Ban Mae: Tempelgeschichte und Kunsthandwerk
Unterkünfte in Ban Mae
Ban Mae erschließt sich besonders über seine Kulturgeschichte: Am Wat Thammachai treffen unterschiedliche Baumaterialien auf eine Geschichte von Erneuerung, lokaler Überlieferung und Wandel. Ergänzt wird dieses Bild durch Holzschnitzerei und Kunst im Gemeindegebiet. Wat Thammachai liegt in Ban Mae; Renovierung und spätere Verlagerung von Tempelobjekten sowie die Überlieferung zu Wiang Mae gehören zur Geschichte der zugehörigen Gemeinde. Wenn Sie eine Ferienwohnung nach kulturellem Interesse auswählen, hilft dieser Unterschied, den Bezug der einzelnen Themen klar einzuordnen.
Wat Thammachai: Bauweise und Wandel
Das frühere Viharn von Wat Thammachai hatte weiß verputzte Ziegelwände, die mit Lehm verbunden waren. Säulen und Dachaufbau bestanden aus Lanna-Teakholz. So stehen helle, verputzte Wandflächen neben einer Konstruktion aus Holz. Die unterschiedlichen Materialien geben einen konkreten Einblick in die Bauweise des Viharn, ohne dass sich seine Architektur auf ein einziges Merkmal reduzieren lässt.
Im Gemeindegebiet wurde das beschädigte Viharn von Wat Thammachai um 1897 von Abt und Gläubigen renoviert. Dabei wurden Chofa und Bai Raka dem damaligen Geschmack entsprechend erneuert, und der Tempel wurde in Wat Thammachai umbenannt. Die Renovierung verband bauliche Erneuerung mit einer Veränderung der Dachzier und des Namens. Die beiden Aspekte gehören zur Geschichte desselben Tempels, erzählen aber unterschiedliche Teile seiner Entwicklung.
Zur Geschichte Wat Thammachais im Gemeindegebiet gehört auch der Umgang mit seinen Objekten: Nachdem der Tempel verlassen worden war, wurden um 1907 wichtige alte Gegenstände, darunter Buddha-Bildnisse, nach Wat Nam Bo Luang gebracht. In der Geschichte des Tempels im Gemeindegebiet liegt die Renovierung um 1897 zeitlich vor der späteren Aufgabe und der um 1907 erfolgten Verlagerung wichtiger Gegenstände.
Im Gemeindegebiet erzählt die lokale Überlieferung, Wat Thammachai habe im Zentrum von Wiang Mae gelegen. Im Gemeindegebiet sind die Reste des Erdwalls, der Wiang Mae umgab, heute nur noch in geringem Umfang sichtbar.
Holzkunst und Skulptur in der Gemeinde
Im Dorf Ban Kio Lae Noi wird seit mehr als sechs Jahrzehnten Holzschnitzerei gepflegt. Die Arbeiten reichen von Flachreliefs und Hochreliefs bis zu vollplastischen Formen. Flachreliefs bleiben nah an einer Fläche, Hochreliefs treten stärker hervor, und vollplastische Arbeiten sind rundum gestaltet. Zu den Motiven zählen Elefanten, Literatur, Jataka-Erzählungen und Szenen des Dorflebens; auch Darstellungen aus dem Ramakien gehören dazu. Arbeiten der Handwerker des Dorfes wurden 2004 als „One Tambon One Product“ ausgewählt.
Eine weitere Arbeit im Gemeindegebiet ist eine Stuckskulptur eines Löwen von Khru Saman Sao Sing. Sie steht auf einer freien Fläche neben einer Schule. Anders als die geschnitzten Holzarbeiten ist hier Stuck das Material und der Löwe das dargestellte Motiv. Damit ergänzen sich im Gemeindegebiet verschiedene Formen künstlerischer Gestaltung, ohne dass sie zu einem einzigen Handwerk zusammenfallen.
Kulturelle Schwerpunkte für Ihre Ortswahl
Wenn Sie sich besonders für historische Bau- und Ortsgeschichte interessieren, bietet Wat Thammachai den konkreten Bezug zu Ban Mae. Für Holzschnitzerei ist das Dorf Ban Kio Lae Noi der passende thematische Schwerpunkt; die Löwenskulptur ergänzt das kulturelle Bild um ein weiteres Werk in der Gemeinde. Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie daher zunächst überlegen, welches dieser Themen Ihre Reise am stärksten prägt. So bleibt klar, ob Sie vor allem die Geschichte des Tempels oder die breitere lokale Kultur in den Mittelpunkt stellen möchten.
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