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Toloriu am Cadí-Massiv: Kapelle, Wege und Trockenstein-Erbe

Unterkünfte in Toloriu

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Toloriu liegt am Hang des Cadí-Massivs auf 1.248 Metern Höhe. An der Nordseite des Cadí reicht die Landschaft vom Fluss Segre bis in höhere Lagen mit Schwarzkiefernwäldern. Zwischen dem Roc de Corb und dem Coll de Se liegt die Cova de les Encantades auf 1.400 Metern Höhe.

File:Castell de Toloriu.JPG File:Castell de Toloriu.JPG Foto: CRPU Mascançà via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Kultur und Geschichte

Nördlich von Toloriu steht die Kapelle Mare de Déu del Roser, die 1645 erbaut wurde. Sie ist als lokales Kulturgut von besonderem kulturellem Interesse (BCIL) eingestuft. Ihre Holzdecke weist ein vollständiges, volkstümlich geprägtes malerisches Programm des 17. Jahrhunderts auf, das für Toloriu eine herausragende Zeugnisbedeutung besitzt. Zur Geschichte des Ortes gehört außerdem die ehemalige Kirche Sant Jaume de Toloriu, die seit 1575 urkundlich belegt ist.

Die Kirche Sant Jaume dient nach der modernen Restaurierung ihres Daches derzeit als Veranstaltungsort für die kulturellen Aktivitäten von Toloriu. Der Ort ist zudem eng mit der Geschichte der aztekischen Prinzessin Maria Xipaguacín, der Tochter des Kaisers Moctezuma, verbunden. Im Gebiet verstreut liegende Trockensteinbauten gehören zum architektonischen Erbe von Toloriu. Der Torre del Moro ist der einzige noch stehende Turm der Befestigungsmauern der Burg von Toloriu und bietet Ausblicke über das Tal des Flusses Segre. Die Festa Major von Toloriu ist mit dem Fest Mariä Himmelfahrt verbunden und umfasst traditionell den Zeitraum vom 14. bis 16. August.

Landschaft und Wege

Erreichbar ist Toloriu über eine Bergstraße, die zwischen La Seu d’Urgell und Puigcerdà von der Nationalstraße N-260 abzweigt. Die Route PB1 beginnt in Toloriu und endet an der Cova de les Encantades. Sie führt über Waldpisten zu den Ebenen am Coll de Se und steigt anschließend in Richtung der Cova de les Encantades weiter an. Mit einem Führer oder einer fachkundigen Person können mehr als 200 Meter der Höhle begangen werden. Die Verbindung von Waldpisten, Coll de Se und Höhle beschreibt den Verlauf der PB1; eine Begehung ist mit fachkundiger Begleitung auf dem unterirdischen Abschnitt der Route möglich.

Die Route Obaga de Toloriu führt durch den Wald und macht historische Trockensteinmauern sichtbar, die die Einwohner von Toloriu vor Jahrhunderten zur Bewirtschaftung des Landes errichteten. Bei Spaziergängen im Gebiet von Toloriu können Besucher Trockensteinhütten suchen und fotografieren. Die Route Sant Cristòfol kann zu Fuß, mit dem Mountainbike oder zu Pferd bewältigt werden. Auf der Route von Toloriu nach el Quer Foradat gibt es schwierige Abschnitte, an denen Gestrüpp und eingestürzte Mauern den Durchgang verhindern.

Weitere Ziele auf derselben Ebene sind Alberola, Central de Cabdella, Esterri De Aneu, La Tallada, Belianes, Ansovell, Cabanabona und Balaguer.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lleida.

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