Litoměřice liegt am Zusammenfluss von Labe und Ohře, am Übergang zwischen den Bergen des České středohoří und der fruchtbaren Polabská-Tiefebene.
Geschichte
Auf dem Dómský pahorek befand sich seit dem 10. Jahrhundert ein ursprüngliches fürstliches und přemyslidisches Burgwallareal auf etwa 6 ha, das spurlos verschwunden ist. Um 1057 gründete Fürst Spytihněv II. auf dem Dómský pahorek das Kapitel St. Stephan. Die heutige Kathedrale St. Stephan wurde 1664–1668 im frühbarocken Stil erbaut, nachdem die frühere Kirche 1662–1664 abgerissen worden war.
Kultur
Das Diözesanmuseum Litoměřice befindet sich am Mírové náměstí in einem ursprünglich gotischen Haus mit der Jahreszahl 1513 am Giebel. Seit 1995 sind dort Werke aus den Sammlungen des Bistums Litoměřice zugänglich. Die Marionettengalerie befindet sich in einem gotischen Turm, der früher Teil der Befestigungsanlagen von Litoměřice war, und zeigt mehr als 250 Marionetten und Märchendekorationen. Die Gedenkstätte Karel Hynek Mácha umfasst eine Ausstellung in der Stube des Hauses Na Vikárce, in der der Dichter wohnte und am 6. November 1836 starb.
Die Ausstellung „Důl Richard v proměnách času“ ist in einem etwa 160 m langen unterirdischen Gang unter dem Rathaus zugänglich und dokumentiert die Geschichte des nahe gelegenen Hügels Bídnice. Entlang des Gangs informieren Informationstafeln auf Tschechisch, Deutsch und Englisch. Die Dílna ručního papíru bietet Führungen an, die zu jeder vollen Stunde um 10, 11, 13, 14 und 15 Uhr beginnen.
Unterwegs
Die Burg Litoměřice beherbergt eine Ausstellung, die einen Überblick über die Geschichte des tschechischen Weinbaus gibt. Außerdem bietet sie Weinverkostungsführungen an, die mindestens ein bis zwei Tage im Voraus gebucht werden müssen. Der Litoměřická-Weinlehrpfad beginnt offiziell im Innenhof der Burg Litoměřice, ist etwas mehr als 15 km lang und umfasst neun Stationen mit Informationstafeln. Nach vorheriger telefonischer Vereinbarung können Besucher auf dem Weinlehrpfad lokale Winzer besuchen und deren Weine verkosten.
Der Abschnitt Hněvice–Litoměřice des Elberadwegs verläuft größtenteils auf einem Radweg und teilweise auf ruhigen Straßen der III. Klasse.
Weitere Ortsseiten: Chotiněves, Brozany Nad Ohří, Brňany, Chodouny, Lovečkovice, Lkáň, Úštěk-Vnitřní Město, Klapý.