Chuchelna: Ferienwohnungen und Ferienhäuser
Unterkünfte in Chuchelna
Chuchelná verbindet auf engem Raum eine vielschichtige Adels- und Kirchengeschichte mit einem Waldgebiet, das in der naturwissenschaftlichen Literatur besondere Beachtung findet. Im Zentrum steht die Kapelle sv. Kříže mit der Familiengruft der Lichnovských. Sie befindet sich in einem Park neben dem Dorfteich im Zentrum von Chuchelná. Die Kapelle ist ein anspruchsvoll gestalteter, romantisierender Zentralbau aus unverputztem Sichtziegelmauerwerk. Ihre Krypta enthält drei restaurierte Sarkophage von Mitgliedern der fürstlichen Familie Lichnovských.
Kultur und Geschichte
Die Geschichte der Familie Lichnovských prägt mehrere Bauwerke des Ortes. Chuchelná wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts zum Zentrum eines großen Lichnovský-Guts. Das Mausoleum der Lichnovských wurde 1902 und 1903 von dem bekannten Opavaer Baumeister Julius Lundwall entworfen und errichtet. Auch das Schloss Zámek Lichnovských gehört zu diesem historischen Zusammenhang; es diente als Jagd- und Ausflugsresidenz.
Zur sakralen Baugeschichte gehört außerdem die Kirche Povýšení sv. Kříže. Die ursprüngliche Kirche wurde 1921 und 1922 erbaut und während des Zweiten Weltkriegs zerstört. Die neue Kirche Povýšení sv. Kříže wurde von Jan Krömer entworfen und 1996 geweiht. So stehen in Chuchelná unterschiedliche Zeitabschnitte nebeneinander: die ältere Geschichte des Lichnovský-Guts, die Bauten der frühen Jahre des 20. Jahrhunderts und die nach dem Krieg entstandene neue Kirche.
Der Zámecký park ist heute 5,5 Hektar groß. Seine heutige Gestalt entstand etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Damit ist der Park als eigener historischer Bestandteil des Ortes überliefert, während die Kapelle bei Dorfteich und Zentrum einen weiteren klar benannten Schauplatz bildet.
Museum
Das Muzeum Chuchelná verfügt über eine Dauerausstellung zum Zweiten Weltkrieg von 1938 bis 1945. Die militärhistorische Ausstellung entstand aus der mehrjährigen Arbeit von Mitgliedern eines historisch-landeskundlichen Vereins, die sich mit der Kriegsgeschichte der Region befassen. Im Museum sind militärische Uniformen ausgestellt, außerdem umfasst es einen begehbaren Luftschutzbunker. Besucher können dort auch das Bewachen eines Grenzübergangs ausprobieren. Führungen bietet das Muzeum Chuchelná nach vorheriger Vereinbarung an.
Natur und Landschaft
Der Chuchelenský les bildet den natürlichen Gegenpol zu den historischen Bauwerken. Er ist in der naturwissenschaftlichen Literatur bekannt, insbesondere bei Geologen, die sich mit dem Quartär befassen, und bei Botanikern. Im Chuchelenský les kommen montane und submontane Pflanzenelemente vor. Dazu zählen sedmikvítek evropský, žebrovice různolistá, samorostlík klasnatý, kýchavice zelenokvětá und věsenka nachová. Die genannten Pflanzen geben dem Wald eine klar beschriebene botanische Eigenart, ohne dass seine Bedeutung auf eine einzige Landschaftsform reduziert wird.
Grenze und Radwege
Der Grenzübergang Chuchelná–Krzanowice ermöglicht eine Verbindung nach Polen für den kleinen Grenzverkehr. Die tiefen Wälder rund um Chuchelná laden zum Wandern und Radfahren auf den regionalen Radwegen ein. Eine konkrete Verbindung bildet die 12,5 km lange Radroute 6096: Sie führt vom Grenzübergang Krzanowice / Chuchelná über Bohuslavice und Kozmice und schließt vor dem Hlučíner See an die Radroute 55 an. Damit sind im Umfeld des Ortes sowohl der grenznahe Bezug als auch eine ausgeschilderte Streckenfolge mit mehreren benannten Stationen dokumentiert.
Weitere Ortsseiten im Umfeld: Skřipov, Zlatníky, Vršovice, Nové Sedlice, Dolní Životice, Jakartovice, Lhotka U Litultovic, Služovice.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Opava.