Cárcar: Gipsklippen, Ega und historische Kirchen
Unterkünfte in Cárcar
An den Gipsklippen von Cárcar hat der Fluss Ega über Jahrhunderte die ursprünglichen Gipsablagerungen der Gegend erodiert. Die Klippen bieten zahlreichen Vögeln Zuflucht; dort und in ihrer unmittelbaren Umgebung lassen sich unter anderem Geier, Schmutzgeier und Schlangenadler beobachten.
Kultur
Die Parroquia de San Miguel de Cárcar wurde im zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts im gotisch-renaissancezeitlichen Stil erbaut. Ihr Hauptaltar entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts im Barock und gilt als eines der besten Beispiele des Churriguerismus in Navarra. Zur Kirche gehören außerdem ein Rokoko-Chorgestühl und eine Rokoko-Orgel aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Ermita de Nuestra Señora de Gracia ist ein barocker Bau des 18. Jahrhunderts mit einem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes, einem breiten Querhaus und einer zentralen Halbkuppel. Sie beherbergt einen Rokokoaltar aus dem 18. Jahrhundert sowie eine gotische Marienfigur aus dem 14. Jahrhundert. Im Ortskern von Cárcar sind mit Wappen verzierte Häuser aus dem 18. Jahrhundert und barocke Gebäude erhalten.
Natur
Der Fluss Ega durchquert das Gemeindegebiet von Cárcar von Norden nach Süden und verläuft am Ortskern entlang; an seinen Ufern wächst Ufervegetation. Cárcar teilt mit Lerín das Área de Protección de la Fauna Silvestre Baigorrana. Das Schutzgebiet ist als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung, kurz LIC, ausgewiesen; dort wird ein Projekt zum Schutz der Steppenvögel durchgeführt, außerdem kommen Großtrappen vor.
Wege
Der ausgeschilderte Itinerario Fluvial hat zwei Varianten über 12,1 Kilometer und 10,25 Kilometer. Die Strecke verläuft an den Ufern des Flusses Ega und durch bewässerte Anbauflächen und führt zur Ermita de Nuestra Señora de Gracia. Der ausgeschilderte Itinerario Urbano verläuft teilweise auf nicht bebaubarem Gebiet über dem Ortskern von Cárcar. Der Rundweg El Raso führt oberhalb der Gipsklippen am Fluss Ega entlang, erreicht einen Bereich mit Großtrappen und verläuft auf dem Rückweg durch ausgedehnte Getreidefelder und Obstgärten; er weist nur geringe Steigungen auf und gilt als nicht schwierig. Ein als lokaler Wanderweg ausgeschilderter Rundweg führt über etwa 9 Kilometer zurück nach Cárcar, beginnt hinter dem Friedhof und folgt dem Verlauf der Cañada Real. Die unterschiedlichen Streckenlängen und Wegverläufe lassen sich bei der Tagesplanung miteinander vergleichen.
Weitere Orte sind Legarda, Gartzain, Eraul, Corella, Ollo, Eslava, Gorraiz und Orkoien.
Feste und Bräuche
Die Fiestas en Honor de Santa Cruz dauern neun Tage in der Woche, in die der 14. September fällt, und umfassen Stierläufe mit Jungtieren, Freilufttanzveranstaltungen, Verkleidungen und gemeinschaftliche Essen. Traditionell findet rund um Pfingsten die Wallfahrt zur Virgen de Gracia statt; bei gutem Wetter wird auf der Fläche vor der Ermita gemeinsam gegessen. Am 25. Juli wird in Cárcar die Santiago-Tradition „corre la rosca“ gepflegt, bei der Kinder versuchen, einen Läufer mit einer „rosca“ zu fangen. Während der Karwoche findet die Prozession „El Encuentro“ statt. Daran beteiligen sich die Bruderschaften des Cristo de la Flagelación und La Dolorosa, begleitet von der Trommlerbruderschaft.
Anreise: Von Pamplona, San Sebastián und Frankreich aus erreichen Sie Cárcar über die Autobahn Pamplona–Logroño, Ausfahrt 40, und anschließend über die Straße NA-122.
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