Kultur und Geschichte
Im Zentrum von Budišovice steht die Kapelle sv. Víta als bestehendes bauliches Wahrzeichen. Errichtet wurde sie 1873 an der Stelle einer älteren hölzernen Kapelle. Nahe der Kapelle sv. Víta im Zentrum von Budišovice befinden sich außerdem zwei Kriegsgräber. Damit liegen an diesem Ort bauliche Geschichte und Erinnerung unmittelbar beieinander, ohne dass die einzelnen Zeugnisse ihre eigene zeitliche Einordnung verlieren.
Ein weiteres historisches Zeichen ist das Sühnekreuz Smírčí kříž bei Haus Nummer 66. Es stammt aus dem 16. oder 17. Jahrhundert. Denkmäler aus den Jahren 1920 und 1945 erinnern an die Opfer der Weltkriege. Zusammen mit der Kapelle, dem Kreuz und den Kriegsgräbern zeigen diese Zeugnisse unterschiedliche Schichten der Ortsgeschichte: ein Sakralbau aus dem 19. Jahrhundert, ein deutlich älteres Sühnekreuz sowie Denkmäler und Gräber der Erinnerung an die Weltkriege.
Auch die Verarbeitung von Schiefer gehört zur Geschichte von Budišovice. Von 1830 bis 1940 wurde der Schiefer im Ort zu Dachdeckungen, Elektroisolierplatten und dekorativen Gegenständen verarbeitet. Die historische Nutzung des Materials reicht damit von praktischen Bauelementen bis zu gestalteten Objekten und ergänzt die sichtbaren Denkmäler um einen handwerklich geprägten Aspekt.
Landschaft und Ortsbild
In den Wäldern rund um Budišovice sind vor allem Reste ehemaliger Schiefer-, Basalt- und Natursteinbrüche erhalten. Der Hinweis auf die früheren Abbaustellen verbindet die Waldlandschaft mit der örtlichen Steinverarbeitung, ohne aus den erhaltenen Resten einen heute betriebenen Steinbruch zu machen. Direkt in Budišovice befindet sich außerdem ein gefluteter Steinbruch. So begegnen sich im näheren Orts- und Landschaftsbild verschiedene Spuren der früheren Nutzung von Gestein: erhaltene Reste in den umliegenden Wäldern und ein gefluteter Steinbruch unmittelbar im Ort.
Unterwegs in der Umgebung
Für Radfahrer ist die Radroute 6141 ein benannter Verlauf durch mehrere Orte. Sie führt von Hradec nad Moravicí über Pustá Polom und Budišovice nach Hrabyně. Budišovice liegt damit auf einer Route, deren Abfolge die Orte Hradec nad Moravicí, Pustá Polom, Budišovice und Hrabyně ausdrücklich miteinander verbindet.
Die Wälder rund um Budišovice werden im Sommer von Touristen und Pilzsammlern besucht. Ein weiterer räumlicher Zusammenhang zeigt sich in den zusammenhängenden Waldbeständen in den Tälern der Flüsse Studnice und Porubka: Sie gehören zu den stadtnahen grünen Bändern rund um Ostrava. Damit reicht die landschaftliche Einordnung über die unmittelbare Ortslage hinaus, bleibt aber an die genannten Wälder, Täler und das weitere Umfeld von Ostrava gebunden.
Ortsmitte
Neben der Kapelle sv. Víta ist eine öffentliche Grün- und Ruhefläche ausgewiesen.
Weitere Orte im selben übergeordneten Zusammenhang: Hlavnice, Svatoňovice, Brumovice, Slavkov, Strahovice, Píšť, Chvalíkovice, Nové Sedlice.