Parlavà – Kirchen, Befestigungen und Feste
Unterkünfte in Parlavà
Kultur
Das Dorf Parlavà ist um die dem heiligen Feliu geweihte Kirche Sant Feliu angeordnet. Sant Feliu weist bedeutende Befestigungsanlagen aus dem späten Mittelalter auf. Zu dieser Befestigung gehören verstärkte Mauern sowie Reihen von Schieß- und Bogenscharten.
Die Kirche verbindet damit einen religiösen Ortsbezug mit einer erhaltenen mittelalterlichen Befestigungsanlage. Die Mauerzüge und die Scharten sind sichtbare bauliche Elemente dieser Befestigung.
In Fonolleres ist eine gut erhaltene romanische Kirche erhalten, die dem heiligen Cristòfol geweiht ist. Ebenfalls in Fonolleres sind noch Reste einer alten Burg erhalten. Auf dem oberen Plateau des Montori, 200 Meter nördlich von Parlavà, wurde eine iberorömische archäologische Stätte entdeckt.
Damit reichen die genannten historischen Zeugnisse von der romanischen Sakralarchitektur über die Reste einer Burg bis zu einem archäologischen Fundplatz. Die drei Orte und Bauwerke stehen jeweils für eine eigene historische Spur innerhalb des Gemeindegebiets.
Landschaft
Das Gemeindegebiet von Parlavà erstreckt sich über die Überschwemmungsebene der Flüsse Ter und Daró. Der westliche Teil der Gemeinde besteht aus kleinen Hügeln. Der Montori ist der höchste von ihnen. Zur Landschaft des Gemeindegebiets gehören somit sowohl die Ebene der beiden Flüsse als auch das hügelige Gelände im Westen. Der Montori bildet innerhalb dieser kleinen Hügel den höchsten Punkt.
So treffen im Gemeindegebiet die weite Ebene der beiden Flüsse und die kleineren Erhebungen im Westen aufeinander. Der Montori hebt sich innerhalb dieser Hügellandschaft als höchster Punkt ab und bildet zugleich den Bezug zur dort beschriebenen archäologischen Stätte.
Das obere Plateau des Montori liegt 200 Meter nördlich von Parlavà und ist mit der dort entdeckten iberorömischen archäologischen Stätte verbunden. Die Lage des Plateaus nördlich des Dorfes und seine Verbindung mit dem archäologischen Fundplatz ordnen diesen historischen Ort klar in die Landschaft des Montori ein.
Geschichte
Im Jahr 1314 kaufte der Bischof von Girona, Pere de Xesa, das Gebiet von Parlavà; anschließend unterstand es der Bischofsburg von Rupià.
Dieser datierte Vorgang nennt sowohl den Käufer als auch die anschließende politische Zuordnung des Gebiets und verankert Parlavà in der Geschichte des Bistums Girona.
Feste
Das Festa Major von Parlavà wird jedes Jahr am ersten Augustwochenende gefeiert.
Das Sopar Popular von Parlavà bringt jeden August Hunderte von Einwohnern und Freunden zu einem gemeinsamen Abend am Tisch zusammen.
Die Festa Petita von Parlavà findet am Pfingstmontag im Mai statt.
Der Festkalender umfasst damit einen Termin im Mai und mehrere Veranstaltungen im August. Beim Sopar Popular steht ausdrücklich das gemeinsame Sitzen am Tisch im Mittelpunkt, während das Festa Major und die Festa Petita durch ihre jeweils benannten Termine gekennzeichnet sind.
Kulinarik
In Parlavà gibt es den handwerklichen Käsebetrieb „Formatges Artesans de Parlavà SL“.
Mit diesem handwerklichen Betrieb gehört auch die Käseherstellung zu den genannten lokalen Bezügen des Ortes.
Weitere Reiseziele
Weitere Reiseziele: Vilaür, La Cometa, Santa Pau, Garriguella, Sant Hilari Sacalm, Ribes De Freser, Sant Julià del Llor, La Tallada D'empordà
Routen
Eine Autoroute verbindet Serra de Daró über die GI-643 mit Parlavà und führt über die GI-642 von Parlavà nach Rupià.
Die Verbindung verknüpft dabei die beiden genannten Straßenabschnitte mit Parlavà als mittlerem Ort der Route.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Girona.