Viver: Natur, Geschichte und Wege
Unterkünfte in Viver
In Viver widmet sich das Centro de Interpretación de la Batalla de Levante (CIBAL) als Dauerausstellung im Espacio Cultural El Convento den Ereignissen, die sich während des Spanischen Bürgerkriegs in Viver abspielten. Das CIBAL kann zu den üblichen Öffnungszeiten oder nach vorheriger Vereinbarung von Gruppen besucht werden. Der Espacio Cultural El Convento bietet in seinem historischen Gebäude und Kreuzgang Ausstellungen, Konzerte, Theater, Konferenzen und weitere kulturelle Veranstaltungen. Das Gebäude ist als lokal bedeutsames Kulturgut eingestuft und wurde vor mehr als vier Jahrhunderten zusammen mit der Kirche San Francisco de Paula errichtet.
File:Aeródromo de Viver (Castellón, España).jpg
Foto: Juan Emilio Prades Bel via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Weitere Ortsseiten erreichen Sie über Tírig, Cirat, Ayódar, Todolella, Altura, Nules, Cabanes und Salsadella.
Kultur
Die Iglesia Parroquial Virgen de Gracia entstand im 14. Jahrhundert als Moschee und wurde anschließend in einen christlichen Sakralbau umgewandelt. Im unteren Bereich ihrer Kommunionskapelle befindet sich eine museografische Sammlung mit Goldschmiedearbeiten, Gemälden und Skulpturen. Die Eremitage und das Kloster San Francisco de Paula bewahren renovierte Kreuzgänge und eine barocke Klosterkirche aus dem Jahr 1605.
Zum Rundgang durch das historische Ortszentrum gehören das Portal de los Huertos und die Ermita de Santa Bárbara. Das Portal de los Huertos erinnert dabei an das mittelalterliche Erscheinungsbild Vivers. Am Frente de Viver führen verschiedene Rundgänge zu Überresten beider Seiten des Spanischen Bürgerkriegs; Informationstafeln stehen neben den aufgewerteten historischen Elementen.
Auch die Türme führen durch unterschiedliche Epochen. Die Torre íbera del Ragudo besitzt ein iberisches Fundament, während ihr oberer Abschnitt maurische Elemente enthält; während der maurischen Epoche diente sie als Wachturm für die Festungen von Xèrica und Segorbe. Die Torre del Río ist ein zylindrischer Turm aus grob behauenen Steinen. Ihre Fundamente sind römischen Ursprungs, während ihr Ursprung als islamisch gilt. Die San Roque Chapel steht auf dem gleichnamigen Hügel und überblickt Viver.
Wasserwege
Die Fuente de la Asunción erinnert an die Zuführung des Wassers nach Viver. Sie war der erste öffentliche Brunnen des Ortes, wurde 1608 errichtet und 1619 im Barockstil umgestaltet. Die Urban Fountain Route verbindet Brunnen an den wichtigsten Plätzen von Viver und entlang mehrerer benannter Straßen: Plaza Mayor, Plaza Constitución, Plaza del Ángel, Avenida de Valencia, Calle Cazadores, Calle Molino, Calle Olivera, Calle de Eras Altas, Camino San Roque und Calle Serrallo.
Die Ruta del Agua ist ein Rundweg zum wasserbaulichen Erbe des Manantial de San Miguel. Sie beginnt am Rathaus von Viver, führt zunächst bergauf zur Quelle und anschließend bergab bis zu dem Fluss, in den ihr Wasser mündet. Die unterschiedlichen Wegverläufe reichen damit von einem Rundgang durch das Ortszentrum bis zu einer Route zwischen Quelle und Fluss.
Natur
La Floresta ist ein 40.000 Quadratmeter großer Naturpark im Barranco Hurón. Zu seiner Landschaft gehören von Farnen bedeckte Felswände und Stalaktiten, hängende Häuser, üppige Vegetation, Kaskaden und Wasserfälle. Der Park verfügt außerdem über Sporteinrichtungen, darunter Tennisplätze, sowie über Spielmöglichkeiten für Kinder.
Die Cuevas del Sargal am El Sargal bilden eine Gruppe von Höhlen, die den ersten Bewohnern der Gegend vom Oberpaläolithikum bis zum Neolithikum als Unterschlupf dienten und interessante Karstformationen aufweisen. El Sargal verfügt über Grillstellen für Paella und Tische, die sich für einen Tagesaufenthalt mit Familie oder Freunden eignen.
Die Quelle Los Ojos del Prao wird von fünf Öffnungen beziehungsweise „Augen“ gebildet und ist eine der wichtigsten Grundwasserquellen von Viver. Der westlichste Quellbereich ist einfach zugänglich; außerdem gibt es einen hergerichteten Aussichtspunkt, von dem aus das Naturphänomen sicher und bequem beobachtet werden kann.
Wandern und Radfahren
Viver bietet sieben kreisförmige Gesundheitsrouten von etwa 4 bis 5 Kilometern Länge an, die zu Fuß ungefähr eine Stunde dauern und einen niedrigen oder mittleren Schwierigkeitsgrad haben. Die Wanderrouten von Viver sind im Allgemeinen leicht oder mittelschwer und sollten meist anhand eines GPS-Tracks verfolgt werden, da sie im Gelände nicht markiert sind. In Viver werden außerdem 18 Wanderrouten durch naturnahe Landschaften angeboten, die für Menschen jeden Alters geeignet sind.
Die Ruta 1: La Torre y El Sargal führt zwischen Obstgärten und Bewässerungsgräben entlang und besucht historische Überreste früherer Elektrizitätsfabriken, einen maurischen Wachturm sowie das Erholungsgebiet El Sargal. Die Vía Verde de Ojos Negros verläuft durch das Gemeindegebiet von Viver. Sie kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Rollstuhl genutzt werden; ausgenommen ist eine Rampe außerhalb des ursprünglichen Trassenverlaufs.
Feste und Genuss
Zur San-Roque-Feier in Viver gehört am 16. August eine traditionelle Prozession am frühen Morgen vom Kirchenplatz zur Kapelle des Heiligen. Die Fiestas de San Francisco de Paula finden von Donnerstag bis Sonntag in der zweiten Osterwoche statt und umfassen ein Freudenfeuer, Gottesdienste, Prozessionen sowie die Verteilung des seit 400 Jahren überlieferten Arroz del Santo. Die Patronatsfeste von Viver werden zwischen September und Oktober zu Ehren von San Miguel Arcángel und der Virgen de Gracia gefeiert; anschließend folgen Stierläufe und Vorführungen von Rindern.
Der Cubo Lagar Rocha Palmera gehört zum erhaltenen Weinerbe von Viver, dessen Geschichte seit der Römerzeit parallel zur Geschichte des Ortes verläuft. Das Erlebnis Enoturismo Sostenible verbindet den Besuch eines nachhaltigen Weinbergs und Weinguts mit der Verkostung von drei Weinen sowie einem Mittagessen mit Produkten aus dem Alto Palancia. Das Erlebnis Oleoturismo ecológico umfasst einen geführten Spaziergang durch ökologische Olivenhaine, einen Besuch der Ölmühle und eine Olivenölverkostung.
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