Calahorra – Kathedrale, Römergeschichte und Ferienwohnung
Unterkünfte in Calahorra
Calahorra erzählt römische Geschichte in ungewöhnlicher Dichte: Das Museo de la Romanización beherbergt mehr als 1.000 Stücke, die den Weg von der keltiberischen Kultur bis zur vollständigen Romanisierung vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. dokumentieren. Zu sehen sind unter anderem Münzen, Legionärswaffen und Katapultgeschosse aus nahegelegenen archäologischen Fundstätten. Das Museum befindet sich in der Altstadt, in dem als «Casa del Millonario» bekannten modernistischen Palais.
Am Südeingang von Calahorra steht die Fuente de los Trece Caños, ein monumentaler neoklassizistischer Brunnen, der 1872 fertiggestellt und nach seinen 13 Wasserrohren benannt wurde. Wenige Meter entfernt liegt das Antiguo Lavadero, das traditionell von den Frauen Calahorras zum Wäschewaschen genutzt wurde.
Bei der Auswahl einer Ferienwohnung in Calahorra können Sie auf den jeweiligen Angebotsseiten Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen miteinander vergleichen. Termin, Kategorie und Bedingungen bleiben dabei getrennte Angaben für den Blick auf ein konkretes Angebot.
Kultur
Die Catedral de Santa María entstand durch aufeinanderfolgende Bauarbeiten vom späten 15. bis zum 18. Jahrhundert und präsentiert sich in einem einheitlichen spätgotischen Stil. Sie besitzt 16 Kapellen mit jeweils eigenen Altaraufsätzen. An ihrer Nordseite liegt das Portal de San Jerónimo, das im 16. Jahrhundert errichtet wurde und in seinen drei Bauteilen platereske, gotische, renaissancezeitliche und manieristische Stilelemente verbindet.
Im Kreuzgang der Catedral de Santa María befindet sich das Museo Diocesano mit einer permanenten Ausstellung sakraler Kunst. Es zeigt Altaraufsätze, Skulpturen und Goldschmiedearbeiten aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Zu den besonderen Objekten gehören eine Pergamentbibel aus dem 12. Jahrhundert, eine von Enrique IV. gestiftete Monstranz und ein Fragment einer jüdischen Tora aus dem 15. Jahrhundert.
Die Iglesia de San Andrés verbindet einen gotischen Abschnitt aus dem 16. Jahrhundert mit einem Abschnitt aus dem 18. Jahrhundert, der Kreuzgrat- oder Lunettengewölbe aufweist. Ihr reich verziertes gotisches Portal besitzt ein Tympanon, das mit Sonne, Mond und Synagoge den Triumph des Christentums über das Heidentum symbolisiert. In der Kirche befinden sich außerdem ein Rokoko-Hochaltar von Manuel Adán, ein Chor mit 53 floral verzierten Sitzen und ein barockes Bildnis der Immaculata aus der Werkstatt von José Ribera.
Die Iglesia de Santiago steht an der Plaza del Raso, dem ehemaligen römischen Forum, und gilt als herausragendes Beispiel des riojanischen Neoklassizismus. Das Yacimiento de la Clínica bewahrt ein monumentales römisches Gebäude aus dem dritten Viertel des 1. Jahrhunderts n. mit Mosaiken, Malereien und Stuckverzierungen.
Casa Santa umfasst eine permanente Fotoausstellung mit einer großen Sammlung von Fotoapparaten, Negativen, Filmen und weiterem Material zur jüngeren Entwicklung der Stadt. Der Ort ist für Menschen mit Behinderungen zugänglich und verfügt über taktile Bodenleitsysteme, taktile Stationen, QR-Codes und Untertitel.
Das Museo de Pasos de Semana Santa zeigt eine Miniaturdarstellung des Lebens, des Todes und der Auferstehung Christi mit 70 Figuren in 12 detaillierten Szenen.
Geschichte
Die ehemalige Judería lag im Umfeld des Rasillo de San Francisco und wurde von den Straßen Sastres, Cabezo und Murallas begrenzt. Sie besaß eine eigene befestigte Einfriedung und eine Synagoge. Die Judería de Calahorra geht auf das späte 11. Jahrhundert zurück; auf ihrem Höhepunkt im 15. Jahrhundert hatte sie etwa 600 Einwohner und war damit die größte Aljama in La Rioja.
Seit 2001 gehört Calahorra zum Netzwerk der jüdischen Viertel Spaniens – Caminos de Sefarad.
Pilgerwege und Feste
Der Camino Jacobeo del Ebro führt durch Calahorra. Pilger aus Richtung Rincón de Soto betreten den Ort über den Camino del Carmen und werden am Crucifijo oder Humilladero begrüßt, einem seit dem 16. Jahrhundert bestehenden Ort des Gebets und der Besinnung. Für den Camino sind in Calahorra dokumentierte Pilgerbezüge überliefert, darunter der Durchzug von Pilgern und die Existenz mittelalterlicher Herbergen.
Die Semana Santa de Calahorra trägt seit 2014 den Status eines Festes von nationalem touristischem Interesse. Die Escenificación de la Pasión ist eine immersive Aufführung, die sich über einen Kilometer entlang der Avenida de Valvanera erstreckt und mehr als zwei Stunden dauert; die Besucher begleiten die einzelnen Szenen zu Fuß.
Mercaforvm wird seit 1995 organisiert und verwandelt am Wochenende des Palmsonntags das historische Zentrum von Calahorra in einen römischen Markt, der das antike Calagurris Nassica Iulia detailreich nachbildet. Das Prägen von Münzen in der Officina Monetalis ist dabei als Live-Workshop ausgewiesen.
Natur
Der Paseo 4 (Vega del Ebro) ist eine 9,15 Kilometer lange Route mit geringem Schwierigkeitsgrad durch ökologisch wertvolle Flusslandschaften.
Ein am Río Cidacos gelegenes Erholungsgebiet bietet Parkplätze und Picknickbereiche und eignet sich für einen Tag im Freien. Tierra Rapaz bietet zwei Vogelschauen, die die Darbietungen von Fachleuten mit moderner Technologie verbinden.
Kulinarik
Die Jornadas Gastronómicas de la Verdura finden in Calahorra seit 1996 statt. Rund eine Woche lang stehen dabei Gespräche, Kolloquien, Verkostungen, Live-Kochvorführungen, Degustationen und weitere Angebote rund um Gemüse im Mittelpunkt.
Das Museo de la Verdura ist in sechs Ausstellungsbereiche gegliedert, die jeweils einem wichtigen Abschnitt des landwirtschaftlichen und gastronomischen Prozesses der Region gewidmet sind.
Weitere Ziele in dieser Auswahl: Los Molinos de Ocón, Treviana, Ollauri, Gallinero De Cameros, Villalba De Rioja, Cuzcurrita De Río Tirón, Torrecilla En Cameros, Alesanco.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: La Rioja.