Castellfort: Kirchen, Pilgerwege und La Lloma Comuna
Unterkünfte in Castellfort
Castellfort beginnt mit einem ungewöhnlichen historischen Detail: La Lloma Comuna ist eine befestigte Siedlung der frühen Eisenzeit, die etwa aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. stammt und eine Gesamtfläche von 6.000 m² umfasst.
File:Municipio de Castellfort, provincia de Castellón (España). 2026.jpg
Foto: Juan Emilio Prades Bel via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Kultur
Die Pfarrkirche von Castellfort wurde nach achtjähriger Bauzeit im Jahr 1734 eingeweiht. Später erhielt sie Glocken, eine Orgel und Altaraufsätze. An der Eingangstür der Casa de los Marqueses de Castellfort ist das Wappen der Monserrat, der Marqueses de Castellfort, angebracht. Die Capillitas von Castellfort bestehen aus Nischen mit religiösen Keramiktafeln, die vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart datieren. Die Porches stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Die Sala Pintada bewahrt wertvolle schwarz-weiße Wandmalereien mit Darstellungen aus dem Leben Jesu und der Jungfrau Maria. Der Wallfahrtskomplex Mare de Déu de la Font umfasst eine Kirche, ein Gästehaus, Stallungen und die Sala Pintada; diese Gebäude gruppieren sich um einen früher geschlossenen Platz. Für die Einsiedelei Mare de Déu de la Font wurde 1979 das Verfahren zur Einstufung als Bien de Interés Cultural eingeleitet.
Das Museum in der Sala Pintada der Einsiedelei Mare de Déu de la Font führt durch die Geschichte von Castellfort, von der frühesten bekannten römischen Siedlung La Lloma Comuna bis zur Gegenwart. Bei La Lloma Comuna wurde 2021 der erste Ausgrabungsbereich museal gestaltet. Dort gibt es Informationstafeln und einen für Besucher angepassten Rundgang. Die Cofradía dels Lletrats wurde von König Jaume I. gegründet und lässt sich in die Mitte des 16. Jahrhunderts datieren.
Natur
Der Naturraum Rambla Celumbres ist wegen seiner ökologischen, landschaftlichen, historisch-kulturellen sowie erholungsbezogenen Werte schutzwürdig. Bei der Rambla Celumbres liegt eine Brücke am historischen Weg von Castellfort nach Portell. Aufgrund ihrer Bauweise, Machart und Lage handelt es sich dabei vermutlich um eine erhaltene römische Brücke.
Das Trockensteinerbe von Castellfort ist besonders in der Umgebung von Sant Pere und entlang des Weges nach Vilafranca sichtbar. Der lineare Wanderweg PR-CV-309 verbindet Castellfort mit Vilafranca und führt durch eine Zone mit zahlreichen Trockensteinbauten, die als Bien de Interés Cultural deklariert wurde.
Erlebnisse
Die Einsiedelei Sant Pere ist eine große, kürzlich restaurierte Kirche mit Übergangsformen der romanischen und gotischen Architektur aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Sie ist Ziel zahlreicher Wallfahrten, darunter der Pilgerfahrten dels Catinencs und der Pilger aus Portell. Die Wallfahrt Els Catinencs erreicht die Einsiedelei am ersten Samstag im Mai.
Mehrere Wanderwege verbinden Castellfort mit den genannten Zielen. Der Wanderweg PR-CV-332 verbindet Castellfort und Portell und nutzt über weite Strecken den alten Pilgerweg von Portell. Der Wanderweg PR-CV-308 führt von Castellfort bis in das Gemeindegebiet von Cinctorres. Der Rundwanderweg PR-CV-64 nach Sant Pere beginnt und endet in Castellfort. Unterschiedliche Wegformen und Zielrichtungen lassen sich dabei für die persönliche Tagesplanung nebeneinander betrachten.
Weitere Orte: La Serra D'en Galceran, Alfondeguilla, Olocau Del Rey, Barracas, Atzeneta del Maestrat, Benasal, Vall De Almonacid, La Vall D'uixó
Feste
Das im Januar stattfindende San-Antonio-Fest von Castellfort verbindet religiöses Ritual und lokalen Brauch: Nach der Segnung der Tiere werden traditionelle Gebäckstücke mit Aguardiente und Moscatel verteilt. Das Fest endet mit der Verbrennung einer großen Barraca.
Zur Fiesta del Raimet treffen sich die ausschließlich männlichen Cofrades in der Cofradía, um gesegnetes Brot und gesegnete Trauben zu essen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Castellon.