Teplá: Kloster, Kultur, Radwege und Natur

File:Teplá, klášter, 2020 (11).jpg File:Teplá, klášter, 2020 (11).jpg Foto: Draceane via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Teplá verbindet eine bis ins Jahr 1193 zurückreichende Klostergeschichte mit Sakralbauten, Radwegen und geschützten Naturdenkmalen. Das Kloster der Prämonstratenser in Teplá wurde 1193 vom seligen Hroznata, einem böhmischen Adeligen, gegründet. Sein ältester erhaltener Bauteil ist die romanisch-gotische dreischiffige Hallenkirche Zvěstování Páně. Schon an diesem Bau lässt sich die lange Entwicklung des Klosterstandorts ablesen.

Kultur und Geschichte

Das Kloster der Prämonstratenser in Teplá ist für touristische Besichtigungen zugänglich. Im Kloster finden außerdem Konzerte, Ausstellungen und weitere Kulturveranstaltungen statt. Eine städtische Denkmalschutzzone schützt mehrere bedeutende Baudenkmäler und bezieht damit nicht nur einzelne Sakralbauten, sondern auch den historischen Stadtraum in den Denkmalschutz ein. Bei Konzerten, Ausstellungen und weiteren Kulturveranstaltungen gehört die zeitliche Abstimmung zum üblichen Besuchsrahmen.

Zu den markanten Kirchenbauten gehört die Kirche des heiligen Ägidius in Teplá. Sie wurde 1762–1765 vom Baumeister Hausmann im spätbarocken Stil an der Stelle einer älteren Kirche errichtet. Die ältere Kirche, an deren Stelle der heutige Bau entstand, gehört ebenfalls zur Baugeschichte des historischen Klosterstandorts von Teplá. Ihre Fresken aus dem Jahr 1765 zeigen Szenen aus dem Leben des heiligen Ägidius und stammen von Eliáš Dollhopf. Baugeschichte und Ausstattung gehören hier unmittelbar zusammen: Die Entstehungszeit des Gebäudes und das Bildprogramm der Fresken verweisen auf denselben spätbarocken Abschnitt. An den Sakralbauten in Teplá stehen mittelalterliche, spätbarocke und ältere planerische Bezüge zugleich nebeneinander.

Auch die Kapelle sv. Kříže, Bolestné Matky Boží a sv. Ondřeje in Teplá entstand in dieser späteren Bauphase. Sie wurde 1768–1769 nach einem älteren Entwurf von K. I. Dienzenhofer aus dem Jahr 1730 errichtet. An den Sakralbauten stehen dadurch romanisch-gotische Formen, spätbarocke Architektur und ein älterer Entwurf in unterschiedlichen zeitlichen Bezügen nebeneinander.

Weitere Ortsseiten sind Teplá U Touzime, Beroun und Bezvěrov.

Radwege

Für aktive Tage stehen zwei konkret benannte regionale Radrouten im Mittelpunkt. Die regionale Radroute Nr. 362 ist 36 km lang. Die Route Nr. 361 trägt den Namen Klosterroute Teplá–Slapany u Chebu (Waldsassen) und ist für Trekking-, Cross- und Mountainbikes geeignet. Für Radtouren werden neben der Streckenlänge auch die ausdrücklich genannten Fahrradtypen berücksichtigt.

Natur

Das Naturdenkmal Sirňák liegt in der Aue des Flusses Teplá. Dort treten gasförmige Austritte auf, die einzigartige Schlammkrater beziehungsweise Mofetten bilden. Die geologische Besonderheit verbindet sich eng mit dem Auenbereich und macht Sirňák zu einem Naturdenkmal mit einer ungewöhnlichen Erscheinungsform.

Das Naturdenkmal Čertkus umfasst Feuchtwiesen, Flachmoore und Wiesenquellen mit charakteristischen Lebensgemeinschaften von Pflanzen und Tieren. Im Slavkovský les beherbergt Čertkus die individuenreichste Population. Feuchtwiesen, Flachmoore und Wiesenquellen bieten Lebensraum für charakteristische Lebensgemeinschaften von Pflanzen und Tieren. Bei Naturdenkmalen können unterschiedliche Landschaftsformen den Charakter des jeweiligen Besuchs prägen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Eger.

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