Ez Zahra: Küste und Geschichte
Unterkünfte in Ez Zahra
Ez Zahra ist eine Küstenstadt südlich von Tunis, in den südlichen Vororten der Hauptstadt. Ihre Lage am Mittelmeer und eine Geschichte, die vom Namen Saint-Germain bis zu sichtbaren Festungsspuren reicht, geben dem Ort zwei klare Themen. Ez Zahra grenzt an das Mittelmeer sowie an die Gemeinden Radès, Hammam Lif und Bou Mhel el-Bassatine. Wenn Sie ein Reiseziel für eine Ferienwohnung auswählen, können Sie zunächst abwägen, ob Sie vor allem die Küste, die Ortsgeschichte oder beides in den Mittelpunkt stellen möchten.
Küstenstadt mit Geschichte
Das Seebad Ez Zahra, 1909 unter dem Namen Saint-Germain gegründet, hatte einen weitläufigen Strand. Die Gemeinde Ez Zahra wurde am 10. September 1909 während der Kolonialzeit unter diesem Namen gegründet. Die Gründungsgeschichte verankert den früheren Namen in einem konkreten Datum und einer bestimmten Epoche; die Küstenlage gibt dem Ort zugleich sein geografisches Profil.
Saint-Germain war außerdem mit Gemälden von Paul Klee und August Macke verbunden, die 1914 entstanden. La Siesta gehörte ebenfalls zu dieser Ortsgeschichte: Sie war das ehemalige Casino von Saint-Germain, zu dessen Anlage Bungalows am Meer gehörten. Das Gebäude von La Siesta wurde später zu einem Restaurant. So verbinden sich mit dem früheren Namen sowohl ein Kunstbezug als auch die wechselnde Nutzung eines einzelnen Gebäudes.
Auch in Ez Zahra sind noch Spuren einer Festung zu sehen. Zusammen mit dem weitläufigen Strand des früheren Seebads geben diese Spuren der Ortsgeschichte eine weitere Facette. Für Ihre Entscheidung können Sie überlegen, ob Sie Ez Zahra vor allem als Küstenziel, wegen seiner historischen Bezüge oder aus einer Verbindung beider Interessen auswählen möchten.
Ben Arous: ein eigenes archäologisches Kapitel
Im übergeordneten Reiseziel Ben Arous eröffnet Oudhna einen eigenen archäologischen Themenstrang. Die Kolonie wurde Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. für Veteranen der römischen XIII. Legion gegründet und trug den Namen Uthina. Im 2. Jahrhundert n. Chr., besonders unter Hadrian, erreichte sie ihre Blütezeit. Oudhna bestand wahrscheinlich bereits vor der römischen Herrschaft in Afrika und möglicherweise schon zur Zeit der indigenen Berber Nordafrikas.
Das Amphitheater ist teilweise in einen Hügel am nordöstlichen Stadtrand eingeschnitten und bietet Platz für etwa 16.000 Zuschauer. Das Haus des Ikarios umfasst etwa 2.300 Quadratmeter und mehr als 30 Räume. Ein Mosaikboden dort zeigt eine Weinlese; das zentrale Bild stellt dar, wie Dionysos Ikarios eine Weinrebe schenkt. So stehen in Oudhna Bauwerke und Bildmotive nebeneinander, die ganz unterschiedliche Einblicke in die antike Geschichte geben.
Die großen öffentlichen Thermen von Oudhna sind ein symmetrischer Bau imperialen Typs mit einer Fläche von etwa 10.000 Quadratmetern. Auf der oberen Ebene befanden sich heiße und kalte Räume, während die untere Ebene zur Lagerung von Brennholz diente. Ein Aquädukt versorgte Oudhna mit Wasser, darunter auch die Thermen. Zur archäologischen Stätte gehören außerdem ein antikes Theater, der Tempel des Kapitols und große öffentliche Zisternen südwestlich des Forums.
Weitere Reiseziele entdecken: Mornag.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ben Arous.