Ždírec: Kirche, Kunst und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Ždírec
Die Pfarrkirche St. Wenzel ist ein markanter Punkt auf dem Dorfplatz von Ždírec und von einem kleinen Park umgeben. Barocke Heiligenfiguren und die Geschichte der Kirche geben dem Ort weitere konkrete Entdeckungsthemen; zwei Radwege treffen hier ebenfalls aufeinander. So lässt sich ein Aufenthalt zwischen Ortsgeschichte und aktiver Tagesplanung gestalten.
St. Wenzel und die Geschichte des Ortes
Die römisch-katholische Pfarrei Ždírec ist nach dem Märtyrer St. Wenzel benannt. Eine Kirche in Ždírec ist seit dem 14. Jahrhundert schriftlich belegt; St. Wenzel wurde bereits vor 1367 zur Pfarrkirche. Von der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis 1622 diente die Kirche Protestanten. Liebzeit war der letzte protestantische Pfarrer vor Ort. Auch das örtliche Pfarrhaus gehört zu dieser langen Geschichte: Es ging während des Dreißigjährigen Krieges unter und wurde 1690 wiederhergestellt.
Nachdem die frühere Kirche 1890 vollständig abgebrannt war, entstand an ihrer Stelle zwischen 1893 und 1898 die heutige Kirche St. Wenzel. Der Bau im neugotischen Stil wurde nach einem Entwurf des Baumeisters Josef Šupich aus Havlíčkův Brod errichtet. Mit einem einschiffigen Grundriss und fünfeckigem Chorabschluss besitzt die Kirche eine klar beschriebene architektonische Form. Seit dem 3. Mai 1958 ist sie als Kulturdenkmal geschützt.
Die heutige Innenausstattung ist neueren Datums. Von der ursprünglichen Ausstattung blieben nur ein großes Holzkreuz und vier steinerne Grabplatten erhalten; das Holzkreuz überstand den Brand von 1890. Im Inneren befinden sich außerdem eine alte Orgel und Gemälde mit Szenen aus dem Leben des heiligen Wenzel. Bei dem ursprünglichen Kreuz steht eine Gedenktafel zur Erinnerung an die ermordeten Deutschen am Ort Budínka.
Barocke Heiligenfiguren im Ort
Die barocke Sandsteingruppe des heiligen Johannes von Nepomuk stammt aus dem Jahr 1743 und wird Václav Viktor Morávek zugeschrieben. Ihre Figuren sind sorgfältig angeordnet: In der Mitte steht eine lebensgroße Heiligenfigur, rechts davon ein Engel mit einem Kreuz. Links halten drei Putten eine Kartusche mit Madonnenrelief. Die Gruppe bietet damit viele einzelne Motive, die sich beim Betrachten voneinander unterscheiden lassen.
Eine weitere barocke Darstellung ist die Granitstatue des heiligen Antonius von Padua. Sie stammt aus dem Jahr 1753 und wurde vom Bildhauer Václav Morávek aus Polná geschaffen. Die Statue steht im westlichen Teil von Ždírec an einer Straßenkreuzung mit Abzweigungen in Richtung Střítež und Měšín. Sandsteingruppe und Granitstatue unterscheiden sich damit sowohl im Material als auch in ihrer Gestaltung und Datierung.
Radwege und Orientierung rund um Ždírec
Im näheren Umfeld des Ortes steht die Gedenk-Waldkiefer etwa 600 Meter von Ždírec entfernt. Sie wächst auf einer gepflegten Raseninsel in den Feldern links an der Straße von Ždírec nach Polná. Die Kiefer ist 11 Meter hoch und hat einen Stammumfang von 235 Zentimetern; diese Maße können sich mit der Zeit verändern. Prüfen Sie die Lage vor Ort, wenn Sie den Abstecher einplanen.
Für aktive Tage ist die Routenorientierung hilfreich: In Ždírec treffen zwei Radwege aufeinander, durch den Ort führt jedoch keine markierte touristische Route. Routenverläufe können sich ändern, prüfen Sie daher die aktuelle Wegführung, wenn Sie Ihre Tour planen. Für Busverbindungen von Ždírec aus sind Richtungen nach Jihlava, Polná, Žďár nad Sázavou und Olomouc genannt. Sehen Sie vor der Reise im aktuellen Fahrplan nach.
Wenn Sie eine Ferienwohnung in Ždírec suchen, können Sie diese Themen mit Ihrem gewünschten Tagesprogramm abgleichen: Kirchengeschichte und Kunst auf der einen, Radwege als Orientierung für aktive Tage auf der anderen Seite. Wer markierte Wanderwege fest einplant, sollte die Routenwahl gesondert vornehmen. So lässt sich die Standortentscheidung an den eigenen Reiseinteressen ausrichten.
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