Kbel: Geschichte, Kunst und Hügel in der Umgebung
Kbel wird in schriftlichen Aufzeichnungen erstmals im Jahr 1295 erwähnt. Dieser frühe Beleg eröffnet den historischen Blick auf den Ort und steht am Anfang einer Geschichte, die sich später auch an einzelnen Bauwerken und Erinnerungszeichen ablesen lässt.
Geografische Einordnung
Im Gebiet von Kbel verläuft die Straße III. Klasse Nr. 12548 Lošánky–Kbel; sie mündet in die Straße II. 125. Der Straßenverlauf ergänzt die Ortsgeschichte um einen klar benannten geografischen Bezug. Für die Einordnung von Kbel stehen damit sowohl die Verbindung Lošánky–Kbel als auch die historischen und landschaftlichen Bezugspunkte des Umfelds zur Verfügung.
Geschichte und Kultur
Ein gusseisernes Wegkreuz auf einem Sandsteinsockel wurde 1874 auf Kosten örtlicher Siedler errichtet. Am 15. August desselben Jahres wurde es geweiht. Gusseisen, Sandstein, die Finanzierung durch örtliche Siedler und das genaue Weihedatum machen dieses Denkzeichen zu einem anschaulichen Zeugnis der lokalen Geschichte.
Auf dem Friedhof an der Kirche in Kbel ist der tschechische Maler Václav Radimský bestattet. Er gilt als bedeutender Vertreter des Impressionismus. Der Friedhof an der Kirche und Radimskýs kunstgeschichtlicher Bezug ergänzen das religiös geprägte Wegkreuz um einen weiteren kulturellen Aspekt. So treffen in Kbel ein örtliches Denkzeichen und die Erinnerung an einen bedeutenden Vertreter des Impressionismus aufeinander.
Das ehemalige Schloss von Kbel wurde 1983 wegen seines baufälligen Zustands abgerissen. Das Schloss gehört damit zur Vergangenheit des Ortes und nicht zu den heute erhaltenen Bauwerken. Gerade dieser Unterschied zwischen einem nicht mehr bestehenden Gebäude und dem erhaltenen Wegkreuz prägt den historischen Blick auf Kbel.
Landschaft im Umfeld
Im weiteren regionalen Umfeld von Kbel liegen das Schloss Zámek Kačina und der Berg Hořánck. Zámek Kačina steht für einen Schlossbau, während Hořánck als Berg in Erscheinung tritt. Beide Ziele liegen auf derselben weiteren regionalen Ebene, bringen aber unterschiedliche landschaftliche und kulturelle Bezüge in die Betrachtung des Umfelds ein.
In der näheren Umgebung von Kbel liegen drei weitere Landschaftspunkte: der Hügel Skála [Kbel u Ratboře], der Hügel Chlumeček [Kořenice] und der Hügel Chlum. Die drei Hügel bilden einen eigenen, näheren Landschaftsbezug. Ihre vollständigen Namen unterscheiden die Punkte voneinander und machen zugleich sichtbar, dass Skála und Chlumeček mit den Zusätzen Kbel u Ratboře beziehungsweise Kořenice benannt sind.
Die Landschaftsbezüge rund um Kbel lassen sich dadurch nach ihrer räumlichen Ebene und ihrem Charakter unterscheiden: In der näheren Umgebung stehen drei Hügel, im weiteren regionalen Umfeld ein Schloss und ein Berg. Zusammen mit dem Wegkreuz, dem Friedhof an der Kirche und dem früheren Schloss entsteht ein vielfältiges Bild aus Ortsgeschichte, Kunst und Landschaft.
Weitere Orte im gemeinsamen regionalen Zusammenhang sind Cerhenice, Němčice, Kouřim, Poříčany, Pňov-Předhradí, Mrzky, Vrbčany und Radovesnice Ii.
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