Albarca am Montsant: Astronomie, Eichenwald und Tradition
File:Carrer de la Plaça, lugar Albarca, Cornudella de Montsant, comarca Priorat.jpg
Foto: Juan Emilio Prades Bel via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Albarca liegt am Fuß des Montsant, wo die sonnenzugewandte und die schattige Seite des Berges auf die letzten Ausläufer der Serra de Prades treffen.
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Himmel und Wege
Der astronomische Rundweg von Albarca führt von Albarca zu einem astronomischen Aussichtspunkt bei Els Hostalets, der zum Netzwerk astronomischer Aussichtspunkte des Montsant gehört. Der Weg verbindet damit den Ort mit einem festen Bestandteil dieses astronomischen Netzwerks.
Der astronomische Aussichtspunkt bei Collet Roig und Els Hostalets verfügt über einen Polarstern-Anzeiger zur Orientierung bei Nacht und ein interaktives Planisphären-Pult. Beide Elemente gehören zur Ausstattung dieses Aussichtspunkts und richten den Blick auf die Orientierung am nächtlichen Himmel.
Der Flora-Rundweg „Shady Oakwood – Albarca“ beginnt am Ortseingang von Albarca beim Grenzkreuz und kehrt dorthin zurück. Für die eigene Tagesplanung lässt sich dieser Weg nach seinem Rundkurs und seinem floralen Thema einordnen.
Der Camí dels Cartoixans ist seit dem 16. Jahrhundert unter diesem Namen belegt. Der mündlichen Überlieferung zufolge war er ein alter, für Viehherden geeigneter Saumpfad, der die Kartause mit dem Königsweg von Reus nach Lleida bei Albarca verband.
Geschichte und Glaube
Albarca entstand als muslimische Almúnia in der Umgebung der Burg von Siurana. Die Entstehungsgeschichte des Ortes steht damit in Verbindung zu einer Burglandschaft, die zur historischen Einordnung Albarcas gehört.
In Albarca gibt es eine lokale Sant-Jordi-Tradition aus der Zeit vor dem 18. Jahrhundert, eine gelobte Feier, mit der der Schutz des Heiligen vor Vipern- und Skorpionstichen erbeten wurde. Die Tradition bewahrt damit einen klar benannten religiösen Anlass und eine konkrete Bitte an den Heiligen.
Die Einsiedelei Mare de Déu de Montsant geht auf eremitische Gründungen des 12. Jahrhunderts zurück und gehört zum Pfarrbezirk von Albarca. Ihre kirchliche Zuordnung ist somit ebenso mit Albarca verbunden wie ihre frühe Entstehungsgeschichte.
Die traditionelle Wallfahrt zur Mare de Déu de Montsant findet am 17. August, dem dritten Tag des Hauptfestes von Albarca, mit einer Messe, dem Gesang traditioneller „Goigs“ und einem gemeinsamen Essen statt. Der Termin und die Abfolge der Feier geben dem Brauch einen festen Platz im Festkalender des Ortes.
Das Festa Major von Albarca wird am 15. August gefeiert; am letzten Tag findet der traditionelle Aufstieg zur Einsiedelei Mare de Déu de Montsant statt.
Weitere Orte
Weitere Orte im Verzeichnis sind Botarell, Colldejou, Farena, Belltall, Riudecanyes, Riba-Roja D'ebre, Porrera und La Morera De Montsant.
Natur und Spuren
Im schattigen Eichenwald von Albarca steht eine stattliche Eiche in einem nahezu reinen Bestand aus Valencianischen Eichen. Der Baum befindet sich damit in einem eindeutig beschriebenen Waldzusammenhang und ergänzt die landschaftliche Einordnung des Ortes.
Die Nekropole Prada de la Guineu liegt am Fuß des Hügels, auf dem Albarca steht, und besteht aus fünf in den Fels gehauenen Gräbern am schattigen Hang des Berges.
Zu den Gräbern der Prada de la Guineu gelangt man vom Weg in das Dorf Albarca über einen Karrenweg etwa 100 Meter nach Westen und anschließend zu Fuß weiter nach Südwesten.
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