Pertoltice: Kirche, Dorfmuseum und ländliche Kultur
Pertoltice erschließt sich über konkrete Zeugnisse von Kirchenbau, ländlicher Baukultur und früher Ortsgeschichte. Der Kostel sv. Jošta wurde erstmals 1346 erwähnt, als die Kirche in das Pfarrregister der Diözese Meißen eingetragen wurde. Im Mittelalter gegründet, wurde er im 18. Jahrhundert barock umgestaltet und erweitert. Auf einer Anhöhe im nördlichen Teil der Siedlung steht der Bau. Die Kirche verbindet damit einen mittelalterlichen Ursprung, eine barocke Überformung und ihre klar benannte Lage innerhalb der Siedlung.
Kultur
Zum kleinteiligeren Kulturerbe gehört das Kreuz von Lorenz und Magdalena Schwind. Es handelt sich um ein Gusseisenkreuz auf einem Sandsteinsockel und steht gegenüber dem Haus Nr. 6 in Dolní Pertoltice. Errichtet wurde es 1883. Material, Sockel und genauer Standort geben diesem Zeugnis eine eigene, klar bestimmbare Form. Beim Kreuz lassen sich die Benennung, die verwendeten Materialien, der Standort und das Baujahr als zusammengehörige Merkmale erfassen.
Das Dorfmuseum Pertoltice widmet sich der Landwirtschaft, der Volksarchitektur sowie Lebensmitteln und Gastronomie. Es bietet kommentierte Führungen mit einem Guide an. Für das Dorfmuseum Pertoltice ist ein täglicher Öffnungszeitraum von April bis Oktober, jeweils von 9:00 bis 16:00 Uhr, vorgesehen; der Besuch muss zuvor telefonisch unter 737 056 464 angekündigt werden. Damit verbindet die Museumsbeschreibung vier unterschiedliche Themenfelder mit einem ausdrücklich geplanten Zeitrahmen und einer notwendigen telefonischen Ankündigung.
Ein Beispiel ländlicher Baukultur ist Haslerův dům, ein zweigeschossiges Fachwerkhaus aus dem späten 18. Jahrhundert und Teil des Freilichtmuseums. Vor allem die Innenräume des ersten Obergeschosses sind original erhalten; außerdem ist eine schwarze Küche funktionsfähig. Das ländliche Gehöft mit dem Haslerův dům ist als Kulturdenkmal ausgewiesen. Am Haslerův dům treten Außenbau, erhaltene Innenräume und die schwarze Küche als unterschiedliche Bestandteile desselben Baudenkmals hervor.
Geschichte
Von der ehemaligen Feste in Dolní Pertoltice sind nur die Überreste des Wohngebäudes Nr. 194 westlich der Kirche erhalten. Die frühere Anlage ist somit nur noch über diesen erhaltenen Teil des Wohngebäudes westlich der Kirche greifbar.
Im weiteren regionalen Umfeld von Dolní Pertoltice liegen Czocha - Zamek XIVw., eine Burg, und Zamek Gryf, ebenfalls eine Burg. Ebenfalls in diesem weiteren regionalen Umfeld liegt Kraftwerk Hagenwerder, eine Ruine. Zudem liegt dort die ehemalige Anlage Former Lauban Railway Substation, eine Ruine. So stehen im weiteren regionalen Umfeld Burgen neben den beiden als Ruinen genannten Anlagen.
Natur
In der Umgebung von Dolní Pertoltice liegen die Berge Bába, Hřebenáč, Špičák und Kančí vrch. Die vier genannten Berge bilden dabei die eigenständige landschaftliche Bezugsebene neben den baulichen und historischen Zeugnissen.
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Weitere Orte im Überblick sind Bulovka, Osecna, Bílý Potok, Bílá, Lažany, Nové Město Pod Smrkem, Dolni Rasnice und Oldřichov V Hájích.
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