Llampaies entdecken: Romanik, Bauernhäuser und Routen
Unterkünfte in Llampaies
Llampaies besteht nicht aus einem kompakten Ortskern, sondern aus verstreut liegenden Weilern mit Bauernhäusern. Die Landschaft von Llampaies ist von sanft gewelltem Gelände, landwirtschaftlich genutzten Feldern und kleinen Pinienwäldern geprägt.
File:Can Gil de Llampaies - Llampaies Camallera.jpg
Foto: Lamontse via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Diese Siedlungsform gehört zum charakteristischen Ortsbild: Die einzelnen Weiler und ihre Bauernhäuser liegen nicht in einer geschlossenen Ansiedlung zusammen. Zwischen den bebauten Bereichen erscheinen Felder und kleine Pinienwälder als prägende Bestandteile der Landschaft. So verbindet sich in Llampaies die historische Bebauung mit einer ländlich gegliederten Umgebung.
Weitere Orte für Ihre eigene Entdeckung finden Sie bei Garrigoles, Montagut, Corçà, La Bisbal D'empordà, Sant Julià del Llor, Cruïlles, Monells i Sant Sadurní de l'Heura, Banyoles und Crespià.
Ortsbild
Das Viertel Església ist das älteste Viertel von Llampaies. Das Viertel Puig ist eine Ansammlung von Bauernhäusern, darunter einige aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das Viertel Masos liegt 200 m westlich von Puig. Seine Häuser stammen aus der Zeit vor dem Ende des 18. Jahrhunderts, die meisten aus dem 19. Jahrhundert.
Im Ortsbild treffen damit mehrere historische Zeitstufen aufeinander. Església bezeichnet den ältesten Teil von Llampaies, während Puig durch seine Ansammlung von Bauernhäusern geprägt ist. Die Entfernung von 200 m zwischen Masos und Puig beschreibt die Lage der beiden Weiler zueinander. An den Häusern von Masos lässt sich zugleich ablesen, dass dort die meisten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert stammen, während einzelne Bauten bereits vor dem Ende des 18. Jahrhunderts entstanden.
Kirche und Geschichte
Die Kirche Sant Martí de Llampaies ist ein einschiffiger Bau der Romanik III mit halbrunder Apsis. Der Glockenturm von Sant Martí de Llampaies ist ein rechteckiger Turm. Er besitzt eine Etage aus Rundbogenarkaden sowie ein pyramidenförmiges Kapitell.
Die Verbindung aus einschiffigem Kirchenraum, halbrunder Apsis und rechteckigem Glockenturm gibt Sant Martí de Llampaies eine klar beschriebene architektonische Gestalt. Am Turm fällt die Etage mit Rundbogenarkaden auf; darüber sitzt ein pyramidenförmiges Kapitell. Die Bezeichnung Romanik III gehört dabei zur Einordnung des Kirchenbaus.
Die romanische Mauer der Kirche Sant Martí de Llampaies wurde beim Bau der Befestigung erhöht. Ebenso wurden die übrigen Kirchenmauern erhöht.
An der Nordseite der Kirche von Llampaies befindet sich ein in den Fels gehauenes anthropomorphes Grab. Seine Form lässt auf eine nahegelegene frühmittelalterliche Nekropole schließen. Das anthropomorphe Grab bei Llampaies gehört zum Typ Olèrdola. Anthropomorphe katalanische Gräber dieses Typs werden in das 9. und 10. Jahrhundert eingeordnet.
Das Grab ergänzt die Baugeschichte der Kirche um ein archäologisches Detail an ihrer Nordseite. Seine in den Fels gehauene, menschenförmige Gestalt erklärt die Bezeichnung als anthropomorphes Grab. Die Zuordnung zum Typ Olèrdola und die Einordnung entsprechender katalanischer Gräber in das 9. und 10. Jahrhundert verweisen auf den frühmittelalterlichen Zusammenhang, den die Grabform für eine nahegelegene Nekropole nahelegt.
Routen
Die Gravelroute von Sant Pere Pescador führt durch Llampaies. Sie verläuft entlang der Flüsse Fluvià und Ter.
Die Route 149 erreicht bei Kilometer 9,24 Llampaies. Dort befindet sich das Itinerannia-Schild AE 279 sowie eine GR-Abkürzung in Richtung Camallera.
Damit sind für Llampaies zwei unterschiedliche Routenangaben überliefert: Die Gravelroute verbindet den Ort mit dem Verlauf entlang von Fluvià und Ter und führt von Sant Pere Pescador durch Llampaies. Die Route 149 ist dagegen über einen konkreten Kilometerpunkt gekennzeichnet. Am Punkt 9,24 stehen das Itinerannia-Schild AE 279 und die GR-Abkürzung in Richtung Camallera.
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