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Schydatschiw entdecken

Unterkünfte in Schydatschiw

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Schydatschiw (Zhydachiv) lässt sich über prägnante Stationen seiner Kulturgeschichte kennenlernen: eine Ikone aus dem Jahr 1406, zwei Kirchen mit deutlich unterscheidbaren Baugeschichten und ein Museum, dessen Ausstellung von den frühesten Siedlungen bis in die Gegenwart reicht. Dazu kommen Zeugnisse der Stadtgeschichte und des jüdischen Erbes. Je nach Interesse rücken Kunst, Architektur, Archäologie oder Erinnerungskultur in den Vordergrund.

Kirchen, Ikone und Baukunst

In der Auferstehungskirche in Zhydachiv befindet sich die Zhydachiv-Oranta, eine 1406 gemalte Tempera-Ikone auf einer einzelnen Tafel. Ihr Entstehungsjahr liegt lange vor dem heutigen steinernen Kirchenbau: Dieser wurde am 29. September 1901 geweiht. Ikone und Bau verweisen damit auf deutlich verschiedene Zeiten. Wer sich für sakrale Kunst interessiert, findet in der Oranta ein klar umrissenes Werk; die Kirche selbst ergänzt diesen Blick um ihre eigene Baugeschichte.

Die steinerne Kirche Mariä Himmelfahrt wurde 1602 errichtet und verbindet gotische Merkmale mit Elementen der Renaissance. Ihr geschnitztes Eingangsportal ist seit 1612 erhalten; auch der Hauptaltar, der der Aufnahme Mariens gewidmet ist, wird auf 1612 datiert. Die Kirche liegt im Stadtzentrum nahe dem ehemaligen Marktplatz. So treten hier mehrere konkrete Aspekte nebeneinander: Baujahr, Stilmerkmale, Portal, Altar und die Lage an einem früheren städtischen Mittelpunkt.

Das Museum: von Udech bis zur Gegenwart

Das Museum der Zhydachiv-Region ist Teil des Museums-Reservats Hetman Ivan Vyhovskyi und der Nationalen Kunstgalerie Lwiw Borys Voznytskyi. Es wurde 2013 in einem ehemaligen Schulgebäude eröffnet. Inhaltlich widmet es sich der Geschichte und Kultur von Zhydachiv, das in Chroniken als Udech bekannt ist. Die ersten schriftlichen Erwähnungen von Udech datieren auf 1164. Die Ausstellung reicht von den frühesten Siedlungen im Gebiet aus der Zeit von 20.000 bis 15.000 v. Chr. bis zur Gegenwart. Damit begegnen Besucherinnen und Besuchern in der Darstellung sowohl weit zurückreichende Vorgeschichte als auch die überlieferte Stadtgeschichte.

Zu den gezeigten Beständen gehören archäologische Funde, Fragmente von Kosakenwaffen, Werkzeuge und Gegenstände aus Eisen, Kupfer und Stein. Eine Dauerausstellung trägt den Titel „Volksstickerei der Region Zhydachiv“ und zeigt Beispiele der Volkskunst aus den 1930er- bis 1950er-Jahren. In den Sälen zwei und drei steht die Geschichte der Region Zhydachiv vom 12. bis zum 16. Jahrhundert im Mittelpunkt. Gemälde, Repliken von Kosakenwaffen, Modelle alter Burgen, Diagramme und Kopien sakraler Kunst bieten dazu unterschiedliche Formen der Darstellung.

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Auch die archäologischen Funde eröffnen einen zeitlichen Vergleich: Die im Museum gezeigten Stücke aus dem ehemaligen Schloss Zhydachiv stammen aus dem 11. bis 14. Jahrhundert. Funde von den Hügeln Bazeivka und Zamkova Hora werden dem 14. bis 16. Jahrhundert zugeordnet. Die Befestigungen von Bazeivka und Zamok entstanden spätestens im 9. Jahrhundert und bildeten seitdem einen gemeinsamen frühmittelalterlichen Verteidigungskomplex der Stadt Zhydachiv. Diese Themen führen von frühen Befestigungsanlagen über archäologische Spuren bis zu späteren historischen Epochen, ohne dass sie dasselbe Kapitel der Stadtgeschichte abbilden.

Jüdisches Erbe und Stadtgeschichte

Ein weiterer Teil der lokalen Erinnerungsgeschichte ist der alte jüdische Friedhof in Zhydachiv. Dort befinden sich die als historische Denkmäler ausgewiesenen Gräber der Rabbiner Zvi und Isaak Eichenstein. Die ältesten Grabsteine auf dem Friedhof stammen aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Gräber und Grabsteine geben der Stadtgeschichte einen anderen Schwerpunkt als Kirchenbau und Museumssammlungen: Hier geht es um benannte Persönlichkeiten und die lange Geschichte eines Friedhofs.

Wenn Sie eine Ferienwohnung in Schydatschiw suchen, können Sie den kulturellen Schwerpunkt Ihrer Reise mitbedenken: Kirchen und Ikone stehen für Bau- und Kunstgeschichte, das Museum für regionale Geschichte und vielfältige Sammlungen, der Friedhof für jüdisches Erbe. Diese Themen bieten unterschiedliche Ausgangspunkte, um den Ort kennenzulernen und die eigene Urlaubsplanung daran auszurichten.

Weitere Reiseziele entdecken: Malekhiv, Drohobytsch, Derezhychi, Solonka, Skole, Lastivka, Strilky, Kamianka-Buska.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Lwiw.

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