Montferrer: Mühlen, Kirchen und Burgspuren entdecken
Unterkünfte in Montferrer
Montferrer bewahrt historische Spuren an Mühlen, Kirchen und Befestigungsresten. Die Antiga Farinera de Montferrer wurde 1911 über einer älteren Getreidemühle errichtet, die aus dem Jahr 1868 stammt. In dem Gebäude sind 26 Hauptmaschinen erhalten, die mit Wasserkraft betrieben wurden. Die Farinera ist Teil der Ruta dels Oficis d’ahir, eines Verbunds aus neun kleinen Museen in der Region Alt Urgell. Dieser Verbund dient der Entdeckung vergangener Handwerke. An der Farinera lassen sich dadurch eine ältere Nutzung des Ortes, der spätere Bau von 1911 und die erhaltene technische Ausstattung gemeinsam betrachten. Die beiden Jahreszahlen stehen für die Verbindung von Mühlengeschichte und dem Gebäude, das heute über dieser älteren Anlage steht. Die 26 Hauptmaschinen verweisen zudem auf die frühere Arbeitsweise mit Wasserkraft und machen den technischen Charakter der Mühle sichtbar.
Weitere Orte: Balaguer, Talarn, Sidamon, La Pobla De Cérvoles, Erdo, Llés, Les Borges Blanques und Biosca.
Kultur
Im Inneren der Kirche Mare de Déu de la Trobada sind vier deutlich sichtbare Besiedlungsphasen erkennbar: eine römische, eine frühchristliche oder vorromanische, eine romanische aus dem 11. Jahrhundert und eine neuzeitliche Phase. Die Kirche Sant Vicenç de Montferrer ist seit 1093 urkundlich belegt. Sie ist als Kulturgut von lokalem Interesse anerkannt. In der Mare de Déu de la Trobada folgt die zeitliche Abfolge unmittelbar aufeinander: Auf die römische Phase und die frühchristliche oder vorromanische Zeit folgt die romanische Phase des 11. Jahrhunderts, danach die neuzeitliche Nutzung. Zusammen mit dem urkundlichen Nachweis von Sant Vicenç seit 1093 umfasst die Ortsgeschichte damit mehrere deutlich benannte Zeiträume und zwei eigenständige Kirchenbezüge.
Geschichte
Die Überreste der Burg von Montferrer befinden sich im Keller von Cal Miqueló, dem höchstgelegenen Haus am oberen Ende des Dorfes. In Montferrer sind außerdem die Basis eines runden Turms und ein wahrscheinlich spätmittelalterlicher, abgeschrägter Mauerabschnitt mit Schießscharten erhalten. Im Jahr 1087 wurde die Burg von Montferrer von Archidiakon Guillem Arnau zusammen mit der Kirche von Aravell dem Kanonikerstift von Urgell übertragen. Die historischen Spuren verteilen sich somit auf einen Keller, einen Turmfuß und einen Mauerabschnitt. Der Mauerabschnitt ist wahrscheinlich spätmittelalterlich und weist mit seiner Abschrägung sowie den Schießscharten eigene bauliche Merkmale auf. Die Übertragung von Burg und Kirche im Jahr 1087 nennt mit Guillem Arnau außerdem eine konkrete handelnde Person und das Kanonikerstift von Urgell als Empfänger.
Geografie
Der alte Ortskern von Montferrer liegt auf einem kleinen, 732 Meter hohen Bergrücken am Segre. Die Route Arfa–Castellciutat–La Seu d’Urgell führt an dem Hügel vorbei, auf dem das Dorf Montferrer liegt. Die Kirche Mare de Déu de la Trobada ist von der N-260 über eine Abzweigung und eine weniger als 300 Meter lange Straße bis zur Plaça de la Trobada erreichbar. Der Ortskern, der Bergrücken und der Fluss Segre bilden dabei die geografischen Bezugspunkte der Ortslage. Die Route Arfa–Castellciutat–La Seu d’Urgell nimmt den Hügel in ihren Verlauf auf, während die beschriebene Zufahrt zur Kirche an der N-260 beginnt und an der Plaça de la Trobada endet. So stehen Ortslage, Routenbezug und der konkrete Straßenabschnitt nebeneinander, ohne die historischen Orte voneinander zu trennen.
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