Kirowohrad: Architektur, Museen und Frühlingsblüte
Unterkünfte in Kirowohrad
Kirowohrad lässt sich durch sehr unterschiedliche Themen entdecken: Architekturdenkmäler, Gedenkhäuser und Sammlungen erzählen von der Stadtgeschichte und ihren Kulturschaffenden. Im Frühling setzt die Blüte im Dendropark einen anderen Akzent. Für die Wahl Ihrer Ferienwohnung können Sie sich daran orientieren, ob Kultur, Park oder eine Mischung aus beidem den Schwerpunkt Ihrer Reise bilden soll.
Architektur und Gedenkhäuser
Das Gebäude des Kunst- und Gedenkmuseums Oleksandr Osmjorkin ist ein Architekturdenkmal. Der Architekt Jakiv Wassylowytsch Pauchenko (1866–1914) errichtete es 1899 nach seinem eigenen Entwurf. Er war der Onkel des Künstlers und wirkte am architektonischen Ensemble der historischen Innenstadt von Kropywnyzkyj mit. Das Museum wurde 1994 in dem Haus eröffnet, in dem Osmjorkin seine Kindheit und Jugend verbrachte. Die Gedenkhalle vermittelt sein Leben und Werk; zu sehen sind Gemälde und Grafiken, Fotografien, Dokumente und persönliche Gegenstände.
Auch die steinerne Kirche der Fürbitte der Heiligen Gottesmutter führt in die Baugeschichte: Sie entstand 1849 nach einem Entwurf Konstantin Thons an der Stelle einer früheren Holzkirche. Ihre klassizistische Gestaltung weist Barockelemente auf; im Inneren sind Fragmente von Wandmalereien aus der Mitte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erhalten.
Im Literatur- und Gedenkmuseum Iwan Karpenko-Kary steht ein weiteres Haus im Mittelpunkt. Der Schriftsteller lebte dort von 1872 bis 1883, insgesamt elf Jahre, und begann hier seine literarische Tätigkeit. Das Museum wurde 1995 zum 150. Geburtstag des Dramatikers und Schauspielers eröffnet. Sein Bestand umfasst etwa 16.000 Objekte, darunter Materialien zu mehr als 250 einheimischen Schriftstellern. Der Gartenbereich und der Innenhof gehören zum städtischen Tobilewytsch-Anwesen und dienen Besuchern jeden Alters als Erholungsraum. Dort finden unter anderem Konzerte, kreative Zusammenkünfte, literarische Picknicks und Quests statt.
Kunst, Musik und Stadtgeschichte
Die Galerie „Jelisawetgrad“ zeigt Ausstellungen ukrainischer Künstler und Fotokünstler sowie wechselnde Privatsammlungen. Eine stadtgeschichtliche Ausstellung widmet sich Jelisawetgrad und zeigt einen Teil der mehr als 2.000 gesammelten Artefakte. Für den Besuch lohnt sich ein Blick auf das aktuelle Ausstellungsangebot.
Im Kropyvnytskyi-Museum für Musikkultur namens K. Schymanowskyj geht es um die Musikkultur der Region und ukrainische Komponisten. Das Museum bietet dazu Führungen und Vorträge an. Das Zentralukrainische Regionalmuseum für Heimatkunde erschließt Geschichte, Kultur und Natur der Region von der Frühzeit bis zur Gegenwart. Eine andere Kunstform steht im Museum für die Geschichte der ukrainischen choreografischen Kunst im Mittelpunkt: Es behandelt den volkstümlichen Bühnentanz von seinen Ursprüngen bis heute. Regelmäßig finden dort Veranstaltungen und thematische Treffen mit Vertretern der choreografischen Kunst aus der Oblast Kirowohrad und anderen Regionen der Ukraine statt.
Weitere Einblicke geben die Ausstellung des Heinrich-Neuhaus-Gedenkmuseums zu seinem Leben, seiner Entwicklung als Musiker und Pädagoge sowie seinem pädagogischen Wirken. Das Geschichtsmuseum „Juden von Jelisawetgrad“ zeigt im ersten Teil seiner Ausstellung die Geschichte von den ersten jüdischen Ansiedlungen bis zur Revolution von 1917. Auf dem Freigelände des Museumskomplexes der Kirovohrad-Flugakademie erläutern Informationstafeln Flieger mit Bezug zur Oblast Kirowohrad und zur Flugschule. Dort erinnert der Skwer Koschedub mit einem Gedenkzeichen an I. M. Koschedub, der dreimal den Titel Held der Sowjetunion erhielt.
Rundgänge und Frühlingsblüte
Wer die Stadt zu Fuß erkunden möchte, kann sich an unterschiedlichen Rundgangsthemen orientieren. Die zweistündige Stadtrundfahrt führt als Spaziergang durch das Stadtzentrum; ein weiterer Rundgang macht mit architektonischen Höhepunkten und den Legenden der Stadt bekannt. Führungen durch die Festung St. Elisabeth behandeln die bewegte Geschichte der Region und das damalige Leben. Auf den historischen Wällen erinnert das Ruhmesdenkmal an Soldaten und Offiziere, die im Krieg von 1941 bis 1945 ums Leben kamen. Aktuelle Termine für Führungen sollten Sie vorab erfragen.
Der Kropywnyzkyj-Dendropark umfasst 12 Hektar und bietet 40 Fahrgeschäfte, darunter Angebote für Kinder und Familien sowie Extremfahrgeschäfte. Prüfen Sie vor einem Besuch den aktuellen Betrieb der Fahrgeschäfte. Im Frühling lassen drei Millionen sortenreine, verschiedenfarbige Tulpen sowie Hyazinthen, Narzissen und Muscari den Park wie „Klein-Holland“ erscheinen; der Blühzeitpunkt kann variieren. Ebenfalls jedes Frühjahr findet dort ein gesamtukrainisches Pleinair für Freunde der bildenden Kunst statt.
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