Seoul entdecken: Paläste, Stadtbach und Märkte
Unterkünfte in Seoul
Seoul erschließt sich über sehr unterschiedliche Erlebnisse: königliche Paläste aus der Joseon-Zeit, ein traditionelles Wohnviertel mit Hanok-Häusern, ein Bachlauf durch das Stadtzentrum und ein Markt mit koreanischer Küche. Diese Vielfalt macht es leichter, den eigenen Schwerpunkt für die Reise zu finden.
Paläste und Geschichte der Joseon-Zeit
Der Changdeokgung-Palast wurde 1405 von König Taejong erbaut und gilt als die am besten erhaltene königliche Residenz aus der Joseon-Zeit. Er ist das zweite UNESCO-Welterbe in Seoul und für seine Palastarchitektur sowie deren harmonische Einfügung in die umgebende Naturlandschaft bekannt. Im März oder April lassen sich die Blumenterrassen von Nakseonjae und die hinteren Gärten besonders eindrucksvoll erleben. Die allgemeine Führung umfasst Injeongjeon, die Haupthalle, und Nakseonjae. Eine Sonderführung durch Howon führt von Buyongji, dem Eingang zu Howon, bis Okryucheon. Reservierungen für Besichtigungen des Secret Garden und der Pavillons können über den integrierten Reservierungsdienst vorgenommen werden.
Der Gyeongbokgung-Palast war der erste und größte der während der Joseon-Dynastie errichteten Königspaläste. Er lag im Zentrum der neu eingerichteten Hauptstadt, die damals Hanyang hieß, und verkörperte die Souveränität der Dynastie. Auf seinem Gelände befinden sich das National Palace Museum of Korea und das National Folk Museum of Korea. Der Gyeonghuigung-Palast, ebenfalls aus der Joseon-Zeit, ist der westlichste der fünf Paläste im Zentrum Seouls. Er wurde auch Seogweol genannt, was westlicher Palast bedeutet. Über das Haupttor Heunghwamun gelangen Besucher in den weitläufigen historischen Park; ruhige Spazierwege und der historische Wert ziehen viele Menschen an.
Auch der Deoksugung-Palast setzt einen eigenen Akzent: Hier verbinden sich mittelalterliche und moderne Architektur. Zum Ensemble gehören ein Garten und ein Springbrunnen im westlichen Stil. Als Besuchererlebnis wird außerdem die Wachablösung der königlichen Garde vor dem Daehanmun-Tor genannt.
Stadtgrün, Wasser und Aussicht
Wer neben den Palästen andere Seiten Seouls entdecken möchte, findet unterschiedliche Stadt- und Naturmotive. Der Cheonggyecheon ist ein 11 Kilometer langer moderner Bachlauf durch das Zentrum. Er beginnt am Cheonggye Plaza, führt unter insgesamt 22 Brücken hindurch und mündet in den Hangang. Seine Länge und der Verlauf durch die Stadt geben ihm eine andere Dimension als ein einzelner Garten oder ein Palastgelände.
Der Seoul Forest umfasst fünf Themenparks: den Cultural and Arts Park, den Eco Forest, den Experiential Learning Park, das Wetland Eco Center und das Hangang Riverside Park Project. Damit reicht das Spektrum von Kultur und Kunst über Lernen bis zu Wald- und Feuchtgebietsthemen. Der Chodae-gil Trail ist eine weitere Möglichkeit für Reisende, die eine Wanderung in ihre Seoul-Erkundung aufnehmen möchten: Er liegt nahe dem Fuß des Bukhansan.
Der Namsan Seoul Tower ist 236,7 Meter hoch und steht auf dem 262 Meter hohen Namsan. Zu seinen Einrichtungen gehören Aussichtsplattformen, Restaurants, Cafés und Medienkunstinstallationen. Im Bukchon Hanok Village prägen traditionelle Hanok-Häuser ein dicht bebautes Wohnviertel, in dem Einwohner Seouls leben. Das Viertel spiegelt 600 Jahre Geschichte der Stadt wider und bietet damit einen anderen Einblick in ihre Vergangenheit als die königlichen Residenzen.
Marktküche und traditionelle Aktivitäten
Der Gwangjang Market ist ein traditioneller Markt im Zentrum Seouls. Dort gibt es Bekleidungs- und Lebensmittelstände; an den Lebensmittelständen wird traditionelle koreanische Küche angeboten. Zu den beliebten Speisen zählen Bindae-tteok, Modum-jeon, Mayak Gimbap, Sundae, Kopffleisch, Yukhoe und koreanische Fleischbällchen. Wenn Essen und Marktleben für Sie zum Reiseziel dazugehören, ist dieser Schwerpunkt eine andere Orientierung für Ihre Ferienwohnungssuche als Palastarchitektur oder Stadtgrün.
Im Namsangol Hanok Village können internationale Besucher an traditionellen koreanischen Aktivitäten wie Bogenschießen teilnehmen. So stehen in Seoul neben den historischen Bauwerken auch praktische Einblicke in Traditionen auf dem Programm. Ob Sie dafür, für die Gärten des Changdeokgung oder für die Wege des Gyeonghuigung Zeit einplanen, hängt davon ab, welche Erlebnisse Sie in den Mittelpunkt stellen möchten. Die verschiedenen Themen lassen sich bei der Reiseplanung als eigene Schwerpunkte betrachten.
Weitere Ziele finden Sie unter Busan, Incheon, Kwangju und Ulsan.
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