Wyschhorod: Dnipro-Aue, Wallburg und Töpferkunst
Unterkünfte in Wyschhorod
Wyschhorod vereint markante Spuren seiner Geschichte mit einer Uferlandschaft an der Dnipro-Aue. Die Hänge des Vyshhorod-Hügels und angrenzende erhaltene Abschnitte der Aue gehören zu dieser Landschaft, der natürlicher und historischer Wert zugeschrieben wird. An der Uferpromenade «Chaika» setzt eine Möwenskulptur aus dem Jahr 1968 einen eigenen Akzent: Sie weist in Richtung des Wasserkraftwerks und des Pumpspeicherkraftwerks.
Wallburg und archäologische Spuren
Das chronikalisch überlieferte Wallburgareal von Wyschhorod wird auf das 9. bis 13. Jahrhundert datiert. In seinen erhaltenen Kulturschichten finden sich Überreste von Töpferöfen, Metallwerkstätten sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. So stehen im selben Areal verschiedene Seiten des früheren Alltags nebeneinander: die Herstellung von Keramik und Metall ebenso wie Spuren des Wohnens und Wirtschaftens.
Auch das Museum für altrussische Töpferei macht die lange Keramikgeschichte greifbar. Auf dem Museumsgelände in der Mezhyhirskogo-Spas-Straße 11 sind museal erschlossene Überreste eines Töpferofens erhalten. Die Sammlung umfasst Erzeugnisse der Mezhyhiria-Porzellan- und Fayencefabrik; dort wurde erstmals Druck auf Geschirr angewandt. Beispiele tryptillischer Keramik und Keramik aus der frühen Eisenzeit ergänzen den zeitlichen Blick. Sie wurden in Wyschhorod und im Bezirk gefunden.
Im Freien zeigt das Museum Erzeugnisse von Volkskunsthandwerkern sowie Beispiele traditioneller Imkerei und des Bootsbaus. Hinzu kommt eine Sammlung traditioneller Kleidung und bestickter Handtücher aus der Region Kyiv Polissia. Wer sich für das Töpfern selbst interessiert, findet Angebote für praktische Workshops an der Töpferscheibe, zum Modellieren mit Ton und zum Herstellen von Gegenständen aus Wachs. Erkundigen Sie sich beim Museum nach der aktuellen Verfügbarkeit.
Museumsobjekte und religiöse Geschichte
Das Historische Museum von Wyschhorod präsentiert ein Fragment einer skandinavischen Fibel aus der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts und das Siegel des Fürsten Isjaslaw Jaroslawitsch aus dem 11. bis 12. Jahrhundert. Zur Sammlung gehören außerdem eine Spinnwirtel aus dem 11. Jahrhundert, ein Reliquienkreuz aus dem 10. Jahrhundert, ein Ei aus Hirschgeweih aus dem 11. bis 12. Jahrhundert und skythische Pfeilspitzen aus dem 1. Jahrtausend v. Chr. Die unterschiedlichen Datierungen machen die zeitliche Spannweite der ausgestellten Gegenstände sichtbar. Besuchsarrangements und Präsentationen können sich ändern; klären Sie aktuelle Besuchsmöglichkeiten vorab mit dem Museum.
Das Historische und Kulturreservat Vyshhorod zeigt einen erhaltenen Töpferofen aus dem 11. Jahrhundert, der als einziges erhaltenes Beispiel in Osteuropa bezeichnet wird, und vermittelt die Geschichte der Keramikherstellung. Es informiert außerdem darüber, wo Boris und Hlib bestattet wurden. Die beiden gelten als erste orthodoxe Heilige und als himmlische Schutzpatrone von Wyschhorod. Zu den weiteren Besuchsangeboten des Reservats zählen eine Kopie der wundertätigen Vyshhorod-Ikone der Gottesmutter und eine Ausstellung von Einbaumbooten.
Auch traditionelle Handwerke und Alltagskultur gehören zum Bild des Reservats. Seine Imkerei vereint traditionelle hohle Baumstammbeuten und moderne Bienenstöcke. Eine ethnografische Sammlung zeigt Haushaltsgegenstände und Arbeitsgeräte aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Der aufgeführte historische Rundgang durch Wyschhorod führt zur Kirche der Heiligen Boris und Hlib in der Kalnyshevskoho-Straße 11a.
Landschaft, Kultur oder Wintererlebnis?
Für die Wahl einer Ferienwohnung kann der Schwerpunkt Ihrer Reise entscheidend sein: Möchten Sie vor allem archäologische Stätten und Museumssammlungen entdecken oder interessieren Sie sich auch für saisonale Winterangebote? Im Skigebiet «Vyshhora» in Wyschhorod gibt es einen Förderbandlift und eine Snowtubing-Bahn. Da der Betrieb saisonal ist, prüfen Sie vor der Reise, ob die Angebote aktuell laufen.
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