Ferienwohnung in Abanilla: Natur, Schluchten und Kulturerbe
Abanilla zeigt seine besondere Seite dort, wo der Río Chícamo durch eine halbtrockene Badlands-Landschaft fließt und zugleich Abschnitte mit ganzjährig vorhandenem Wasser sowie gut entwickelter Ufervegetation aufweist. Dazu kommen enge Schluchten, historische Gebäude, religiöse Traditionen und eine Küche, in der regionale Produkte bis heute eine wichtige Rolle spielen.
Natur
Die Reserva Natural Fluvial Río Chícamo liegt vollständig im Gemeindegebiet von Abanilla. Das Quellgebiet des Río Chícamo ist als Reserva Natural Fluvial geschützt und als ZEC Río Chícamo in das Natura-2000-Netz aufgenommen. So stehen in Abanilla verschiedene Landschaftsmerkmale unmittelbar nebeneinander: trockene, stark geformte Badlands und Wasserabschnitte, an denen sich eine ausgeprägte Ufervegetation entwickelt hat.
Ein markanter Landschaftsbereich ist die Schlucht El Cajer. Ihre Felswände erreichen bis zu 40 Meter Höhe, während einzelne Abschnitte nur 2 Meter breit sind. Der Naturweg PR-MU 74 verbindet die Ortschaft Mahoya mit dem Gebiet El Cajer in der Gemeinde Abanilla. Die Route beginnt an der Ermita de la Santa Cruz in Mahoya und verläuft abschnittsweise entlang des Río Chícamo.
Kultur
Im Ortsbild gehört die Iglesia Parroquial de San José zu den prägenden Sakralbauten. Ihr Hauptaltar ist reich dekoriert und besitzt salomonische Säulen, Vergoldungen und eine figürliche Ausstattung. Die Kirche ist im Allgemeinen täglich von morgens bis abends für Gläubige und Touristen geöffnet.
Zur erhöht gelegenen Geschichte Abanillas führt die Treppe zum Lugar Alto. Sie hat etwa 190 Stufen und führt zum Monumento al Sagrado Corazón de Jesús, das neben dem Standort einer arabischen Festung aus dem 12. Jahrhundert steht. Eine weitere historische Spur ist die Casa de la Encomienda. Dort zog der Komtur des Calatrava-Ordens von den Einwohnern Steuern und den Zehnten ein. Das Gebäude selbst ist ein barocker Bau aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
An der Fassade der Casa Pintada befindet sich ein Wappen mit dem Rad der heiligen Katharina, einem aufgerichteten Löwen und den Ketten von Navarra. Die Casa Pintada ist ein privates Wohnhaus; ihr Inneres kann nicht besichtigt werden.
Auch die Paläontologie ist in Abanilla präsent. Die paläontologische Fundstätte Quibas in Cañada de la Leña wird aufgrund ihres Alters als in Europa einzigartig angesehen. Sie weist einen reichen, gut erhaltenen Fossilbestand und eine große Vielfalt an Tierfossilien auf. Das dauerhaft eingerichtete Centro de Interpretación Paleontológico de la Sierra de Quibas befindet sich am Eingang des Auditorio Municipal de Abanilla.
Traditionen
Die Ermita de la Santa Cruz wurde von 1904 bis 1908 unter Verwendung von Hausteinen einer früheren, kleineren Kapelle errichtet. Im Inneren befindet sich ein geschnitzter Holzaltar aus dem Seminario Mayor de San Fulgencio de Murcia. Der Camino Local Religioso "3 de Mayo" beginnt an der Iglesia de San José de Abanilla und endet an der Ermita de la Santa Cruz.
Die Feierlichkeiten zur Santa Cruz finden am 3. Mai und am 14. September statt. Zur Santa-Cruz-Tradition gehört die Segnung des Wassers durch das Eintauchen der Reliquie der Santa Cruz. Die Ermita kann während der Messe oder nach Kontaktaufnahme mit dem Pfarrer von Abanilla besichtigt werden.
Zu den größeren Festen gehören die Fiestas en honor a la Santa Cruz y de Moros y Cristianos in Abanilla, die als Feste von regionalem touristischem Interesse anerkannt sind. Das jährlich am dritten Sonntag im Oktober stattfindende Encuentro de Campanas de Auroros in Abanilla ist als immaterielles Kulturgut von kulturellem Interesse anerkannt.
Das Centro de Interpretación Paleontológico ist gewöhnlich geschlossen. Eine Besichtigung ist bei Veranstaltungen im Auditorio Municipal oder im Rahmen vorab beim Fremdenverkehrsamt organisierter Führungen möglich.
Genuss
Zu den örtlichen Spezialitäten gehören Arroz con conejo y caracoles, hausgemachte Wurstwaren, Gachasmigas, Tortilleras und Damasco-Aprikosen. Die traditionelle handgemachte Backwarenspezialität von Abanilla ist als „fruta de masa“ bekannt. Dazu zählen Almojábanas, Monas, Magdalenas, Anis- oder Orangenröllchen, Mandelgebäck und weihnachtliche Mantecados.
Ein Besuch eines Hains aus jahrhundertealten Olivenbäumen und einer Olivenkooperative ermöglicht Einblicke in die örtlichen Olivensorten, Anbaumethoden und Bewässerungssysteme. Diese gehören zum Erbe des Olivenöls aus Abanilla.
Für die weitere Erkundung finden Sie auch die Ortsseite Macisvenda. Weitere Ortsseiten: La Unión, Totana, Doña Inés, El Saladillo, Blanca, La Parra, Los Alcázares.
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