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Isil: Romanische Kirchen, Falles und historische Wege

Unterkünfte in Isil

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Mit Sant Joan d’Isil steht in Isil eine romanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die als Bien Cultural de Interés Nacional anerkannt ist. Heute ist Sant Joan d’Isil die Friedhofskapelle des Ortes; im Mittelalter war sie dessen Pfarrkirche. Über dem Portal von Sant Joan d’Isil sind zwei geschnitzte Steinplatten eingelassen.

File:Església de Sant Joan d'Isil 1.JPG File:Església de Sant Joan d'Isil 1.JPG Foto: DagafeSQV via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die Baugeschichte von Sant Joan d’Isil reicht damit vom Mittelalter bis in die heutige Nutzung als Friedhofskapelle. Neben der zeitlichen Einordnung prägen die beiden geschnitzten Steinplatten über dem Portal das konkrete Erscheinungsbild des Eingangs.

Kultur und Geschichte

Die Falles d’Isil werden in Isil gefeiert; ihr Termin liegt in der Nacht zum 23. Juni, der Johannisnacht. Seit mehr als 100 Jahren ist die Grundstruktur der Falles d’Isil unverändert geblieben. Die Tradition wurde bewahrt, wobei unter anderem verlorene Tänze wieder aufgenommen wurden. Wer den Festtermin zeitlich einordnen möchte, richtet sich nach dieser Nacht zum 23. Juni.

Bei den Falles d’Isil treffen somit ein feststehender Termin und eine über lange Zeit bewahrte Grundstruktur zusammen. Zugleich gehört die Wiederaufnahme verlorener Tänze zur überlieferten Entwicklung des Festes und zeigt, dass seine heutige Form auch frühere Bestandteile bewahrt.

Bauten

Der Fluss Noguera Pallaresa durchquert Isil und bildet dort eine kleine Insel. Auf dieser vom Fluss gebildeten Insel steht die Pfarrkirche der Unbefleckten Empfängnis von Isil. Die Kirche besitzt einen hohen Glockenturm. An diesem befindet sich eine Sonnenuhr, deren Schatten das Profil einer Schlange projiziert.

Die Lage der Pfarrkirche ist unmittelbar mit dem Flusslauf verbunden: Die Insel entsteht durch den Noguera Pallaresa, und auf ihr stehen Kirche und Glockenturm. Die Sonnenuhr am Turm ergänzt den Bau um ein Detail, dessen Schatten ein Schlangenprofil projiziert.

Die romanische Puente románico de Isil ist eine kleine Steinbrücke aus dem 11. oder 12. Jahrhundert. Sie quert den östlichen Abschnitt des Noguera Pallaresa.

Mit der Puente románico de Isil ist neben der Kirche ein zweites historisches Bauwerk am Noguera Pallaresa überliefert. Ihre Einordnung in das 11. oder 12. Jahrhundert und ihre Querung des östlichen Flussabschnitts gehören zu den prägenden Merkmalen der kleinen Steinbrücke.

Natur und Landschaft

In der Casa Sastrès in Isil befindet sich die Casa del Oso Pardo de los Pirineos, ein Interpretationszentrum. Es widmet sich dem Schutz des Braunbären sowie seiner Beziehung zu den Menschen. Ebenso behandelt das Zentrum seine Einbindung in das Viehzuchtumfeld der Region. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1825 und bewahrt nach seiner Sanierung seine ursprüngliche Struktur.

Die Verbindung von Gebäudegeschichte und inhaltlicher Ausrichtung ist bei der Casa del Oso Pardo de los Pirineos besonders eng: Das Zentrum befindet sich in der Casa Sastrès, deren Baujahr 1825 ist und deren ursprüngliche Struktur nach der Sanierung erhalten blieb. Inhaltlich stehen Braunbärenschutz, menschliche Beziehungen und das Viehzuchtumfeld der Region im Mittelpunkt.

Die Peixera in Isil ist ein felsiger Flussabschnitt mit klarem, seichtem Wasser. Menschen baden und spielen in diesem Wasser.

Wege

Wer die Ruta del Camino de la Libertad einplant, findet eine ungefähr 16 Kilometer lange Hochgebirgsroute mit erheblichem Höhenunterschied, die bis zum Coll de la Clavera an der französischen Grenze führt. Nach dem Spanischen Bürgerkrieg wurde die Route von republikanischen Exilierten auf ihrer Flucht nach Frankreich genutzt. Später nutzten französische Bürger denselben Weg zur Flucht vor der nationalsozialistischen Besatzung.

Die Route ist durch ihre ungefähre Länge, den erheblichen Höhenunterschied und ihr Ziel am Coll de la Clavera gekennzeichnet. Ihre Geschichte umfasst zwei Fluchtbewegungen: die republikanischen Exilierten nach dem Spanischen Bürgerkrieg sowie später französische Bürger, die vor der nationalsozialistischen Besatzung flohen.

Anbindung

Eine öffentliche Buslinie verbindet Alòs d’Isil und Esterri d’Àneu und hält in Isil. Zur weiteren Ortsnavigation gehört die Seite Isavarre.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lleida.

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