Caudiel entdecken: Barock, Geschichte und Wege
Unterkünfte in Caudiel
Caudiel verbindet barocke Sakralarchitektur mit historischen Befestigungsspuren, archäologischen Fundstellen und Wegen durch hügeliges und bergiges Gelände. Wer einen Aufenthalt thematisch planen möchte, kann Kultur, Natur und unterschiedlich ausgeprägte Strecken nebeneinander betrachten.
Kultur und Geschichte
Die Iglesia San Juan Bautista besitzt ein geräumiges kreuzförmiges Langhaus mit miteinander verbundenen Seitenkapellen und einer halbkugelförmigen Kuppel; die Anlage ist im Barockstil gestaltet. Das Camarín de la Virgen del Niño Perdido ist ein Werk des valencianischen Barocks aus den Jahren 1701 bis 1704. Sein Retabel ist vollständig mit Gold dekoriert. Die Iglesia San Juan Bautista war bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts Teil eines im 17. Jahrhundert gegründeten Augustinerklosters.
Die Ermita del Socós diente 1496 der Gründung eines Augustinerklosters durch Fray Juan Exarch und seinen Mitbruder Fray Antonio de Padilla. Von der Muralla urbana de Caudiel sind wenige Reste der Stadtmauer erhalten, die aus der Zeit vor der Reconquista stammen. Die erhaltenen Mauerreste am Tramo de las Monjas bewahren später eingebaute Schießscharten für Gewehrfeuer.
Die Torre de Aníbal, auch Torre del Molino genannt, wurde während der muslimischen Herrschaft und in der frühen Phase der christlichen Reconquista als Wehrturm genutzt und war mit der Grenze der Burg von Jérica verbunden. Außen ist die Torre de Aníbal frei zugänglich. Caudiel war bereits in der Bronzezeit besiedelt; zu den archäologischen Fundstellen gehören die Cueva de la Alcabaira, die Cueva de la Rocha, die Cueva del Generoso sowie das Abrigo y Sima de Fuente la Higuera.
Religion und Festkultur
Das Convento de las Carmelitas Descalzas prägt seit 1685 das Stadtbild von Caudiel. Der Chor des Konvents ist mit valencianischen Manises-Fliesen aus dem 17. Jahrhundert reich dekoriert. Wegen des klösterlichen Lebens seiner Bewohnerinnen kann das Convento de las Carmelitas Descalzas nur selten besichtigt werden.
Zu den Fiestas Patronales en Honor a la Virgen del Niño Perdido gehören unter anderem eine Festmesse, eine Prozession, eine Blumenopfergabe und der Gesang der Gozos. Die Feria de la Cereza findet im Juni in Caudiel statt und bietet Kirschen, Rezepte, Kunsthandwerk, Produkte und Folkloredarbietungen. Im Jahr 2017 erhielt die Feria de la Cereza die Auszeichnung als Fiesta de Interés Turístico Provincial.
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Landschaft und Natur
Zum Gemeindegebiet von Caudiel gehören hügeliges und bergiges Gelände mit Erhebungen wie dem Pico de las Palomas auf 1.150 Metern. Die ökologische Vielfalt umfasst unter anderem Pinus rodeno, Steineichen und Eichen.
Im weiteren Umfeld von Caudiel liegt der Collado de Pino Rey innerhalb des FFH-Gebiets LIC ES5222004 (Curs Alt del riu Millars) und des Vogelschutzgebiets ZEPA ES0000468 (Serra d'Espadà). Die Fuente de la Heredad liegt 400 Meter von Caudiel entfernt und ist über den Camino Real de Aragón erreichbar.
Wege und Strecken
Die Vía Verde de Ojos Negros führt durch Caudiel und ist 167,5 Kilometer lang. Sie kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder im Rollstuhl genutzt werden; ausgenommen sind einzelne Rampen außerhalb des ursprünglichen Trassenverlaufs. Die genannten Distanzen und Fortbewegungsarten bieten eine klare Vergleichsgrundlage für die persönliche Planung.
Die Route Barranco de Juésar beginnt am Waschplatz El Barrio und führt am Bachlauf entlang in Richtung Paraje de la Grieta. Die Route Barranco del Estajo führt vom Camino de El Cerrado zur Senda del Estajo und über die Fuente de la Alcabaira zurück nach Caudiel. Die Route Viaductos de la Fuensanta führt durch einen Tunnel und an der ehemaligen Bergbaustation vorbei, bevor sie die Viadukte und die Quelle der Fuensanta erreicht.
Caudiel ist Teil der Route Conquista de Valencia des Camino del Cid, die zum Wandern oder Mountainbiken mit dem BTT-MTB vorgesehen ist. Der Trail Contrabandistas ist ein 16 Kilometer langer Berglauf mit 600 Höhenmetern im Aufstieg. In der Umgebung von Caudiel steigt der Abschnitt Collado de Pino Rey des Camino del Cid auf 6,5 Kilometern um 560 Höhenmeter an.
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