Ultramort: Herrenhäuser, Romanik und Wege am Ter
Unterkünfte in Ultramort
Durch Ultramort führt die Radroute „El Ter: caminos de agua“. Sie begleitet den Lauf des Flusses Ter und macht wasserbauliches Erbe wie Bewässerungsgräben, Wehre und Mühlen erlebbar. Am nördlichen Rand des Gemeindegebiets reicht das Land bis an den Ter; bei Regenzeiten kommt es dort weiterhin leicht zu Überschwemmungen. Bei einer Fahrt auf einer Radroute empfiehlt es sich, vor dem Start aktuelle Streckenbedingungen und die geltenden Hinweise zur Route zu prüfen.
File:2 Castell de Finestres (Ultramort) - Baix Empordà.jpg
Foto: Carme Colomer via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Weitere Orts- und Gebietsseiten: Mollet de Peralada, L'Alt Empordà, Santa Llogaia del Terri, Esponellà, Sant Miquel De Campmajor, Sant Pau De Seguries, Campelles und Amer.
Kultur und Baukunst
Mas Castell de Gleu o de Finestres ist ein Herrenhaus aus dem 16. und 17. Jahrhundert, das auf der früheren Burg Gleu und Finestres errichtet wurde. Von der Anlage sind ein zentraler zylindrischer Befestigungsturm sowie ein Teil eines weiteren rechteckigen Turms erhalten. Die beiden Turmformen gehören zu den markanten erhaltenen Bauteilen des ehemaligen Burgareals.
Die Anlage Mas Castell de Gleu o de Finestres wurde 1985 als Kulturgut von kulturellem Interesse ausgewiesen und ist heute ein Kulturgut von nationalem Interesse. Mas Davesa bewahrt eine Fassade aus dem 16. Jahrhundert mit Inschriften aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Im oberen Bereich besitzt Mas Davesa außerdem ein gotisches Fenster mit Arabeskenornamentik. Für Kulturinteressierte treffen an diesen Bauwerken Befestigung, Fassadengestaltung, Inschriften und Fensterformen aufeinander.
Mas Pagès ist ein befestigtes Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Das Gebäude bewahrt ein teilweise erhaltenes älteres Zwillingsfenster gotisch-renaissancezeitlichen Typs. Zusammen mit Mas Castell de Gleu o de Finestres und Mas Davesa bildet Mas Pagès einen weiteren konkreten Schauplatz der historischen Baukunst von Ultramort.
Geschichte
Ultramort ist seit 1046 unter dem Namen ULTRAMORTE urkundlich belegt. 1316 wurde Ultramort Teil des Gebiets der Burg Rupià, die damals den Bischöfen von Girona gehörte. Die Ortsgeschichte umfasst damit die mittelalterliche Namensüberlieferung ebenso wie die spätere Verbindung mit dem Gebiet von Rupià.
Romanische Kirche
Die Església de Santa Eulàlia gilt als Beispiel für einen schlichten romanischen Stil mit zisterziensischem Einfluss. Mit der Kirche tritt neben die befestigten Herrenhäuser und ihre profanen Bauteile ein sakrales Baudenkmal. Der romanische Kirchenbau und die Herrenhäuser setzen unterschiedliche architektonische Akzente innerhalb der überlieferten Ortsgeschichte.
Dorfstruktur und alte Wege
Im Norden des Dorfs erstrecken sich zwei lange Vorstadtbereiche. Ihre Namen – Carrer de Torroella und Carrer de Figueres – weisen auf die Richtung zweier alter Wege hin. Die Straßennamen bewahren damit einen Hinweis auf frühere Wegbeziehungen, während Herrenhäuser, Kirche und historische Bauteile die bauliche Überlieferung ergänzen.
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