Verneřice: Ferienwohnungen und Ferienhäuser
Verneřice lässt sich über konkrete Bauwerke, eine vielschichtige Ortsgeschichte und markante Natur im näheren Umfeld entdecken. Zwischen der Kirche St. Anna, historischen Häusern, der Leitenbergova kartounka und der Bobří soutěska entsteht ein Bild, in dem Sakralbau, Handwerk, Landschaft und regionale Verkehrsgeschichte eng nebeneinanderstehen.
Kultur und Ortsbild
Auf dem Platz in Verneřice steht die Kirche St. Anna, ein barocker und rokokozeitlicher Sakralbau. Die erste Kirche St. Anna in Verneřice wird bereits 1384 als Pfarrkirche erwähnt; seit dem 3. Mai 1958 ist die Kirche als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt. Auf dem Mírové náměstí befindet sich außerdem ein Brunnen mit einer barocken Statue des heiligen Florian und einem dorischen Säulenkranz aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Baugeschichte und Handwerk
In der Siedlung Rytířov in Verneřice steht Haus Nr. 6, ein zweigeschossiges Gebäude mit einem traditionellen Grundriss in drei Teilen. Es besitzt eine in Blockbauweise errichtete Wohnstube, ein Obergeschoss mit Schwalbenschwanzverbindungen sowie im Bereich des Flurs und des Wirtschaftsteils einen Laubengang.
Das Haus Nr. 191 in Verneřice diente spätestens seit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit Gewächshäusern und einem Kesselhaus als Gärtnerei. Zu seinem Denkmalwert gehört die Kombination aus Mauerwerk, Blockbau und Fachwerk. Das Gebäude stammt sicher aus der Zeit vor 1843; historische Katasterkarten deuten darauf hin, dass es ursprünglich eine Mühle war.
Die ehemalige Leitenbergova kartounka ist ein unbewegliches Kulturdenkmal. Sie wurde 1796 als zweigeschossige Weberei errichtet und bildete die Grundlage der Druckmanufaktur der Familie Leitenberg, des größten Unternehmens für den Bedruck von Baumwollstoffen. 1797 wurde dort eine Dampfmaschine englischer Herkunft installiert.
Natur am Buková hora
Von der Humboldtova vyhlídka auf dem Buková hora eröffnen sich weite Ausblicke über das České středohoří, das Erzgebirge und tief in das Elbtal. Am Südosthang des Buková hora bleiben in einer etwa 7 m tiefen Spalte auch in den Sommermonaten Eis und Schnee erhalten.
Die Bobří soutěska liegt etwa 2 km östlich von Verneřice und wird von der Landschaftsschutzgebietsverwaltung CHKO České středohoří betreut. In der näheren Umgebung von Verneřice weist die Schlucht bis zu 30 m hohe steile Felswände, Stromschnellen, Felsblöcke und einen etwa 6 m hohen Wasserfall auf. Ihr bewaldetes Tal bietet einen Spaziergang und Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere.
Radroute und Verkehrsgeschichte
Die Radroute CY 1 führt von Verneřice über Příbram und Rychnov nach Boletice. Aus Unternehmerkreisen von Verneřice ging 1889 maßgeblich die Initiative zur Gründung der Aktiengesellschaft für die Lokalbahn Velké Březno–Verneřice–Úštěk hervor.
Weitere Ortsseiten: Benešov Nad Ploučnicí, Velká Bukovina, Rynartice, Těchlovice, Staré Krecany, Blankartice, Huntířov, Nové Hrabecí.
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