorezm. Es wurde 1993 in einem historischen Gebäude aus den 1930er-Jahren in Ichan-Qal’a eröffnet. Das Theater verbindet damit eine jüngere Institutionengeschichte mit einem älteren baulichen Umfeld. Für die Reiseplanung lässt sich Xiva so nicht allein über die monumentalen Bauwerke erschließen: Auch Kulturinstitutionen und lokale Traditionen gehören zum Bild der Stadt.
Handwerk und Küche in Xiva
Lokale Handwerker stellen Holzarbeiten wie Schachfiguren, Spazierstöcke und geschnitzte Türen her. Die Beispiele zeigen unterschiedliche Formen der Holzgestaltung – vom kleinen Gegenstand bis zum architektonischen Detail. In der Küche werden Fischgerichte auf besondere lokale Art zubereitet. Shivit Osh, auch grüner Lagman genannt, wird mit Fleisch- und Gemüsesoße sowie Qatiq serviert. Diese kulinarischen und handwerklichen Themen ergänzen den Blick auf die Baugeschichte um weitere Seiten des lokalen Lebens.
Den passenden Schwerpunkt für Ihre Reise wählen
Wenn Sie eine Ferienwohnung in Xiva suchen, können Sie Ihre Reise danach ausrichten, was Sie besonders entdecken möchten: die Stadtmauer und das architektonische Ensemble, die Moschee und das Minarett, die Geschichte der Mausoleen oder Küche und Handwerk. Die beschriebenen Schwerpunkte liegen in der Stadt selbst und bieten unterschiedliche Zugänge zu Xiva, ohne dass Sie Ihre Reise auf eine einzige Sehenswürdigkeit reduzieren müssen. So lässt sich die Wahl der Unterkunft mit dem verbinden, was Sie während Ihres Aufenthalts in den Mittelpunkt stellen möchten.
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