Hajssyn: Erinnerungsorte, Architektur und Museen
Unterkünfte in Hajssyn
Hajssyn verbindet Erinnerungsorte, historische Häuser und Museen mit Themen aus der regionalen Volkskultur. Wer den Aufenthalt kulturell ausrichten möchte, findet hier verschiedene Zugänge: das Gedenken an ATO-Teilnehmer, Architektur aus der Wende zum 20. Jahrhundert und Ausstellungen zur Stadt- und Regionalgeschichte. So können Sie Ihre Entdeckungen nach den Themen auswählen, die Sie besonders interessieren.
Erinnerungsorte und Stadtgeschichte
Im Zentrum von Hajssyn wurden 2017 die Allee des Ruhms und der Park der Erinnerung und des Ruhms der ATO-Teilnehmer angelegt. Die beiden benannten Erinnerungsorte halten das Gedenken an die ATO-Teilnehmer im Stadtzentrum präsent. Einen anderen Gedenkbezug hat der Kultur- und Erholungspark, der den Namen Bohdan Chmelnyzkyj trägt: In einem Massengrab dort ruhen 350 gefallene Soldaten.
Auch das ATO-Museum gehört zu den Orten, die Hajssyns Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln erschließen. Am 16. Oktober 2024 lud es Einwohner der Gemeinde Hajssyn und Gäste der Stadt zu Überblicks- und Themenführungen ein. Die Einladung bezog sich auf diesen konkreten Termin und richtete sich an beide genannten Besuchergruppen.
Architektur mit unterschiedlichen Merkmalen
Das Herrenhaus des Holzhändlers Shpilberg ist ein Backsteinbau aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Ein dekorativer Fries und der verzierte Dachaufbau geben dem Gebäude markante architektonische Details. Das Herrenhaus des Rechtsanwalts Litvakovsky setzt einen anderen Akzent: Es ist ein Baudenkmal des frühen 20. Jahrhunderts im Jugendstil. Zusammen zeigen die beiden Häuser, wie unterschiedlich die Architektur dieser Zeit beschrieben werden kann – einmal über einzelne Fassadenmerkmale, einmal über Stil und Epoche.
Museen zwischen Alltagsgeschichte und Volkskultur
Das Heimatmuseum Hajssyn wurde 1995 von Veteranen des Verteidigungsministeriums der Ukraine als Museum eines Veteranenverbands gegründet. Es befindet sich im ehemaligen Haus des Direktors des Jungengymnasiums, einem Baudenkmal aus dem frühen 20. Jahrhundert. Seine Sammlung führt von Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg und Militärkleidung zu städtischen und ländlichen Alltagsgegenständen des 20. Jahrhunderts. Ikonen, Volkskeramik sowie ukrainische dekorative und angewandte Kunst erweitern diesen Blick auf Alltagsleben und Gestaltung.
Die Ausstellung greift weitere Themen auf: ukrainische Staatlichkeit, die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs in der Region Hajssyn, die Partisanenbewegung, die Natur der Region und die traditionelle Lebensweise ihrer Einwohner. Damit stehen politische und regionale Geschichte neben Natur- und Alltagsthemen. Die Ausstellung des Museumsguts von Hnat Tantsiura bietet einen anderen Schwerpunkt. Das Kultur- und Bildungszentrum widmet sich der Erforschung und Vermittlung mündlicher Volksüberlieferung, der Volkskunde und des Liedguts der Region Hajssyn. Seine Ausstellung umfasst mehr als 4.000 Museumsobjekte; Bestandszahlen können sich ändern.
Für die Auswahl Ihrer Ausflüge ist dieser Unterschied hilfreich: Das Heimatmuseum verbindet Geschichte, Alltagsgegenstände und Kunsthandwerk, während das Museumsgut von Hnat Tantsiura regionale Überlieferung und Liedgut in den Mittelpunkt stellt. Wenn Kinder mitreisen, können Sie gemeinsam überlegen, welche dieser Themen sie besonders neugierig machen. So erhält die Suche nach einer Ferienwohnung in Hajssyn einen konkreten Bezug zu Ihrem geplanten Aufenthalt: Entscheidend ist, ob Sie vor allem Gedenkgeschichte, Architektur oder regionale Kultur entdecken möchten.
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