Patones zwischen Schieferdorf, Römerstadt und Schluchten
Unterkünfte in Patones
Patones verbindet eindrucksvolle Architektur aus schwarzem Schiefer mit römischen Stadtspuren, geologisch geprägten Landschaften und Wegen am Wasser. Zwischen Patones de Arriba, der Dehesa de la Oliva und den Schluchten der Umgebung liegen historische Zeugnisse und Naturerlebnisse, die sich zu ganz unterschiedlichen Tagesabschnitten verbinden lassen.
Kultur und Geschichte
Patones de Arriba ist ein repräsentatives Beispiel der Architektur aus schwarzem Schiefer. 1999 wurde der Ort als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Historisches Ensemble unter Schutz gestellt. In der Calle del Despeñadero sind etwa ein halbes Dutzend traditionelle steinerne Holzöfen erhalten, von denen sich die meisten dort befinden.
Die ehemalige Kirche San José in Patones de Arriba beherbergt heute das Fremdenverkehrsbüro, einen Ausstellungsraum und ein Modell der Umgebung. Der Bau dient derzeit nicht mehr als Gotteshaus. Am Fuß des Hügels der archäologischen Fundstätte Dehesa de la Oliva steht die Ermita de la Virgen de la Oliva. Sie stammt aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und wurde im romanisch-mudéjaren Stil errichtet. Von der ursprünglichen Ermita sind nur die Apsis und der Anfangsabschnitt des Kirchenschiffs erhalten.
Der Canal de Cabarrús ist die älteste hydraulische Infrastruktur von Patones. Er wurde im 18. Jahrhundert zur Bewässerung der Gärten und Felder errichtet. Ein großer Teil der damit verbundenen hydraulischen Infrastruktur ist erhalten und kann von Touristen besichtigt werden; der Kanal und die zugehörigen Bauwerke sind als Bien de Interés Patrimonial katalogisiert.
Im oberen Bereich der archäologischen Fundstätte Dehesa de la Oliva sind die Überreste einer bedeutenden spätrepublikanischen römischen Stadt mit orthogonalem Straßenraster, Wasserinfrastruktur und öffentlichen Gebäuden erhalten. Auf dem Gelände befinden sich außerdem eine vorrömische Siedlung und eine spätere westgotische Nekropole. Die besuchbare Fundstätte verfügt über erklärende Schautafeln und Rekonstruktionen, die ihre Bauwerke und deren Nutzung erläutern.
Auch die Cueva del Reguerillo gehört zur geschützten Geschichte des Ortes: Sie ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Monument geschützt und wurde 1944 entsprechend eingestuft. Derzeit bleibt die Höhle wegen der durch jahrzehntelange unsachgemäße Nutzung verursachten Schäden für alle Besucher geschlossen.
Landschaft und Natur
Las Calerizas besteht aus Kalkfelsen mit zahlreichen Höhlen und Hohlräumen, die von archäologischem, paläontologischem und geomorphologischem Interesse sind. Einen anderen Landschaftseindruck vermittelt die Senda del Barranco: Sie steigt von Patones de Abajo nach Patones de Arriba durch eine schluchtartige, treppenförmige Landschaft von großem geologischem und faunistischem Interesse an. Die Senda del Barranco ist zugleich der einzige Weg, der beide Ortsteile miteinander verbindet.
Die Zufahrt nach Patones de Arriba ist für Fahrzeuge eingeschränkt. Besucher sollen in Patones de Abajo parken und den 800 Meter langen Weg Senda del Barranco zu Fuß nehmen. Über dem Ort erreicht der Cancho de la Cabeza 1.264 Meter und ist damit der höchste Punkt von Patones. Von seinem Gipfel bietet sich ein weiter Blick auf die Comarca, den El-Atazar-Stausee und große Teile der Gemeinde.
Das Museo Aula Geológica in Patones zeigt außen eine Sammlung von Gesteinen aus den Bergregionen der Region Madrid. Innen umfasst es eine Ausstellung mit Schautafeln, Modellen und Reproduktionen. In der Umgebung von Patones bilden die Cárcavas eine durch Erosion entstandene Landschaft aus rötlichem Lehm mit spitzen Formen und ausgeprägten Gängen, die an Türme oder Industrieschornsteine erinnern.
Las Cárcavas erreicht man über die Route ab der Talsperre Pontón de la Oliva. Etwas mehr als einen Kilometer nach Beginn der Exkursion verlässt man die Straße und setzt den Weg zu Fuß fort. In den Fluss- und Auwaldökosystemen von Patones können Eisvögel, Pirol, Wasseramseln, Gelbgrüne Laubfrösche und Fischotter beobachtet werden. Die kalten, klaren und sauerstoffreichen Gewässer sind Lebensraum für Forellen und Barben.
Wandern und Radfahren
Die Senda Genaro, der gut ausgeschilderte Rundwanderweg GR-300, verbindet die sechs Orte rund um den El-Atazar-Stausee. Die Etappen 1 und 2 verlaufen durch Patones und verbinden den Ort mit El Berrueco und El Atazar. Eine ausgeschilderte Route des Carpetania-Netzes führt zwischen dem Canal de la Parra und Torremocha del Jarama durch Patones. Sie kann in beide Richtungen begangen oder befahren werden und ist 17,5 Kilometer lang, bezogen auf die einfache Strecke.
Eine weitere lineare Route ist 16 Kilometer lang und als Hin- und Rückroute angelegt. Sie verläuft mit geringem Höhenunterschied parallel zum letzten Abschnitt des Flusses Lozoya und erschließt Landschaften von Patones. Die verschiedenen Streckenformen und Längen helfen dabei, kürzere Ortsverbindungen, Rundwanderungen und längere Wege gedanklich getrennt zu betrachten.
Weitere Ziele
Weitere Ziele derselben regionalen Auswahl sind Serranillos del Valle, Las Herreras, Aranjuez, El Boalo, Meco, Algete, Santorcaz und Paracuellos De Jarama.
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