Pelacalç: Burgspuren und romanische Baukultur
Unterkünfte in Pelacalç
Geschichte
Die heutige Siedlung Pelacalç entstand im Zusammenhang mit der Zerstörung der Burg während des Aufstands der Schnitter; zuvor, im 16. Jahrhundert, war die Burg Eigentum der Familie Margarit.
Die Burg von Pelacalç ist seit Beginn des 14. Jahrhunderts urkundlich belegt. Eine Aufzeichnung aus dem Jahr 1227 erwähnt bereits einen Ramon de „Pelacals“.
Während des Aufstands der Schnitter im Jahr 1640 brannten kastilische Truppen die Burg von Pelacalç und die Kirche von Pelacalç nieder und plünderten sie.
Von der Carrer de Can Picó aus sind Überreste der Burgmauer sichtbar. An einem kurzen erhaltenen Mauerabschnitt bildet die Burgmauer mit einem weiteren Mauerfragment einen Winkel.
An diesem Abschnitt sind der Ansatz eines überwölbten Durchgangs und möglicherweise die Reste eines Festungsportals zu sehen. Die Bauernhäuser von Pelacalç wurden im 16. und vor allem im 17. Jahrhundert über den Überresten dieser Burg errichtet.
Baukultur im Weiler
Pelacalç ist ein kompakter Weiler. Zu ihm gehören wenige Bauernhäuser und die Capella de l’Assumpta.
Die Capella de l’Assumpta ist heute zu einem Wohnhaus umgebaut. Teilweise wurde sie aus Steinen der Burg von Pelacalç errichtet.
Can Joanmiquel ist eines der ältesten Bauernhäuser in Pelacalç. Heute trägt das Gebäude den Namen Can Saló.
Can Mallol gehört zu den bemerkenswerten Bauernhäusern des Ortes. Can Picó besitzt ein gotisch-renaissancezeitliches Fenster.
An den Wänden von Can Costal wurden mehrere Wappen entdeckt; sie sind bislang nicht untersucht.
Die einzelnen Hinweise lassen sich im Weiler unterschiedlichen Gebäuden und Stellen zuordnen. Dazu gehören die Mauerreste an der Carrer de Can Picó, die Bauernhäuser mit ihren überlieferten Merkmalen und die zur Wohnnutzung umgebaute Capella. Santa Maria de l’Om ergänzt dieses Ortsbild als sakraler Ort in der Ebene.
Ebene und sakrale Orte
Das Ufergebiet des Fluvià reicht bis zu den ehemaligen Feuchtgebieten von Pelacalç. Durch Pelacalç führt die Straße von Viladamat nach Castelló d’Empúries.
Santa Maria de l’Om ist heute ein Marienheiligtum beziehungsweise eine Einsiedelei. Die Anlage gehört zur Pfarrei Sant Sadurní de Montiró.
Santa Maria de l’Om war die frühere Pfarrkirche des Weilers Pelacalç. Die erhaltenen romanischen Elemente lassen auf einen Bau aus dem 11. Jahrhundert schließen.
Das Marienheiligtum liegt einen Kilometer nordöstlich von Pelacalç. Santa Maria de l’Om befindet sich außerdem inmitten der Ebene nahe Pelacalç.
Zwischen Pelacalç und Montiró zweigt von der Straße ein guter Weg zu Santa Maria de l’Om ab. Das historische Aplec de la Mare de Déu de l’Om wurde am 15. August gefeiert.
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