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Turgut: Geschichte und textile Tradition

Unterkünfte in Turgut

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Turgut bietet Anlass, Ortsgeschichte an konkreten Spuren zu entdecken: an Ruinen, einem Brunnen auf dem Dorfplatz und Textilien mit eigenen Motiven. Dazu kommen Hinweise auf unterschiedliche Epochen, von prähistorischen Funden im näheren Umfeld bis zu Überresten aus römischer und byzantinischer Zeit. Wer sich für Kultur und Geschichte interessiert, findet hier mehrere unterschiedliche Zugänge zur Vergangenheit des Ortes.

Spuren aus verschiedenen Epochen

Die Ruinen der Stadt Miskamit in Turgut werden als historische und touristische Sehenswürdigkeit von Yunak geführt. Im näheren Umfeld verweist der Kızılkuyu-Hügel auf eine noch weiter zurückreichende Vergangenheit: Der Hügel liegt nahe der südlichen Seite der Yunak-Turgut-Wegkreuzung und misst 150 × 100 × 8 Meter. Der Hügel und seine Funde werden in die chalkolithische Zeit datiert. Fundmaterialien aus der Umgebung von Turgut führen die Geschichte des Ortes bis vor etwa 5.000 Jahren in die prähistorische Zeit zurück.

Auch die römische Vergangenheit ist in mehreren Angaben präsent. Während der römischen Zeit erstreckte sich die antike Stadt von Eski Kışla bis Kara Kuyu; die Burg von Harunlar gehörte zu dieser Stadt. Die an den Brunnen von Turgut verwendeten Materialien gelten als Hinweise darauf, dass Turgut einst eine wohlhabende römische Stadt war. Diese Hinweise ergänzen die Ruinen von Miskamit um weitere Aspekte der Geschichte, ohne dass alle Spuren derselben Art sind.

Auf dem heutigen Friedhof von Turgut ist ein Tempel erhalten, der in byzantinischer Zeit in eine Kirche umgewandelt wurde. Auf dem Friedhof befinden sich außerdem griechische Inschriften aus der römischen Zeit. Nahe der Koca Çeşme weisen kreuztragende marmorne Architekturfragmente an Häuserwänden auf eine Kirche in der Umgebung der Zentralmoschee hin. So begegnen Ihnen in den überlieferten Details sowohl ein umgewandelter Tempel als auch Hinweise auf eine Kirche in der Nähe der Moschee.

Brunnen und textile Eigenheiten

Die Turgut Çeşmesi steht auf dem Dorfplatz am Ende eines byzantinisch-seldschukischen Wasserwegs. Die Brunnenanlage hat drei Ausgüsse und wird aufgrund ihrer Bogenform in das 19. Jahrhundert datiert. Am 18. September 1997 stellte der Konya-Kultur- und Naturschutzrat sie mit dem Beschluss Nr. 2977 unter Schutz. Lage, Bauform und Schutzdatum geben dem Brunnen jeweils einen eigenen historischen Bezug.

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Zum kulturellen Charakter Turguts gehört auch sein textiles Erbe. Dazu zählen dorfbezogene Namazlağı- und Sedir-Kelim. Auf Webstühlen gefertigte Bodenbeläge heißen „Palaz“, Lastenabdeckungen „Çırpı-Kilim“. Diese Beispiele sind nur noch in geringer Zahl anzutreffen. In Turgut lassen sich ebenfalls noch wenige charakteristische textile Beispiele mit eigenen Motiven, Mustern und Farben erkennen. Die verschiedenen Bezeichnungen unterscheiden dabei Kelim, Bodenbeläge und Lastenabdeckungen; sie verweisen auf unterschiedliche textile Formen, nicht auf ein einheitliches Produkt.

Für gemeinsam Reisende können die verschiedenen Epochen und Textilien unterschiedliche Gesprächsanlässe bieten: etwa die Frage, wie sich Tempel und Kirche in der Ortsgeschichte zueinander verhalten, oder woran sich die genannten Kelim und gewebten Abdeckungen unterscheiden. Wenn diese lokalen Themen den Schwerpunkt Ihrer Reise bilden sollen, können Sie Turgut gezielt als Ziel für die Suche nach einer Ferienwohnung in Betracht ziehen. Welche Unterkunft und welcher Ortsteil zu Ihren Plänen passen, hängt von Ihren eigenen Reisevorstellungen ab.

Für weitere Ortsideen können Sie auch Çeltik, Seydişehir, Karabağ, Meram, Akşehir, Gökpınar Belediyesi, Doğanbey und Tatköy erkunden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Konya.

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